Migrantengemeinden im Wandel

Eine Fallstudie zu koreanischen Gemeinden in Nordrhein-Westfalen

2013 wurde festlich die 50-Jahr-Feier koreanischer Migrationsgeschichte in Deutschland begangen. Über Religion und Migration wird viel diskutiert, dennoch ist nach wie vor wenig über die Bedingungen der Arbeitsmigration, beispielsweise die Kultur, Tradition und Selbstorganisation der Koreaner_innen in Deutschland, bekannt. Anhand koreanischer Migrantenkirchen in Nordrhein-Westfalen untersucht Sabrina Weiß die Gründung, Etablierung und den Wandel der christlichen Gemeinschaften im Kulturkontakt aus religionswissenschaftlicher Perspektive. Die Studie leistet so einen Beitrag zu Debatten über kirchliche Institutionalisierungsprozesse und religiöse Vielfalt jenseits der etablierten Großkirchen.

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2017-01-12, 448 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3799-1

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Sabrina Weiß

Sabrina Weiß, Religionswissenschaftliches Institut, Leipzig, Deutschland

... mit Sabrina Weiß

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Rund 50 Jahre nach der Aufnahme koreanischer Arbeitskräfte in Deutschland ist wenig über die Facetten der Lebenswelt der koreanischen Community und ihrer Nachkommen bekannt. Dies gilt insbesondere für die koreanischen Kirchengemeinden, die als zentrale Kontaktstellen in der Diaspora fungieren. Dabei befinden sie sich in einem steten Spannungsfeld zwischen der Bewahrung kultureller Traditionen und religiösem und sozialem Wandel, wodurch sich dieses religiöse Feld als besonders dynamisch kennzeichnet.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

In relationaler Perspektive wird religiöse Vergemeinschaftung als fortlaufender Prozess konzeptualisiert, welche religiöse Migrantengemeinden weder als ethnische Kolonien noch als statische Akteure verstehen will. Mit diesem theoretischen Ansatz möchte die Arbeit über die bloße Beschreibung der Geschichte der koreanischer Gemeinden hinaus gehen und vielmehr anhand von symbolischen und sozialen Grenzziehungen und Vernetzungen aufzeigen, wie sich Wandel in diesen religiösen Gemeinschaften vollzieht.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Buch stellt einen Beitrag zur religionswissenschaftlichen Forschung dar, die sich religiösen Pluralisierungsprozessen im Kulturkontakt zwischen Asien und Europa widmet. Anschlussfähige Impulse liefert es insbesondere für organisationstheoretische Debatten zur Differenzierung religiöser Institutionen, die lokale Prozesse sowohl migrationshistorisch als auch vor dem Hintergrund aktueller globaler Vernetzungen reflektieren.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Das Buch bietet sich als Grundlage für alle an, die sich für religiöse Pluralisierungsprozesse in Deutschland und die koreanische Migrationsgeschichte interessieren, welche in der Öffentlichkeit weitestgehend unbekannt ist. Ausgehend vom Wandel koreanischer Migranten- zu Diasporagemeinden in einem religiös-pluralen Feld, muss weiter diskutiert werden, wie religiöser Wandel zwischen Säkularsierungstheorem und Theorien sozialer Differenzierung in modernen Gesellschaften bestimmt werden kann.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die religionswissenschaftliche Studie untersucht den Wandel koreanischer Gemeinden erstmals anhand von Institutionalisierungs- und Vernetzungsprozessen.

Besprochen in:
BZgA-InfoDienst Migration, 2 (2017)
SPEKTRUM IRAN, 30/4 (2017), Matthias Langenbahn
Autor_in(nen)
Sabrina Weiß
Buchtitel
Migrantengemeinden im Wandel Eine Fallstudie zu koreanischen Gemeinden in Nordrhein-Westfalen
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
448
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3799-1
DOI
Warengruppe
1541
BIC-Code
JFSR JFFN HRA
BISAC-Code
SOC039000 SOC007000 REL000000
THEMA-Code
JBSR JBFH QRA
Erscheinungsdatum
2017-01-12
Auflage
1
Themen
Migration, Religion
Adressaten
Religionswissenschaft, Religionssoziologie, Migrationssoziologie, Kulturanthropologie
Schlagworte
Religion, Religionswissenschaft, Korea, Religiöser Pluralismus, Religiöse Minderheit, Migranten, Migrantengemeinden, Migrantenkirchen, Koreanische Christen, Christentum, Wandel, Migration, Religionssoziologie, Soziologie

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