Utopie im Exil

Literarische Figurationen des Imaginären

Die Forschung betrachtet Flucht- und Exilerfahrungen noch immer vornehmlich mit Bezug auf die Vergangenheit. Doch ein bedeutender Teil der Exilliteratur wird von Diskursen des Zukünftigen und – in potenzierter Form – des Utopischen begleitet. Dieses utopische Potenzial des Exils wurde bisher nicht systematisch aufgearbeitet.

Die Beiträge aus der Germanistik und anderen Philologien untersuchen u.a., welche Zeiten und Räume sich das Utopische im Exil aneignet. Sie gehen den zahlreichen Beispielen für Nicht-Orte in der Exilliteratur nach und zeigen, dass sich in der Erfahrung der Krise häufig Utopie und Dystopie überschneiden.

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2017-05-23, 246 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3749-6

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Linda Maeding

Linda Maeding, Universität Complutense, Madrid, Spanien

Marisa Siguan

Marisa Siguan, Universität Barcelona, Spanien

... mit Linda Maeding und Marisa Siguan

1. Warum ein Buch zu diesem Thema

Es erscheint uns ein neuer Ansatz in der Exilforschung. Die Forschungsansätze der Exilforschung haben sich hauptsächlich mit der Exilliteratur als einer Literatur beschäftigt, die sich um die Vergangenheit kümmert, im Zusammenhang mit der Erinnerungsthematik und eher dystopiebezogen. Unser Buch umfasst Positionen, die das Exil als einen Ort des Dazwischen und damit auch als einen Raum der Freiheit erfassen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Wir haben festgestellt, dass die Zukunftsperspektive, die für das utopische Denken bestimmend ist, in der Exilliteratur durchaus präsent ist und sich verschiedener ästhetischer Mittel bedient. Diese stellen wir in unserem Buch heraus. Dabei zeigt sich, dass das Utopische als Möglichkeitsdenken und im dynamischen Verhältnis zum Dystopischen in ganz unterschiedlichen Figurationen erscheint.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Es führt einen neuen Standpunkt in den Debatten über Exilliteratur ein, der für die Erforschung des Verhältnisses zwischen Exilliteratur und nicht durch das Exil bedingter Literatur des gleichen Zeitraums fruchtbar gemacht werden kann.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Kolleg_innen und interessierten Lesern der Literatur des 20. Jahrhunderts, sowohl Exilliteratur als auch andere.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die Exilliteratur offenbart durchaus ein utopisches Denken als Möglichkeitsdenken und ist nicht unbedingt an die Erinnerung der zerstörten Vergangenheit gebunden.

Autor_in(nen)
Linda Maeding / Marisa Siguan (Hg.)
Buchtitel
Utopie im Exil Literarische Figurationen des Imaginären
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
246
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3749-6
DOI
Warengruppe
1562
BIC-Code
DSB JFFD
BISAC-Code
LIT000000 SOC007000 LIT004170
THEMA-Code
DSB JBFG
Erscheinungsdatum
2017-05-23
Auflage
1
Themen
Literatur, Flucht
Adressaten
Literaturwissenschaft, Komparatistik, Kulturwissenschaft, Philosophie, Migrationsforschung
Schlagworte
Exil, Utopie, Imaginäres, Komparatistik, Literatur, Exilliteratur, Flucht, Zukunft, Raum, Nicht-Orte, Dystopie, Krise, Allgemeine Literaturwissenschaft, Flüchtlingsforschung, Germanistik, Migration, Literaturwissenschaft

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