Kulturen des Reparierens

Dinge – Wissen – Praktiken

Reparieren und Instandhalten sind ökonomisch wie kulturell zentrale Praktiken im »Leben« technischer Dinge und Infrastrukturen.

Der Band rückt diese bislang wenig untersuchten Tätigkeiten in den Vordergrund und fragt nach den Wissensformen der unterschiedlichen Kulturen des Reparierens. Die Expertisen und politischen Ambitionen menschlicher Akteure finden dabei ebenso Berücksichtigung wie die Eigendynamik der Dinge. Die Beiträge untersuchen Praktiken wie die Uhr- oder Computerreparatur sowie Räume wie die Wohnung und das Krankenhaus, das Repair Café und die Stadt des Globalen Südens. Nicht zuletzt geht es um die Frage, inwiefern Reparieren und reparaturfreundliches Design zu mehr Nachhaltigkeit beitragen können.

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2018-04-23, 410 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3860-8

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Stefan Krebs

Stefan Krebs, Universität Luxemburg, Luxemburg

Gabriele Schabacher

Gabriele Schabacher, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Mainz, Deutschland

Heike Weber

Heike Weber, Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Karlsruhe, Deutschland

... mit mit den Herausgebern

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Weil das Flicken und Wieder-ganz-Machen in einer Welt der neuesten Gadgets, Moden und geplanten Obsoleszenz seltsam antiquiert wirkt. Und weil es sich beim Reparieren gleichwohl um eine der einflussreichsten kulturellen Praktiken handelt. Dass dies nicht erst bei den heutigen Repair Cafés der Fall ist, zeigt der Blick in die Geschichte wie auch in außereuropäische Kontexte. Das Reparieren ist eine strukturell bedeutsame Tätigkeit mit Blick auf Dinge, Infrastrukturen, aber auch Beziehungen und Organisationsformen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Der Band möchte die zeitgenössische Debatte um das Reparieren als nachhaltige Praxis um eine historische wie interkulturelle Dimension erweitern. Auf diese Weise kann deutlich werden, wie reichhaltig und komplex die verschiedenen Kulturen des Reparierens sind und wieviel wir davon für unsere Gegenwart lernen können.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Der Band entwirft eine Perspektive auf das Reparieren, die dieses nicht allein auf die Frage der Dinge bezieht, sondern das gesamte Netzwerk von Akteuren (Materialien, Personen, Strukturen, Vorschriften etc.) rekonstruiert, das eine erfolgreiche Reparatur ausmacht. Dies bedeutet, das implizite Wissen von Akteuren ebenso ernst zu nehmen wie die Konstruktion und ›Lebensdauer‹ der Dinge sowie Formen der Wissensweitergabe, die sich etwa in Reparaturhandbüchern oder heute auf Online-Plattformen finden. Damit ist das Reparieren ein Thema, das für die Technikgeschichte, die Techniksoziologie, die Ethnologie und die Medien- und Kulturwissenschaften gleichermaßen anschlussfähig ist.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit allen, die noch immer glauben, Reparieren sei eine sekundäre oder unzeitgemäße Praxis.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Erfindest Du noch oder reparierst Du schon?

Autor_in(nen)
Stefan Krebs / Gabriele Schabacher / Heike Weber (Hg.)
Buchtitel
Kulturen des Reparierens Dinge – Wissen – Praktiken
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
410
Ausstattung
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-3860-8
Warengruppe
1510
BIC-Code
JFC PDR JFFT
BISAC-Code
SOC022000 TEC052000 SOC026000
THEMA-Code
JBCC PDR JBFS
Erscheinungsdatum
2018-04-23
Auflage
1
Themen
Kultur, Wirtschaft, Technik
Adressaten
Kulturwissenschaft, Medienwissenschaft, Soziologie, Geschichtswissenschaft, Technikgeschichte, Ethnologie sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Kultur, Medien, Nachhaltigkeit, Reparatur, Produktlebensdauer, Technik, Wirtschaft, Kulturtheorie, Techniksoziologie, Konsum, Zivilgesellschaft, Kulturwissenschaft

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