Das Ende der Informationskontrolle

Zur Nutzung digitaler Medien jenseits von Privatheit und Datenschutz

Nutzerinnen und Nutzer digitaler Medien haben immer weniger Möglichkeiten der Daten- und Informationskontrolle. Hacker, IT-Unternehmen, Geheimdienste, Datenbroker, Technikentwickler etc., aber auch das aufkommende Internet der Dinge, Big Data oder intransparente Algorithmen treiben den Kontrollverlust voran. Vormals voneinander separierte Informationskontexte – Intimes, Privates, Öffentliches, Institutionelles etc. – gehen allmählich ineinander über. Hier setzt Thilo Hagendorff an: Er stellt innovative Mediennutzungsstrategien vor, die den Kontrollverlust erwarten oder sogar vielmehr fest mit ihm rechnen – und sich nicht auf verletzliche Privatheitsnormen oder unzuverlässige Datenschutztechnologien verlassen.

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2017-01-23, 264 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3777-9

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Thilo Hagendorff

Thilo Hagendorff, Universität Tübingen, Deutschland

... mit Thilo Hagendorff

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Ein Großteil der Phänomene, welche im Zusammenhang der Digitalisierung diskutiert werden, lässt sich auf Fragen der Daten- und Informationskontrolle zurückführen. Ganz besonders im Fokus stehen die Themenkomplexe Privatheit, Datenschutz, Informationssicherheit, informationelle Selbstbestimmung oder Überwachung. Obwohl jeweils ein Mehr an Daten- und Informationskontrolle gefordert wird, haben Endanwender digitaler Medien längst so gut wie keine Kontrolle mehr über ihre eigenen Daten. Das Buch sucht, dieser Feststellung folgend, nach neuen Ansätzen, wie mit dem Kontrollverlust umgegangen werden kann.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch findet sich mit der Tatsache ab, dass die Konzepte Privatheit, Datenschutz, Informationssicherheit oder informationelle Selbstbestimmung im Kontext der Allgegenwart vernetzter, digitaler Medien obsolet sind. Gleichzeitig kann jedoch beobachtet werden, dass die typische Mediennutzungspraxis dergestalt ist, als würden diese Konzepte weiterhin Bestand haben. Dies bedingt eine massive soziale Vulnerabilität. Das Buch entwickelt in der Folge dessen neue Strategien zur Mediennutzung, welche auf den Kontrollverlust eingestellt sind.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Forschung rund um Privatheit, Datenschutz, Überwachung etc. besitzt eine relativ eindimensionale normative Grundausrichtung. Gleichzeitig manifestiert sich in ihr mitunter ein gewisses Unwissen gegenüber den technischen Gegebenheiten digitaler Medien sowie den daran geknüpften Praktiken der Datenerhebung, -verarbeitung und -verbreitung. Hier setzt das Buch an. Es zeigt, wie jene Praktiken faktisch zum Kontrollverlust über personenbezogene Daten und Informationen führen und entwickelt daraus einen neuen normativen Ansatz für die Mediennutzung.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Am liebsten würde ich das Buch mit einer möglichst breiten Öffentlichkeit diskutieren. Schließlich sind die sozialen Herausforderungen, welche digitale Medien an uns stellen, nicht individuell zu bewältigen, sondern nur im Kollektiv. Es reicht nicht, nur für sich selbst eine veränderte Mediennutzungspraxis zu etablieren – es bedarf im Grunde genommen eines gesellschaftsweiten Umdenkens.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Angesichts der Feststellung, dass die Allgegenwart untereinander vernetzter, digitaler Medien die personenbezogene Informationskontrolle verunmöglicht, entwickelt das Buch innovative Mediennutzungsstrategien für die digitale Gesellschaft jenseits von Privatheit und Datenschutz.

»Den Leserinnen und Lesern werden unkonventionelle Denkanstöße und Mediennutzungsstrategien präsentiert, die als wertvoll und grenzüberschreitend zugleich gewertet werden können.«
merz, 62/1 (2018)
Besprochen in:
E-3 Magazin, 2 (2018)
Autor_in(nen)
Thilo Hagendorff
Buchtitel
Das Ende der Informationskontrolle Zur Nutzung digitaler Medien jenseits von Privatheit und Datenschutz
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
264
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3777-9
DOI
10.14361/9783839437773
Warengruppe
1744
BIC-Code
JFD PDR
BISAC-Code
SOC052000 TEC052000
THEMA-Code
JBCT1 PDR
Erscheinungsdatum
2017-01-23
Auflage
1
Themen
Gesellschaft, Medien, Technik, Internet
Adressaten
Medienwissenschaft, Philosophie, Soziologie sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Privatheit, Privatsphäre, Datenschutz, Informationssicherheit, Digitale Medien, Mediennutzung, Big Data, Internet, Medien, Technik, Mediensoziologie, Techniksoziologie, Recht, Medienwissenschaft

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