Vom langen Jetzt

Eine medienphilosophische Zeitreise zur Long Now Foundation

Das Jetzt erscheint als Paradoxie – es ist ausdehnungslos und doch werden ihm kontingente Längen auferlegt. Wie ist seine Paradoxie zwischen Kürze und Länge denkbar, wenn sie mit dem langen Jetzt noch verstärkt wird? Vera Fischer wagt ein Denken der Paradoxie entlang des weitgehend unerschlossenen kalifornischen Phänomens »The Long Now Foundation«. Deren Protagonisten, die einst der Hippie-Bewegung angehörten, setzen sich mit einer aberwitzigen Geschäftsidee in Szene.

Die Zeitreise zur »Long Now Foundation« legt deren medienkulturelle Bedeutung frei – sie ist ein Beitrag zum Umgang mit Gegenwart und zugleich ein spielerischer Trip durch die Komplexität der Paradoxie, die unsere Vorstellungen herausfordert.

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2017-03-17, 398 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3728-1

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Vera Fischer

Vera Fischer, Berlin, Deutschland

... mit Vera Fischer

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Weil ich dazu anregen möchte, aus alltäglichen Zeitperspektiven auszubrechen und dabei auf ein für aktuelle Zeitdebatten und medienkulturelle wie -philosophische Kontexte relevantes Phänomen aufmerksam machen kann, das im Rahmen einer detaillierten Forschungsarbeit eher noch unbeachtet blieb. »Das lange Jetzt« lädt zu einem Trip durch das Denken der Paradoxie und deren Komplexität ein – zu einer Zeitreise, auf der ein Umgang mit Gegenwart kreativ erscheint und doch kritisch hinterfragt wird.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Es bietet eine Grundlagenforschung zur »Long Now Foundation«, die Anstoß für vielfältige wie kontroverse Diskussionen gibt. Fragen nach einer Auseinandersetzung mit Gegenwart werden mit der Beobachtung der Stiftung erweitert und neu eingebettet: mit einer detaillierten Sicht auf ihre zentralen Projekte und vor dem ideologischen Hintergrund des kalifornischen Entstehungskontextes. Zudem wird erstmalig Archivmaterial zu ihrer Entstehungsgeschichte berücksichtigt und weitreichend aufgearbeitet.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Frage nach einer Länge des Jetzt und nach Langzeit-Perspektiven wird immer wieder in gesellschaftskulturellen Debatten aufgegriffen, z.B. digitale Informationsverarbeitung oder künstlerische Themen betreffend. Solche Debatten werden mit dem Phänomen »Long Now Foundation« erweitert; ihm wird ein wissenschaftlicher Reflexionsrahmen mit vielfältigen Anknüpfungsmöglichkeiten geboten. Außerdem wird Zeiterfahrung bspw. aus einer Mediennutzungsperspektive im Kontext aktueller Medienkultur diskutiert.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Stewart Brand, einem Protagonisten der kalifornischen Gegenkultur und dem Direktor der »Long Now Foundation«. Und, wenn es noch möglich wäre, mit Vilém Flusser und Michel Foucault.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Eine Zeitreise, auf der das Denken des Jetzt zur Paradoxie herausgefordert wird, um einem aktuellen Phänomen voller Diskussionspotential zu begegnen.

Autor_in(nen)
Vera Fischer
Buchtitel
Vom langen Jetzt Eine medienphilosophische Zeitreise zur Long Now Foundation
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
398
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-3728-1
DOI
10.14361/9783839437285
Warengruppe
1559
BIC-Code
HBTB JFD HP JFC
BISAC-Code
HIS054000 SOC052000 SOC022000
THEMA-Code
NHTB JBCT QD JBCC
Erscheinungsdatum
2017-03-17
Auflage
1
Themen
Medien, Kulturgeschichte, Kunst, Erinnerungskultur
Adressaten
Medienwissenschaft, Kulturwissenschaft, Philosophie, Kunst, Ausstellungspraktiken, Subkultur, Underground Art Scene
Schlagworte
Medienkulturwissenschaft, Philosophie, Gegenkultur, Kalifornien, Silicon Valley, Das Lange Jetzt, The Long Now Foundation, Komplexität, Paradoxie, Gegenwart, Kulturgeschichte, Medien, Erinnerungskultur, Medienphilosophie, Medienästhetik, Kulturwissenschaft

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