Medien und Normkonstruktion

Zur Darstellung von Pädophilie, Missbrauch und Familie im »Tatort«

Wie tragen mediale Repräsentationen zur Konstruktion von Ungleichheit bei?

Marlies Klamt vergleicht, wie die brisanten Themen Pädophilie und sexueller Missbrauch in fiktionalen »Tatort«-Folgen sowie journalistischen Beiträgen dargestellt werden. Im Zentrum der Studie steht der Normmensch, dessen Machtposition angreifbar wird, wenn er als pädosexueller Täter auftritt. Durch die kultursemiotische, medienwissenschaftliche Methodik und die Verknüpfung von weißseinskritischer Perspektive mit einem intersektionalen Ansatz erweitert Marlies Klamt das theoretische und methodische Instrumentarium zur Erforschung von Ungleichheit.

39,99 € *

2017-08-07, 452 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3889-9

Sofort versandfertig,
Lieferzeit 3-5 Werktage innerhalb Deutschlands

Preise inkl. Mehrwertsteuer. Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands, für Ausnahmen siehe Details.

Mengenrabatt

Weiterempfehlen

Marlies Klamt

Marlies Klamt, Universität Mainz, Deutschland

... mit Marlies Klamt

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Massenmedien – auch fiktionalen – kommt eine maßgebliche Rolle bei der Bildung der öffentlichen Meinung zu. Durch mediale Repräsentationen kann Ungleichheit verstärkt oder abgebaut werden. Die Studie erörtert, welche Bedeutung Narrationen im Hinblick auf die Konstruktion sozialer Ungleichheit haben. Sie fördert somit das Verständnis für Mechanismen von Diskriminierung und Privilegierung und kann einen ersten Schritt auf dem Weg zu mehr Gleichberechtigung darstellen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch kombiniert kulturwissenschaftliche Theorien mit einem kultursemiotischen Ansatz sowie text- und filmwissenschaftlicher Methodik und eröffnet mit diesem innovativen Vorgehen neue Perspektiven auf die Differenz- und Ungleichheitsforschung. Durch die Berücksichtigung der Lenkung des Blickes auf den Normmenschen bei gleichzeitiger Beachtung der Verwobenheit ungleichheitsgenerierender Kategorien werden Mechanismen der Differenzmarkierung sichtbar, die ansonsten unsichtbar bleiben würden.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Im Vergleich zum angloamerikanischen Raum steht die kritische Weißseinsforschung und Intersektionalitätsforschung in Deutschland immer noch relativ am Anfang. Gerade im Hinblick auf das brisante und höchst aktuelle Thema Pädophilie und sexueller Missbrauch kann eine Kombinierung der beiden Ansätze zur Untersuchung der beliebtesten deutschen Fernsehserie ›Tatort‹ die aktuellen Debatten sowohl im Bereich der Differenz- und Ungleichheitsforschung als auch der Medienwissenschaften bereichern.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Kimberlé Crenshaw, US-amerikanische Juristin und Begründerin des Intersektionalitätsforschung.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch untersucht am Beispiel Pädophilie/sexueller Missbrauch wie in ›Tatort‹-Folgen und journalistischen Beiträgen über Narrationen Ungleichheiten verstärkt bzw. abgebaut werden.

Autor_in(nen)
Marlies Klamt
Buchtitel
Medien und Normkonstruktion Zur Darstellung von Pädophilie, Missbrauch und Familie im »Tatort«
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
452
Ausstattung
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-3889-9
DOI
Warengruppe
1729
BIC-Code
JFD JFDT APT JHBK5
BISAC-Code
SOC052000 PER010030 SOC000000
THEMA-Code
JBCT JBCT2 JHBK JBFW
Erscheinungsdatum
2017-08-07
Auflage
1
Themen
Medien, Fernsehen, Körper
Adressaten
Filmwissenschaft, Medienwissenschaften, Kulturwissenschaften, Journalistik, Narratologie, Soziologie
Schlagworte
Medien, Tatort, Intersektionalität, Pädophilie, Pädosexualität, Norm, Weißsein, Familie, Ungleichheit, Missbrauch, Macht, Fernsehen, Körper, Mediensoziologie, Sexualität, Soziale Ungleichheit, Soziologie

Unsere Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen bereitzustellen.

Datenschutzerklärung