Kollektive Identitäten

Kollektive Identitäten sind nicht nur ein aktuelles gesellschaftliches Thema – sondern auch ein grundlegendes sozial- und kulturwissenschaftliches Konzept: Was ist und wie entsteht ein »Kollektiv« oder eine »Gesellschaft« und wie hängen individuelle und kollektive Identität zusammen?

Der Band durchquert verschiedene Disziplinen und Debatten und geht dabei der Brisanz und Aktualität kollektiver Identität ebenso nach wie der Vielfalt, in der sie gedacht, erforscht und kritisiert wird – und mündet in der These der Notwendigkeit und Unmöglichkeit kollektiver Identität. Die Einführung richtet sich an Studierende der Sozial- und Kulturwissenschaften ebenso wie an alle gesellschaftlich Interessierten und Engagierten.

14,99 € *

2018-09-11, 160 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3724-3

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Heike Delitz

Heike Delitz, Universität Bamberg, Deutschland

1. Warum ein Studienbuch zu diesem Thema?

Weil kein anderes Thema die Bevölkerung so spaltet, weil es mit heiligem Ernst betrieben wird, und weil es zugleich eines der grundlegenden Themen der Soziologie ist, nämlich die Antwort auf die Frage, was eigentlich eine Gesellschaft ist.

2. Welche Bedeutung kommt diesem Thema innerhalb des Fachgebiets und der wissenschaftlichen Ausbildung zu?

Eine zu implizite und zu negative, bisher, angesichts der gesellschaftlichen Brisanz und Permanenz des Themas. Kollektive Identitätsvorstellungen werden in der soziologischen Debatte als scheinbar essentialistisch dekonstruiert und als allein ausgrenzend kritisiert. Sie werden zu wenig mit analytischer Distanz betrachtet – und zu wenig als grundlegendes Konzept soziologischer Theorie sichtbar.

3. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch macht kollektive Identitäten in ihrer Pluralität und Vielfalt und in ihrer Unmöglichkeit und Notwendigkeit sichtbar. Es thematisiert Imaginationen der kollektiven Einheit, der Identität des Kollektivs in der Zeit und eines kollektiven Grundes durch verschiedene Autoren und Konzepte hindurch als ein zentrales Thema des Faches – und von Gesellschaften selbst: als den Modus, in dem kollektive Existenz immer stattfindet, wenn auch in verschiedener Weise.

4. Ihr Tipp zur weiterführenden Lektüre?

Niemand hat wohl das Begehren kollektiver Identitäten ebenso wie die Grenzziehungsmechanismen ernster und zugleich unvoreingenommener behandelt als Eisenstadt & Giesen; niemand drängt im Blick auf Demokratien mehr auf die Berücksichtigung der kollektiven Identitätsbegehren als Mouffe; wenige waren sensibler für das Werden von Kollektiven als Deleuze und wenige haben die Fallen der Identifizierung und zugleich deren Notwendigkeit deutlicher benannt als Balibar, Butler oder Spivak.

Autor_in(nen)
Heike Delitz
Buchtitel
Kollektive Identitäten
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
160
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3724-3
DOI
Warengruppe
1729
BIC-Code
JFC JHBA
BISAC-Code
SOC022000 SOC026000
THEMA-Code
JBCC JHBA
Erscheinungsdatum
2018-09-11
Auflage
1
Themen
Gesellschaft, Kultur, Sozialität
Adressaten
Studierende und Lehrende der Soziologie, der Politikwissenschaft, der Geschichts- und der Kulturwissenschaften, der Philosophie, der Anthropologie und Ethnologie – sowie die interessierte Öffentlichkeit, darunter auch Praktiker_innen, z.B. im Bereich Immigration/Integration
Schlagworte
Gesellschaft, Kollektive Identität, Kulturelle Identität, Kultur, Politik, Sozialität, Kultursoziologie, Soziologische Theorie, Kulturtheorie, Politische Philosophie, Soziologie, Einführung

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