Dinge sammeln, Wissen schaffen

Die Geschichte der naturhistorischen Sammlungen in Basel, 1735-1850

Im Übergang vom 18. ins 19. Jahrhundert etablierte sich das Sammeln von Gegenständen in der Natur von einer Freizeitbeschäftigung einzelner Privatpersonen zur wissenschaftlichen Praxis. So entwickelten Forscher neue Antworten auf naturwissenschaftliche Fragen – beispielsweise zur Beschaffenheit der Natur oder der Entwicklung der Lebewesen. In den naturwissenschaftlichen Museen konnte dieses neue Wissen mit einem breiten Publikum verhandelt und etabliert werden.

Anhand der Geschichte der naturhistorischen Sammlungen in Basel vollzieht Flavio Häner nach, wie aus dieser Zeit nicht nur neue wissenschaftliche Disziplinen hervorgingen, sondern eine Gesellschaft entstand, in der Fragen über die Natur nicht mehr mit einem Verweis auf die biblische Schöpfungsgeschichte beantwortet werden konnten.

54,99 € *

2017-01-30, 424 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3701-4

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Flavio Häner

Flavio Häner, Pharmazie-Historisches Museum der Universität Basel, Schweiz

... mit Flavio Häner

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die Etablierung der Naturforschung als Wissenschaft erfolgte im Laufe des 18. Jahrhunderts auf der Basis des Sammelns, Ordnens, Beschreibens und Vergleichens von Naturgegenständen. In Form der naturhistorischen Sammlungen und des Museums erfolgte die Materialisation dieses neuen Wissens und einer neuen Vorstellung von der Entstehung der Natur, die im Gegensatz zur damals innerhalb der Gesellschaft noch gültigen biblischen Schöpfungsgeschichte stand. Die Geschichte naturhistorischer Sammlungen ist somit die Geschichte der Entstehung eines neuen und rationalen Weltbildes auf Basis naturwissenschaftlicher Erkenntnisse.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Durch eine regional eingegrenzte, empirische Geschichte der naturhistorischen Sammlungen in der Stadt Basel, zeigt das Buch die vielfältigen und heterogenen Verflechtungen zwischen Sammlern, Bildungsinstitutionen, Naturforschern und der breiten Gesellschaft innerhalb der sich entwickelnden staatlichen Strukturen. Sie zeigt damit auf, wie durch Sammlungen entstandenes Wissen über die Natur zu einem integralen Bestandteil der bürgerlichen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts avancierte.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Private Sammlungstätigkeit und naturkundliches Amateurwesen des 17. und 18. Jahrhundert gelten in der Wissenschaftsgeschichte und kulturwissenschaftlichen Wissensforschung der jüngeren Zeit als wesentliche Entwicklungsstationen im Prozess der Herausbildung der modernen Naturwissenschaften im 19. Jahrhundert. Damit fördert die Studie nicht nur das Verständnis über die Geschichte des Wissens, sondern ermöglicht ebenso neue Ansichten über die Erkenntnisse in den gegenwärtigen Naturwissenschaften.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit jeder Person, die sich die Frage stellt, warum wir heute wissen, was wir zu wissen glauben.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die Geschichte des Sammelns von Dingen in der Natur und der Entstehung naturwissenschaftlicher Tatsachen.

Autor_in(nen)
Flavio Häner
Buchtitel
Dinge sammeln, Wissen schaffen Die Geschichte der naturhistorischen Sammlungen in Basel, 1735-1850
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
424
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-3701-4
DOI
Warengruppe
1581
BIC-Code
GM PDX HBTB
BISAC-Code
ART059000 SCI034000 HIS054000
THEMA-Code
GLZ PDX NHTB
Erscheinungsdatum
2017-01-30
Auflage
1
Themen
Museum, Wissenschaft, Kulturgeschichte
Adressaten
Wissenschaftsgeschichte, Museologie, Naturgeschichte
Schlagworte
Museumsgeschichte, Sammlungsgeschichte, Geschichte der Naturwissenschaften, Naturgeschichte, Sammlung, Wissenschaftsgeschichte, Basel, Museum, Wissenschaft, Kulturgeschichte, Museumswissenschaft, Geschichtswissenschaft

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