Musik und Körper

Interdisziplinäre Dialoge zum körperlichen Erleben und Verstehen von Musik

Wie lassen sich Musik und Körper aufeinander beziehen?

Dieser Band stellt das musikbezogene Erleben und Verstehen erstmals als ein grundlegendes bzw. übergeordnetes Phänomen in unterschiedlichen körperbezogenen wissenschaftlichen Disziplinen heraus. Anhand konkreter Beispiele aus der Tanzwissenschaft und Tanzpädagogik, Musikwissenschaft und Musikpsychologie, allgemeinen Musikpädagogik und Instrumentalpädagogik sowie Anthropologie und Musikethnologie wird das Wechselverhältnis von praktisch-sinnlicher Darstellung und theoretischer Reflexion thematisiert, das den Begriffen »Erleben« und »Verstehen« immanent ist.

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2017-07-17, 342 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3680-2

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Lars Oberhaus

Lars Oberhaus, Carl-von-Ossietzky-Universität, Oldenburg, Deutschland

Christoph Stange

Christoph Stange, Universität Siegen, Deutschland

... mit Christoph Stange und Lars Oberhaus

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Das körperliche Erleben und Verstehen von Musik erscheint für verschiedene Disziplinen relevant. Trotz eines body turns und einer ›Renaissance des Körpers‹ fehlt aber ein grundlegender Austausch über die Disziplingrenzen hinweg, so dass der Stellenwert in übergeordneten musikalischen Kontexten bis heute nicht explizit berücksichtigt wurde.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch versammelt Vertreter_innen unterschiedlicher Bereiche (Tanzwissenschaft & -pädagogik, Musikwissenschaft, -psychologie, -pädagogik, -anthropologie und -ethnologie), um ausgehend von der Frage nach dem körperlichen Erleben und Verstehen von Musik historisch gewachsene Perspektiven neu zu durchdenken und weiterführende Dialoge zwischen den Disziplinen anzustoßen. Hierzu gehört v.a. eine Neubewertung des Körpers als ›Wahrnehmungs- und Erkenntnismedium (Embodiment, Körperwissen).

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Körperbezogenes Erleben und Verstehen ist in unterschiedlichen Forschungen seit langem ein zentrales Thema. Angefangen vom (philosophischen) Körper-/Leib-Dualismus ergeben sich weitere Querverweise zu aktuellen Debatten. Hierzu gehren z.B. ›Bewegungserinnerungen – Bewegungsdiskurse‹, körperbezogene Wirkungsforschungen von Musik‹, ›Bilden mit dem Körper‹ sowie ›Verkörperung & Embodiment‹.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Wichtig wäre, wenn sich die Ergebnisse des Sammelbandes sowohl in den Disziplinen selbst als auch darüber hinaus verbreiten würden, denn die Disziplinen übergreifende Diskussion steht erst am Anfang und sollte weiter vorangetrieben werden. Spannend wäre sicherlich eine Diskussion aus gesellschaftspolitischer Sicht, also z.B. mit Kultusminister_innen, um den hohen Stellenwert für Ebenen des Sozialen und der Gesundheit zu verdeutlichen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

›Ohne Move kein Groove (und auch kein Sound)‹: Im Sammelband werden unterschiedliche fachliche Positionen zum Verhältnis von Musik und Körper sowie zum körperbezogenen Erleben und Verstehen von Musik vorgestellt und in Form eines interdisziplinären Dialogs gebündelt.

»Der besondere Wert dieser Sammlung liegt [...] in der Überschreitung und Zusammenführung unterschiedlicher Disziplinen unter Berücksichtigung bestehender und weiterentwickelter, aber auch hinterfragter Theorien.«
Sabine Kreter, das Orchester, 3 (2018)
»[Der Band] dokumentiert nicht nur eine Diskussion, sondern regt einen zukünftigen Austausch an. Es bleibt zu wünschen, dass das in ihm liegende diskursive Potenzial von seinen hoffentlich zahlreichen Leserinnen und Lesern aufgegriffen und weitergetrieben wird.«
Wolfgang Lessing, üben & musizieren, 1 (2018)
»Ein erster eindrucksvoller und wichtiger Beitrag, [um] ein neues Gebiet aus der bisher zur Verfügung stehenden Grundlagenliteratur und angewandter Praxis inhaltlich zusammen zu stellen und als ein weitgestecktes Ganzes zu umfassen.
Der fachkundige Leser, der sich [dafür] interessiert, Brücken zu finden und eigene theoretische und praxisorientierte Bereiche zu erweitern, wird in diesem Buch wichtige Anregungen und Verknüpfungen finden.«
Monika Nöcker-Ribaupierre, www.socialnet.de, 07.11.2017
»Der Sammelband gibt an unzähligen Stellen wichtige Inputs, wie in die Diskussion eingestiegen werden könnte und wo die spannenden Felder für weitere Forschungen liegen.«
Christof Thurnherr, Jazz 'N' More, 6 (2017)
Besprochen in:
Diplomatisches Magazin, 10 (2017)
Autor_in(nen)
Lars Oberhaus / Christoph Stange (Hg.)
Buchtitel
Musik und Körper Interdisziplinäre Dialoge zum körperlichen Erleben und Verstehen von Musik
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
342
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3680-2
DOI
10.14361/9783839436806
Warengruppe
1591
BIC-Code
AVA JHB ASD
BISAC-Code
MUS020000 SOC022000 PER003000
THEMA-Code
AVA JHB ATQ
Erscheinungsdatum
2017-07-17
Auflage
1
Themen
Körper, Musik, Klang, Tanz
Adressaten
Musikpädagogik, Schulmusik, Instrumentalpädagogik, Tanzwissenschaft, Tanzpädagogik, Sportwissenschaft, Musikethnologie, Musikwissenschaft, Musikpsychologie, Anthropologie, Pädagogik
Schlagworte
Tanz, Körper, Musik, Kulturwissenschaft, Pädagogik, Erleben, Verstehen, Musikwissenschaft, Gender Studies

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