Jörg Rogge (Hg.)

Kriegserfahrungen erzählen

Geschichts- und literaturwissenschaftliche Perspektiven

Wie wurde im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit von Kriegserfahrungen erzählt?

Die Beiträge des Bandes gehen dieser Frage auf innovative Art und Weise nach, indem sie geschichtswissenschaftliche und literaturwissenschaftliche Methoden miteinander verbinden. Mithilfe dieses interdisziplinären Ansatzes werden Erzählpraktiken und -strategien beleuchtet, die Gattungsgrenzen zwischen faktualen und fiktionalen Texten aufgelöst und damit die Erkenntnismöglichkeiten im Hinblick auf die Erfahrungsgeschichte erweitert.

Der Band ist nicht nur ein wegweisendes Werk der kulturwissenschaftlichen Forschung, sondern zudem ein Beispiel für gelungene und produktive interdisziplinäre Zusammenarbeit.

29,99 € *

2016-08-05, 162 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3708-3

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Jörg Rogge

Jörg Rogge, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Germany

... mit Jörg Rogge

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Kriege zählen immer zu den zentralen historischen Ereignissen, welche die Zeitgenossen geprägt haben. Dennoch beschreibt die Geschichtsschreibung diese meist nur auf der militärgeschichtlichen oder politischen Ebene. Das persönliche Empfinden der betroffenen Personen, ihre Erfahrungen und Erzählungen können dabei nicht nur als Steinbrüche für die Ereignisgeschichte verwendet, sondern auch als narrative Produkte der gesellschaftlichen Verarbeitung von Kriegen gelesen werden.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Der Sammelband eröffnet dem Rezipienten eine neue Perspektive auf die narrative Form, wie Kriegserfahrungen erzählt wurden. Diese Erzählungen wurden so gestaltet, dass sie innerhalb ihrer Erzählgemeinschaft verstanden werden konnten. In dieser Hinsicht haben literarische Texte und autobiographische Texte die gleiche Funktion. Deshalb wird mit der Narratologie ein methodischer Zugriff auf die Texte vorgenommen, der sowohl für geschichts- als auch literaturwissenschaftliche Fragestellungen fruchtbar ist.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Begriffe ›Erfahrung‹ und ›Erzählen‹ werden bereits länger in den Historischen Kulturwissenschaften diskutiert. Doch wurden meist theoretische Herangehensweisen geprüft, um historische und gegenwärtige Körperkonzepte zu verstehen. Die Beiträge in diesem Buch gehen von den narrativen Zeugnissen aus und entwickeln geeignete analytische Kategorien an den Texten selbst.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Psychologen und Erzählforschern sowie Historikern, um die Reichweite und den heuristischen Ansatz der im Buch präsentierten Methode weiterentwickeln zu können.

5. Ihr Buch in einem Satz:

»Kriegserfahrungen erzählen« – Ein gelungenes Beispiel für die fachübergreifende Zusammenarbeit von Historikern und Literaturwissenshaftlern.

»Als Ergebnis einer im März 2015 in Wien stattgefundenen Tagung ist der Verdienst [des Sammelbandes] neben der Darstellung und Ausführung einer Vielzahl von methodischen Zugängen nicht zuletzt sein Vermögen, beim Lesen neue Fragen aufzuwerfen.«
Holger Englerth, www.literaturkritik.de, 30.12.2017
Besprochen in:
Novoe Literaturnoe Obozrenie, 2 (2018)
Autor_in(nen)
Jörg Rogge (Hg.)
Buchtitel
Kriegserfahrungen erzählen Geschichts- und literaturwissenschaftliche Perspektiven
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
162
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3708-3
DOI
Warengruppe
1555
BIC-Code
HBLH HBLC HBTB
BISAC-Code
HIS037040 HIS037010 HIS054000
THEMA-Code
NHDL NHDJ NHTB
Erscheinungsdatum
2016-08-05
Auflage
1
Themen
Gewalt, Kulturgeschichte
Adressaten
Geschichtswissenschaft, Historische Kulturwissenschaften, Literaturwissenschaft
Schlagworte
Kultur, Erzählung, Geschichte, Chronik, Dichtung, Krieg, Mittelalter, Frühe Neuzeit, Narratologie, Erfahrung, Erzählen, Literaturwissenschaft, Gewalt, Kulturgeschichte, Geschichte der Frühen Neuzeit, Mittelalterliche Geschichte, Geschichtswissenschaft

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