Choreografische Praxis

Vermittlung in Tanzkunst und Kultureller Bildung

Vermittlung, Tanzkunst und Kulturelle Bildung stehen in engem Zusammenhang. Gitta Barthel stellt künstlerisch-kulturelle Projekte vor, in denen Choreograf_innen mit heterogenen Gruppen arbeiten. Sie erschließt Vermittlung als immanenten Bestandteil von Choreografie und liefert eine faszinierende Zusammenstellung von Vermittlungspraktiken und Aufmerksamkeitslenkungen. Theoretische Ausgangspunkte bilden die tanzwissenschaftliche Reflexion zu Praktiken des erweiterten Choreografiebegriffes und die Betrachtung des Bedingungsgefüges gegenwärtiger Tanzvermittlung aus der Perspektive des Kreativitätsdispositivs. Die in der praxeologischen Tanzwissenschaft verortete Studie trägt Erkenntnisse zur Tanzpädagogik ebenso wie zur Kulturellen Bildung bei.

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2017-03-17, 272 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3779-3

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Gitta Barthel

Gitta Barthel, Kunst-, Vermittlungs- und Forschungspraxis, Hamburg, Deutschland

... mit Gitta Barthel

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Projekte mit professionellen Choreograf_innen und Schüler_innen sowie Erwachsenen erfahren gegenwärtig in der Tanzvermittlung sowie in der Bildungspolitik steigende Anerkennung. In der Folge wächst auch der Bedarf nach der Aufarbeitung des Verhältnisses von Tanzkunst, Choreografie und Vermittlung. Das Buch spezifiziert diese Zusammenhänge in einer gesamtgesellschaftlichen Makroebene und liefert in der Mikroebene praktische Erkenntnisse für Vermittler_innen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Meine Forschung betrachtet Vermittlungsprozesse beim Choreografieren in künstlerisch-kulturellen Kontexten losgelöst von pädagogischen Intentionen. Die Ergebnisse zeigen Vermittlung als multidirektionale und selbstreferenzielle Erfahrungspraxis aller Beteiligten. Dabei spielen explorative und partizipative Prozesse eine weitaus größere Rolle als der unidirektionale Wissenstransfer der Choreograf_innen an die Mitwirkenden – Bildung wird als Selbstbildung praktiziert.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

In der Tanzpädagogik verlagert sich gegenwärtig der Forschungsschwerpunkt von Transfer- und Wirkungs- zu Prozessforschungen. Die praxeologische Tanzwissenschaft, auf der meine Untersuchung basiert, stellt als Erfahrungswissenschaft für Letzteres einen adäquaten Ansatz zur Verfügung. Sie zielt nicht auf den Nachweis der Bildungsrelevanz von künstlerischer Praxis ab, sondern erfasst die Vermittlungssituation als solche losgelöst von Erwartungshaltungen der Bildungspolitik.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mich interessiert, mit Choreograf_innen professioneller Tanzkompanien zu erörtern, welche Ähnlichkeiten und Unterschiede für sie zwischen ihren und denen in meiner Untersuchung identifizierten Vermittlungspraktiken bestehen. Einen Austausch über dieses Verhältnis möchte ich ebenfalls mit Lehrer_innen herstellen, die keine künstlerischen Fächer unterrichten.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Vermittlungsprozesse werden als immanenter Bestandteil von choreografischer Praxis in künstlerisch-kulturellen Kontexten ausdifferenziert.

Besprochen in:
tanz, 7 (2017), Stefan Hölscher
Autor_in(nen)
Gitta Barthel
Buchtitel
Choreografische Praxis Vermittlung in Tanzkunst und Kultureller Bildung
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
272
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-3779-3
DOI
Warengruppe
1586
BIC-Code
ASD JNA
BISAC-Code
PER003000 EDU040000
THEMA-Code
ATQ JNA
Erscheinungsdatum
2017-03-17
Auflage
1
Themen
Kultur, Bildung, Tanz
Adressaten
Tanz- und Theaterwissenschaft, Ästhetik, Tanz-, Bewegungs- und Kunstpädagogik sowie Praktiker_innen in den Bereichen Tanzkunst, Tanzpädagogik, Tanz-und Kunstvermittlung
Schlagworte
Tanz, Choreografie, Bewegungswissenschaft, Tanzpädagogik, Kulturelle Bildung, Tanzvermittlung, Kunstvermittlung, Tanzkunst, Vermittlungspraktiken, Aufmerksamkeit, Aufmerksamkeitslenkung, Kreativitätsdispositiv, Bildung, Theaterpädagogik

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