So schaffen wir das – eine Zivilgesellschaft im Aufbruch

Bedingungen für die nachhaltige Projektarbeit mit Geflüchteten. Eine Bilanz

Flüchtlinge in Deutschland: 2015 war der Sommer der Projekte. Im Umgang mit den durch Zuwanderung gegebenen Herausforderungen erwies sich die Zivilgesellschaft als außerordentlich kreativ und stellte sich neu auf. Jetzt ist es Zeit, Bilanz zu ziehen: Was hat sich bewährt, wo und wie konnte Nachhaltigkeit hergestellt werden? Welche Rolle spielte dabei ein gelingendes Zusammenwirken von Politik, Verwaltung und zivilgesellschaftlichen Akteuren?

Der Band fragt aber auch nach den Gründen für gescheiterte Projekte: Wo und warum konnte das Engagement nicht durchgehalten werden? Schließlich werden die Folgen für die politische Kultur diskutiert: Wie hat das Engagement das Selbstverständnis der Zivilgesellschaft in Deutschland verändert?

29,99 € *

2018-02-14, 318 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3830-1

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Werner Schiffauer

Werner Schiffauer, Europa Universität Viadrina, Frankfurt/Oder, Deutschland

Anne Eilert

Anne Eilert, Rat für Migration, Berlin, Deutschland

Marlene Rudloff

Marlene Rudloff, Rat für Migration, Berlin

... mit Werner Schiffauer

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die letzten zwei Jahre waren Sternstunden für die deutsche Zivilgesellschaft. Im Umgang mit den Herausforderungen, die sich mit der Ankunft einer großen Zahl Geflüchteter stellten, hat sie zu einem neuen Selbstverständnis gefunden. In einer Vielzahl von Projekten wurden vor allem auf lokaler Ebene neue Formen der Solidarität und des Umgangs mit gesellschaftlicher Vielfalt entwickelt. Dies soll durch das Buch stärker ins Bewusstsein gerückt werden.

2. Welche Bedeutung kommt dem Thema in aktuellen gesellschaftlichen Debatten zu?

Es gilt der zivilgesellschaftlichen Vernunft wieder das Gewicht zu geben, das ihr zukommt. In den letzten Jahren wurde sie zunehmend von der bürokratischen Rationalität zurückgedrängt – ein Prozess, den Jürgen Habermas als Kolonialisierung der Lebenswelt bezeichnet hat. 2015 hat gezeigt, dass dies nicht unumkehrbar ist. Es kam zu einer Wiederbelebung unserer demokratischen Kultur. Dieser in Gang gekommene Prozess muss weiter entwickelt werden.

3. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Jahre haben uns gelehrt die Zivilgesellschaft nicht als etwas Vorgefundenes zu betrachten, sondern als ein Projekt das man gestalten kann und muss. Wir fragen: Welche neuen Formen des Umgangs mit Diversität wurden entwickelt? Welche zivilgesellschaftlichen Lernerfahrungen wurden gemacht? Und welche Schwierigkeiten traten dabei auf? Wie hat schließlich das Engagement das Selbstverständnis der zivilgesellschaftlichen Akteure verändert?

4. Welche besonderen Aspekte kann die wissenschaftliche Betrachtung in die öffentliche Diskussion einbringen?

Wissenschaft zeichnet sich durch eine systematisch vergleichende Perspektive aus. In diesem Fall erlaubt sie es, die Bedingungen für eine erfolgreiche, nachhaltige und übertragbare Projektarbeit herauszuarbeiten – aber auch falsche Weichenstellungen zu identifizieren. Die wissenschaftliche Reflexion trägt damit wiederum zu einer besseren Praxis bei.

5. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Thomas de Maizière: Ich würde ihn gerne fragen, warum er die Potenziale der Zivilgesellschaft so gering einschätzt.

6. Ihr Buch in einem Satz

In der Auseinandersetzung mit der Flucht sind verkrustete zivilgesellschaftliche Strukturen in der Bundesrepublik aufgebrochen und ungeahnte Potenziale sichtbar geworden.

»Die Erfahrungsberichte in diesem Buch sind sicherlich nur ein kleiner Ausschnitt von zahllosen Projekten und Initiativen, dennoch lassen sich hier lehrreiche Erfahrungen ableiten.«
Michael Lausberg, www.scharf-links.de, 19.04.2018
O-Ton: »Wir müssen das Ehrenamt stärken« – Gastbeitrag von Werner Schiffauer beim Mediendienst Integration.
http://bit.ly/2psrIc9
Besprochen in:
Rat für Migration e.V., 21.03.2018
BZgA, 2 (2018)
Die Stiftung, 6/7 (2018), Martina Benz
IDA-NRW, 2 (2018)
Buchtitel
So schaffen wir das – eine Zivilgesellschaft im Aufbruch Bedingungen für die nachhaltige Projektarbeit mit Geflüchteten. Eine Bilanz
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
318
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3830-1
DOI
10.14361/9783839438305
Warengruppe
1729
BIC-Code
JFFD JFFN JPW
BISAC-Code
SOC007000 POL003000
THEMA-Code
JBFG JBFH JPW
Erscheinungsdatum
2018-02-14
Auflage
1
Themen
Migration, Zivilgesellschaft, Flucht
Adressaten
Ethnologie, Politikwissenschaften, Soziologie sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Zivilgesellschaft, Flucht, Integration, Deutschland, Flüchtlingsarbeit, Bürgerschaftliches Engagement, Migrationspolitik, Zuwanderung, Migration, Flüchtlingsforschung, Kulturanthropologie, Soziologie

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