Die Sprache der Befreiung

Frauenbewegung im postkolonialen Frankreich

Die weiße Frauenbewegung in Frankreich ist geprägt von einer Sprachlosigkeit, die vor allem Rassismus und die auf die Gegenwart ausstrahlende koloniale Vergangenheit betrifft – eine Sprachlosigkeit, die sich in der aktuellen Identitätskrise der postkolonialen Gesellschaft als fatal erweist.

Aline Oloff rekonstruiert anhand von Zeugnissen der Frauenbewegung, in erster Linie Bewegungszeitschriften und grauer Literatur, den feministischen Gerechtigkeitsdiskurs seit den frühen 1970er Jahren und zeichnet die Sprachlosigkeit nach. Ihre Untersuchung liefert einen wichtigen Beitrag zur Dezentrierung des weißen Feminismus und lädt dazu ein, die hiesigen Debatten um Rassismus und Sexismus neu zu reflektieren.

24,99 € *

2018-01-30, 240 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3878-3

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Aline Oloff

Aline Oloff, Technische Universität Berlin, Deutschland

... mit Aline Oloff

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Frankreich ist uns nah und doch auch so fern. Mit dem Buch möchte ich einem deutschsprachigen Publikum das postkoloniale Frankreich und vor allem die französische Frauenbewegung zugänglich machen. Angesichts der Tatsache, dass zentrale Aspekte der feministischen Theorie, mit der wir heute arbeiten, aus Frankreich stammen, ist die Auseinandersetzung mit den zugrundliegenden Denkbewegungen, ihrem politischen Kontext und nicht zuletzt ihren sprachlichen Formen dringend geboten.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

»Die Sprache der Befreiung« ist Zeugnis eines (selbst)kritischen Durcharbeitens der eigenen theoretischen wie politischen Herkünfte und zeigt damit, was es heißen kann, ›Feminismus aus postkolonialer Perspektive neu zu denken‹, wie es im Gutachten zur zugrunde liegenden Dissertationsschrift von Sabine Hark heißt. Indem es das Wirken der zuerst von Ann-Laura Stoler diagnostizierten colonial aphasia nachvollzieht, leistet das Buch einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der aktuellen Identitätskrise der französischen Gesellschaft.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Frage danach, wie das Verhältnis von Sexismus und Rassismus beschrieben und analysiert werden kann und wie beide Gewalt- und Herrschaftsformen in ihren vielfältigen Erscheinungen bekämpft werden können, steht ganz oben auf der Agenda kritischer Forschung. »Die Sprache der Befreiung« stellt diese Frage an den feministischen Gerechtigkeitsdiskurs.

Das Buch leistet zudem einen wichtigen Beitrag zur historischen Forschung zu Feminismus und Frauenbewegung in Europa, denn es macht Quellen zugänglich, die bislang weder im deutsch- noch im französischsprachigen Kontext bearbeitet worden sind.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Feminist_innen und allen, die sich fragen, wie sich Denken und Handeln dekolonialisieren lassen!

5. Ihr Buch in einem Satz:

»Die Sprache der Befreiung« zeichnet das feministische Sprechen von Sexismus und Rassismus nach und zeigt damit, auf welche Weise die neue Frauenbewegung Teil des postkolonialen Frankreichs ist.

»Die Stärke der Arbeit liegt in der Untersuchung des metaphorischen Sprechens der französischen Frauenbewegung über Rassismus, das ihn trotz der formalen Benennung inhaltlich dethematisiert.«
Clara Woopen, Bulletin Info, 57 (2018)
»[Das] Buch bietet einen spannenden und kritischen Einblick in deren Umgang mit Rassismus und gibt Anregungen für heutige feministische Debatten um Rassismus und Sexismus.«
https://www.links-lesen.de, 7 (2018)
Autor_in(nen)
Aline Oloff
Buchtitel
Die Sprache der Befreiung Frauenbewegung im postkolonialen Frankreich
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
240
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3878-3
DOI
Warengruppe
1726
BIC-Code
JFSJ JFSL HBTR
BISAC-Code
SOC032000 SOC031000 POL045000
THEMA-Code
JBSF JBSL1 NHTR
Erscheinungsdatum
2018-01-30
Auflage
1
Themen
Postkolonialismus, Rassismus, Geschlecht
Adressaten
Gender Studies, Frankreichstudien, Soziologie, Geschichte, Soziale Bewegungsforschung, Literaturwissenschaft
Schlagworte
Frankreich, Frauenbewegung, Feminismus, Gerechtigkeitsdiskurs, Sprachlosigkeit, Postkolonialismus, Kolonialismus, Identitätskrise, Rassismus, Sexismus, 1970er Jahre, Zeitschriften, Graue Literatur, Gender, Gender Studies, Europa, Kulturwissenschaft

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