Inklusion und Exklusion in der Interaktion

Systemtheoretische Betrachtung am Beispiel einer pädagogischen Studie

Der breite Diskurs um Inklusion sowie die Suchbewegungen nach deren »Umsetzung« markieren die nach wie vor hochaktuelle Relevanz des Themas. Dabei ist der Begriff selbst – besonders im pädagogischen Kontext – bis heute nicht eindeutig definiert. Das führt zum Teil zu sehr brisanten Konsequenzen.

Martina Kaack unterbreitet ein systemtheoretisches Betrachtungsangebot, das sich der Bielefelder Schule zuordnet. In Verbindung mit einer qualitativen Studie aus dem Bereich der frühen Kindheit werden exemplarisch an der Unterscheidungsoption »behindert/nicht behindert« insbesondere eine sinnbezogene Ausrichtung von Inklusion und damit auch Exklusion zur Diskussion gestellt.

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2017-02-14, 438 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3864-6

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Martina Kaack

Martina Kaack, Hochschule Hannover, Deutschland

... mit Martina Kaack

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Pädagogische Praxis wird als zunehmend komplexer beobachtet. Um sich eingehend der Frage zu widmen, wie ein kommunikativer Anschluss trotz stark divergierender Kopplungsvoraussetzungen psychischer Systeme in der Umwelt sozialer Systeme gelingen kann, sowie unter welchen Voraussetzungen ein kommunikativer Nicht-Anschluss funktional erscheint, und inwiefern diese Optionen von Bedeutung für die daran beteiligten Personen sein können, ist diese Arbeit entstanden.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch bietet in zweierlei Hinsicht weitestgehend unerschlossene Zugänge an: Zum einen die Nutzung systemtheoretischer Überlegungen der Bielefelder Schule als Betrachtungsfolie für eine empirische Studie im (heil-)pädagogischen Kontext. Zum anderen die Äußerungen fünf- und sechsjähriger Kinder mit und ohne adressierte Behinderung über die Relevanz ebensolcher Kinder als Mitteilungshandelnde, als Ausgangspunkt einer wissenschaftlichen Betrachtung.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Nach wie vor wird der Diskurs um Inklusion im Kontext von Behinderung in Wissenschaft und Praxis kontrovers und mit weitreichenden Konsequenzen für einzelne Personen geführt.

Zunehmend werden neben Chancen auch brisante Folgen eines primär räumlich definierten Inklusionsbegriffs erkennbar. Insofern sind die Auseinandersetzung mit darüber hinausgehenden begrifflichen Differenzierungen und eine Analyse entsprechender Interaktionssysteme, wie sie hier angeboten werden, von hoher Bedeutung.

Da die Unterscheidungsoption ›behindert/nicht behindert‹ als exemplarisch verstanden wird, sind überdies Verbindungen zu weiteren Konstruktionen von Heterogenität und deren Verschränkungen herstellbar, die als erschwerte Bedingungen für den Anschluss an gesellschaftlich relevante Kommunikation bewertet werden können.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit allen, die sich mit den kritischen Aspekten und offenen Fragen im Kontext inklusiver und exklusiver Prozesse beschäftigen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Vorstellung des systemtheoretischen Inklusionsbegriffs mit daraus geschlussfolgerten Optionen für pädagogische Fragestellungen und Handlungsansätze.

»Die Auswertung der vorliegenden qualitativen Studie führt zu einer Reihe von Thesen mit hoher Praxisrelevanz. Besonders bedeutsam scheint mir dabei die stets erkennbare Einsicht in die Notwendigkeit nicht nur wissenschaftstheoretischer, sondern auch inklusionstheoretischer (Selbst)Reflexivität.«
Clemens Dannenbeck, www.socialnet.de, 22.02.2018
»Die vorliegende Studie stellt sich als ein gelungener Beitrag dar, eine bisher auf diese Weise unberücksichtigte Forschungslücke im Zusammenhang von heil- und erziehungspädagogischer Praxis sowie der Inklusionsdebatte in der konkreten Praxis zu schließen.«
Matthias Langenbahn, Spektrum Iran, 30/3 (2017)
Besprochen in:
FIS Literaturdatenbank, 1 (2018)
Autor_in(nen)
Martina Kaack
Buchtitel
Inklusion und Exklusion in der Interaktion Systemtheoretische Betrachtung am Beispiel einer pädagogischen Studie
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
438
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-3864-6
DOI
10.14361/9783839438640
Warengruppe
1578
BIC-Code
JKSN JFFG
BISAC-Code
SOC025000 SOC029000
THEMA-Code
JKSN JBFM
Erscheinungsdatum
2017-02-14
Auflage
1
Themen
Körper, Bildung
Adressaten
Erziehungswissenschaften; Heil-, Sonder- und Inklusionspädagogik, Soziologie, Politik
Schlagworte
Inklusion, Exklusion, Heilpädagogik, Sonderpädagogik, Inklusionspädagogik, Systemtheorie, Behinderung, Kindheitspädagogik, Frühe Bildung, Bildung, Körper, Sozialpädagogik, Pädagogik

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