Transferieren, Transkulturieren und Verstehen

Interkulturelles Lernen am Beispiel der musikalischen Früherziehung in Südkorea

Was geschieht, wenn in der Folge kultureller Praktiken auch Lehr- und Lernmethoden um den Globus wandern? Roland Kisker untersucht anhand des Transfers der musikalischen Früherziehung von Deutschland und Österreich nach Südkorea Deutungsverschiebungen von Bildungsmethoden und Lerninhalten im jeweiligen kulturellen Kontext. Die Deutungsmuster der übertragenen Inhalte, Methoden, Materialien und Inszenierungen im Unterricht werden auf der Ausgangs- wie auf der Zielebene modellhaft dargestellt und die ihnen zugrunde liegenden Einflussgrößen herausgearbeitet. Dafür werden neben einer thick description Umfragen und Interviews genutzt. Unter Rückgriff auf das ursprüngliche Modell des Transkulturierens von Ortiz werden dann ausgehend von den Quellen mögliche Zugänge zum Verständnis dieser Prozesse sowie operative Umsetzungsmöglichkeiten entwickelt.

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2017-02-20, 418 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3845-5

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Roland Kisker

Roland Kisker, Hamburg, Deutschland

... mit Roland Kisker

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die weltweiten Vermarktungsprozesse musikpädagogischer Konzeptionen aus einem spezifischen kulturellen Entstehungskontext in einen anderen und die dadurch zu erwartende Veränderung von Methoden und Lerninhalten wurden bisher – zudem in deutsch-koreanischen Zusammenhängen – nur in geringem Maße wissenschaftlich untersucht. Diese Lücke wird mit der Veröffentlichung geschlossen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Publikation leistet einen Beitrag zur Diskussion um die Möglichkeiten und Grenzen interkulturellen Lernens. Neben den transferierten Inhalten oder Methoden geht es vor allem um deren Deutung. Ausgehend von einer Diversität der Deutungen und der sich daraus ergebenden Diversität im Handeln werden Möglichkeiten dargestellt, um sich einer verständigen Musikpraxis aus einem Verstehen heraus zu nähern. Dadurch können Wege eröffnet werden, um die unterschiedlichen Muster und Zielvorstellungen pädagogischer Vorstellungen offenzulegen und zu reflektieren.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Thema ist einzuordnen in Fragen kultureller Sichtweisen. Geht es darum, aus einer ausschließlich von Abgrenzung geprägten, essentialistischen Sichtweise Kultur zu beschreiben oder geht es um Wert- und Normfindungsprozesse auch aus divergierenden Wertungen heraus? Diese Fragestellung, in dieser Publikation anhand unterschiedlicher Deutungen der musikalischen Früherziehung beschrieben, finden sich derzeit auch in gesellschaftspolitischen Prozessen wieder. Das Thema geht somit perspektivisch weit über den Rahmen musikkomparativer Beschreibungen hinaus.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit allen Personen, die Handlungen und Wertungen nur aus einer unabänderlichen Sichtweise (›Leitkultur‹) ableiten und mit Personen, die sie nur aus der eigenen Subjektivität ableiten.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Diese Untersuchung ist in der komparativen Musikpädagogik verortet und beschreibt Möglichkeiten und Grenzen im Umgang mit unterschiedlichen Deutungen von (Musik-)Pädagogik im kulturellen Kontext.

Autor_in(nen)
Roland Kisker
Buchtitel
Transferieren, Transkulturieren und Verstehen Interkulturelles Lernen am Beispiel der musikalischen Früherziehung in Südkorea
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
418
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3845-5
DOI
Warengruppe
1572
BIC-Code
JNA JFC AB
BISAC-Code
EDU036000 SOC022000 ART009000
THEMA-Code
JNA JBCC AB
Erscheinungsdatum
2017-02-20
Auflage
1
Themen
Kultur, Bildung, Musik
Adressaten
Musikpädagogik, Ethnologie, Pädagogik
Schlagworte
Musik, Interkulturelle Pädagogik, Ethnologie, Korea, Orff, Ortiz, Transkulturieren, Musikalische Früherziehung, Bildung, Kultur, Bildungsforschung, Interkulturalität, Kunstpädagogik, Musikwissenschaft, Pädagogik

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