Modefotografie

Eine fotografische Praxis zwischen Konvention und Variation

Stets aufs Neue soll die Modefotografie Ideen der Mode oder eines modischen Lifestyles visualisieren und vermitteln. Permanent sieht sie sich vor die Herausforderung gestellt, ihr stilistisches und motivisches Repertoire zu erweitern.

Sylvia Brodersen diskutiert Wandlungsprozesse der Modefotografie, insbesondere in den 1990er Jahren, im Hinblick auf Kontext und Funktion der fotografischen Praxis. Dabei rücken Strategien der Bildkonzeption ebenso in den Fokus wie Fragen der Lektüre und der Bedeutungsgenerierung. Die Studie betritt ein noch wenig begangenes Terrain und trägt damit zur Geschichte des Genres bei.

32,99 € *

2017-03-14, 328 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3870-7

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Sylvia Brodersen

Sylvia Brodersen, Hamburg, Deutschland

... mit Sylvia Brodersen

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Modefotos bedienen die Erwartungen, die an ihre kommerzielle Funktion geknüpft werden. Zugleich brechen sie diese immer wieder, um Spannungsmomente zu erschaffen, Bedeutung zu generieren, Bedürfnisse anzusprechen und zu erwecken. Seit den 1970er Jahren geht die Modefotografie immer prägnanter als bedeutender Akteur hervor, der die Brücke zwischen Alltagskultur und künstlerischer Praxis schlägt. Die 90er Jahre markieren eine zweite Phase des Auslotens von Grenzen und sind daher ein besonders spannungsreicher Untersuchungszeitraum.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Der Frage nach den komplexen Rezeptionsmechanismen der Modefotografie und ihren dynamischen Verhältnissen zu anderen Bildformen wurde bisher zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Obwohl die Untersuchung primär auf einen kunsthistorischen Zugang ausgerichtet ist, entwickelt sich aus dem Interesse für genre- und medienübergreifende Prozesse und Bildverfahren ein interdisziplinärer Ansatz. Ich denke, dass das Thema sowohl in der Kunstgeschichte als auch in den Medien- und Kulturwissenschaften von Relevanz ist.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Thema ist in den letzten Jahrzehnten zunehmend in den Fokus der interdisziplinären Forschung geraten. Im deutschsprachigen Raum wurde ihm bisher jedoch vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit entgegengebracht. Das Buch will mit dem primär kunsthistorischen Ansatz an den lebendigen Diskurs der Modewissenschaften anknüpfen, der seit einigen Jahren auch im deutschsprachigen Raum immer präsenter wahrgenommen wird.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Spannend stelle ich mir eine Diskussionsrunde mit einigen bedeutenden Fotografen vor, die sowohl die Ästhetik der 90er Jahre als auch das Selbstverständnis des Modefotografen auf unterschiedliche Weise geprägt haben (u.a. Nick Knight, Wolfgang Tillmans und Juergen Teller). Gerne würde ich das Buch auch mit Charlotte Cotton diskutieren, die einige bemerkenswerte Ausstellungen zum Thema Modefotografie kuratiert hat.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Mode und Fotografie – eine spannungsreiche Beziehung.

»Brodersens Arbeit stellt eine umfangreiche Zusammenführung unterschiedlicher Aspekte der Modefotografie der 1990er Jahre dar und bildet damit eine gute Grundlage für weitere Forschungen zur Modefotografie. Anschaulich verankert die Autorin die Modefotografien in ihrer Bezugnahme auf gesellschaftliche Themen der Zeit, von Cyberspace und Klon-Experimenten bis hin zur AIDS-Krise.«
Katja Böhlau, Fotogeschichte, 146 (2017)
Autor_in(nen)
Sylvia Brodersen
Buchtitel
Modefotografie Eine fotografische Praxis zwischen Konvention und Variation
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
328
Ausstattung
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-3870-7
DOI
Warengruppe
1585
BIC-Code
JFCK AKT JFD AJ AB
BISAC-Code
DES008000 PHO005000 ART023000
THEMA-Code
JBCC3 JBCT AJ AB
Erscheinungsdatum
2017-03-14
Auflage
1
Themen
Kunst, Mode, Fotografie
Adressaten
Kunstgeschichte, Medienwissenschaften, Kulturwissenschaft, Fashion Studies
Schlagworte
Fotografie, Modefotografie, 1990er Jahre, Kultur, Mode, Kunst, Populäre Kunst, Kunstgeschichte, Kulturwissenschaft

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