Anerkennung und Widerstand

Lokale islamische Identitätspraxis in Hamburg

Der Topos »Islam in Europa« ist durch Dichotomisierung gekennzeichnet: Im öffentlichen und wissenschaftlichen Diskurs offenbart sich eine binäre Auseinandersetzung, die entweder muslimische Subjektivierung oder die Institutionalisierung des Islam verhandelt. Dabei werden Europa und der Islam als voneinander getrennte Einheiten konstruiert.

Laura Haddads ethnographische Fallstudien zeigen hingegen einen wechselseitigen Aushandlungsprozess von Islam und Europa, der diese Dichotomien in Frage stellt. Anhand der europäischen Metropole Hamburg werden Anerkennung und Widerstand als zwar ambivalente, aber einander bedingende Konzepte sichtbar.

34,99 € *

2017-05-26, 286 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3892-9

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Laura Haddad

Laura Haddad, Universität Hamburg und Universität Osnabrück, Deutschland

... mit Laura Haddad

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die öffentliche Debatte um Islam in Europa verharrt in der Problematisierung von scheinbar unvereinbaren europäischen und islamischenWerten. Der wissenschaftliche Diskurs zum Thema konzentriert sich entweder auf subjektive Formen muslimischer Lebensführung oder auf die Möglichkeiten der islamischen Inkorporierung in politische Ordnungssysteme. Das vorliegende Buch leistet einen Beitrag, um diese Dichotomien zu überwinden.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch eröffnet durch eine lokale, praxistheoretische und diskurskritische Perspektive eine neue Sichtweise auf die alltägliche Herstellung von Islam in der europäische Metropole Hamburg.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Als Topos in der sozialwissenschaftlichen Forschung scheint Islam in Europa allgegenwärtig. Die Aushandlung von islamischen Identitäten im europäischen Kontext und die Verortung von Islam in religionspolitischer Hinsicht sind höchst relevante Problemstellungen, deren Bearbeitung noch aussteht. Das Buch stellt den produktiven Umgang mit aktuellen Herausforderungen dar, ohne dass Konflikte und Grenzziehungen ignoriert werden.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Edward Said, Stuart Hall, Georg Simmel, Robert Park und Judith Butler

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die drei ethnographischen Fallstudien illustrieren die wechselseitige Aushandlung von Anerkennungsbestrebungen und widerständigen Praktiken, in deren Spektrum sich die Konstruktion von Islam in Hamburg vollzieht.

»Laura Haddad führt ihre ethnologische Forschung auf originelle Weise mit einer eigenen Theorie der Identitätskonstruktion in (post-)migrantischen Gesellschaften zusammen. Ihren Überlegungen zur Besonderheit islamischer Identitätspraxis folgen drei Hamburger Fallstudien, die spannende ethnographische Einblicke geben.
Das Buch [eröffnet] anregende und aktuelle Forschungsperspektiven.«
Alexander Krahmer, www.socialnet.de, 27.11.2017
Besprochen in:
BZgA-InfoDienst Migration, 4 (2017)
Autor_in(nen)
Laura Haddad
Buchtitel
Anerkennung und Widerstand Lokale islamische Identitätspraxis in Hamburg
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
286
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3892-9
DOI
Warengruppe
1545
BIC-Code
JFSR2 JFFN
BISAC-Code
SOC049000 SOC039000 SOC007000
THEMA-Code
QRPP JBSR JBFH
Erscheinungsdatum
2017-05-26
Auflage
1
Themen
Islam, Migration, Religion
Adressaten
Soziologie, Cultural Studies, Ethnographische Praxisforschung, Neue Kulturgeographie
Schlagworte
Islam, Hamburg, Lokalität, Europa, Ethnographie, Subjektivierung, Institutionalisierung, Anerkennung, Widerstand, Identität, Religion, Migration, Islamwissenschaft, Religionssoziologie, Kulturgeographie, Soziologie

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