Zeitschrift für Kultur- und Kollektivwissenschaft

Jg. 3, Heft 1/2017

Die »Zeitschrift für Kultur- und Kollektivwissenschaft« ist das Forum der Kollektivwissenschaft. Diese noch junge Disziplin lenkt den Blick auf das Kollektiv als Kulturträger und dient damit zum einen der praktischen Kulturforschung und gewährt zum anderen neuartige Einblicke in das Wesen des Sozialen. Der weit gefasste Begriff des Kollektivs tritt an die Stelle der traditionellen Gruppen- und Gesellschaftskonzepte und macht bisher verborgene Schichten menschlicher Gemeinschaftlichkeit zugänglich.

Die Zeitschrift erscheint zweimal jährlich, wobei sich Themen- und Tagungshefte abwechseln.

Heft 3/1 widmet sich einem einzelnen Begriff der Kollektivwissenschaft, dem der »Multikollektivität«. Er bezeichnet den eigentlich selbstverständlichen Umstand, dass jedes Individuum einer Vielzahl von Kollektiven angehört. Aufgrund seiner Einfachheit stieg der Begriff zum erfolgreichsten Werkzeug aus dem Methoden-Kasten des neuen Paradigmas auf. In diesem Heft wird er theoretisch weitergedacht und vertieft, mit der Netzwerkforschung in Verbindung gebracht, auf Personal- und Organisationsentwicklung angewandt und schließlich in eine didaktische Applikation übersetzt.

34,99 € *

2017-04-19, 160 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3822-6

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Forschungsstelle Kultur- und Kollektivwissenschaft

Forschungsstelle Kultur- und Kollektivwissenschaft der Universität Regensburg, Deutschland

Klaus P. Hansen

Klaus P. Hansen, Universität Regensburg, Deutschland

Jan-Christoph Marschelke

Jan-Christoph Marschelke, Universität Regensburg, Deutschland

... mit Klaus P. Hansen und Jan Marschelke

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Mit Multikollektivität ist gemeint, dass Individuen einer Vielzahl von Kollektiven angehören. Insofern ist Multikollektivität einerseits ein Schlüsselbegriff unserer Zeit, weil die Vielfalt und Wahlfreiheit in puncto Zugehörigkeiten niemals größer war. Das hat bedeutende Konsequenzen für gesellschaftliche Integration und individuelle wie kollektive Identitäten. Andererseits ist Multikollektivität ein analytisches Werkzeug, das in epochen- und kulturübergreifender Forschung eingesetzt werden kann.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Neben den theoretischen Vertiefungen ist insbesondere die Anwendungsperspektive hervorzuheben: Ein hochabstrakter Begriff wird konkret nutzbar gemacht für die Organisations- und Personalentwicklung, was in der Entwicklung einer didaktischen App für Seminare und Trainings gipfelt.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Der Multikollektivitätsbegriff nimmt eine Sonderstellung ein. Er steht zwar in unmittelbarer Beziehung zu den heiß diskutierten Identitätsthemen, »unterläuft« sie aber, indem er nach den Voraussetzungen von Kollektivität fragt. Hier ist vieles noch ungenügend erforscht und viele Einzelansätze stehen unverbunden nebeneinander. Der Band streckt u.a. seine Fühler in Richtung Integrations- und Netzwerkforschung aus.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit jedem, der sich mit den Themen Kollektivität, Zugehörigkeit, Identität, insbesondere multiple Identitäten beschäftigt.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Multikollektivität bedeutet, dass kein Individuum je isoliert und kein Kollektiv je geschlossen sein kann.

Buchtitel
Zeitschrift für Kultur- und Kollektivwissenschaft Jg. 3, Heft 1/2017
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
160
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-3822-6
DOI
Warengruppe
3510
BIC-Code
JFC
BISAC-Code
SOC022000
THEMA-Code
JBCC
Erscheinungsdatum
2017-04-19
Auflage
1
Themen
Gesellschaft, Kultur
Adressaten
Interkulturelle Kommunikation, Soziologie, Interkulturelle Psychologie, Sprachwissenschaften, Rechtswissenschaften
Schlagworte
Kultur, Kollektiv, Kollektivwissenschaft, Zeitschrift, Gesellschaft, Kulturtheorie, Cultural Studies, Soziologische Theorie, Kulturanthropologie, Kulturwissenschaft, Interkulturalität, Kultursoziologie

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