Offenes Erzählen

Experimente im zeitgenössischen indischen Dokumentarfilm

Der Dokumentarfilm gilt in Indien als kommerziell schwer auswertbares Genre – und stellt dennoch ein Feld dar, in welchem Experimente entstehen können. Angesichts der gegenwärtigen gesellschaftlichen Umbrüche untersucht Ulrike Mothes den aktuellen indischen Dokumentarfilm hinsichtlich seiner filmästhetischen Form und betrachtet seine Positionierung zwischen lokalen und globalen Bezugnahmen, politischem Diskurs und kulturellem Ausdruck. Ihr besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Beschreibung offener Erzählstrategien, welche die Annahme von Wahrheit als solcher hinterfragen und mehrere Deutungen eines Themas zulassen.

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2017-05-08, 206 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3787-8

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Ulrike Mothes

Ulrike Mothes, Bauhaus-Universität Weimar, Deutschland

... mit Ulrike Mothes

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Indien ist eine der produktivsten Filmnationen der Welt. Sie verfügt über eine lange, lebendige und komplexe Dokumentarfilmtradition. Diese ist eng mit dem Kampf um die indische Unabhängigkeit sowie die Sichtbarmachung und Konfrontation soziopolitischer Probleme verbunden und wurde insbesondere hinsichtlich ihrer aktuellen narrativen und filmästhetischen Ansätze bislang kaum wissenschaftlich reflektiert.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Angeregt durch Globalisierungsprozesse und wirtschaftlichem Aufschwung, aber auch das Anwachsen einer gebildeten, sozialkritischen Mittelschicht verändert sich die indische Gesellschaft gegenwärtig rasant. Diese Umbruchsprozesse spiegeln sich auch in der gestalterischen Auseinandersetzung indischer Filmschaffender mit Realität wider. Weitere maßgebliche Impulse dafür liefern etwa die Demokratisierung der Produktionsprozesse durch digitale Aufnahmetechnik sowie die zunehmende globale Zirkulation von Filmbildern. Der vorliegende Text zeigt anhand kultur- und filmwissenschaftlicher Close Readings neue künstlerische Ansätze indischer Filmemacher auf.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Buch untersucht, inwiefern aus dem lokalen und kulturellen Kontext Indiens heraus Dokumentarfilm hinsichtlich seiner Ästhetik und narrativen Vorgehensweisen gegenwärtig neu gedacht wird. Anhand der Arbeiten indischer Filmemacher und deren Einbettung in lokale und globale politische wie kulturelle Zusammenhänge wird die Entwicklung des dokumentarischen Verständnisses von der Abbildung einer unzweifelbaren Realität hin zur filmästhetischen Evokation multipler Wahrheiten und aktueller Strategien zu deren Erzeugung diskutiert.

4. Ihr Buch in einem Satz:

Vor dem Hintergrund der massiven gesellschaftlichen Umbrüche in Indien untersucht das Buch sich verändernde Realitätskonzeptionen indischer Dokumentarfilmschaffender und ihre narrativen und filmästhetischen Strategien zur Erzeugung von Ambiguität.

»Die Autorin ist bestens vertraut mit der Literatur zum indischen Dokumentarfilm, ihre Analysen sind anschaulich und konkret, so dass man viel über die Filme erfährt, auch wenn man sie nicht gesehen hat. Beeindruckend!«
Hans Helmut Prinzler, www.hhprinzler.de, 12.06.2017
Autor_in(nen)
Ulrike Mothes
Buchtitel
Offenes Erzählen Experimente im zeitgenössischen indischen Dokumentarfilm
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
206
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3787-8
DOI
Warengruppe
1744
BIC-Code
JFD APFA
BISAC-Code
PER004030 SOC052000
THEMA-Code
JBCT ATF
Erscheinungsdatum
2017-05-08
Auflage
1
Themen
Medien, Film
Adressaten
Filmwissenschaft, Medienwissenschaft, Anthropologie, Indologie, Asienwissenschaften, Postcolonial Studies, Kunstwissenschaft
Schlagworte
Dokumentarfilm, Indien, Postkolonialismus, Dramaturgie, Ambiguität, Erzählstrategien, Gesellschaftliche Umbrüche, Ästhetik, Wahrheit, Deutung, Film, Medien, Medienästhetik, Medienwissenschaft

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