Gegenwart und Zukunft des Musiktheaters

Theorien, Analysen, Positionen

Vor dem Hintergrund einer Öffnung gegenüber dem Fremden und Unerwarteten nimmt dieser Band eine Ortsbestimmung des zeitgenössischen Musiktheaters vor. Dazu geht er nicht nur auf neue Formate und Strategien ein, sondern verfolgt auch jene Differenzen oder Querstände der Künste untereinander, aus denen sich neue Möglichkeiten ihres Zusammenwirkens ergeben.

Begriffe wie Original, Adaption, Partitur, Autorschaft oder Komposition sind nicht mehr selbstverständlich und erfahren in künstlerischer Praxis und akademischem Diskurs neue Wendungen. Dies zeigen die Beiträge aus Musik-, Theater- und Tanzwissenschaft sowie der Philosophie.

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2018-03-29, 238 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3933-9

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Jörn Peter Hiekel

Jörn Peter Hiekel, Hochschule für Musik Dresden, Deutschland

David Roesner

David Roesner, Ludwig-Maximilians-Universität München, Deutschland

... mit den Herausgebern

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Das europäische Musiktheater befindet sich in fortwährendem Wandel. Immer öfter und immer deutlicher weichen neue Werke und Aufführungen von den im Repertoirebetrieb der Opernhäuser entstandenen Konventionen ab: Musiktheater findet neue Spielorte, neue mediale Formate, neue Formen der Autorschaft und Entstehung und neue Sujets. Vor allem verändert und weitet sich das Verständnis dessen, was ›Musik‹ heute ist und was ›Komponieren‹ – für die Bühne und mit der Bühne – heute heißt. Das Buch ist also der Versuch einer Standortbestimmung: Wo steht das Musiktheater, wohin geht es und wie lässt es sich beschreiben und untersuchen?

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch eröffnet eine besonders interdisziplinäre Perspektive auf das heutige und zukünftige Musiktheater. Das ist auch nötig, weil das zeitgenössische Musiktheater die Grenzen dessen, was sich rein musik- oder theaterwissenschaftlich betrachten ließe, häufig sprengt. Im Buch kommen daher z.B. auch philosophische, tanztheoretische oder poetologische Ansätze zu Wort. Immer wieder steht dabei das Verhältnis von Werk und Aufführung zur Debatte, weil beide Begriffe in Bezug auf das heutige Musiktheater nicht mehr ohne Weiteres greifen. Entstehung, Autorschaft und Gestalt von ›Werken‹ sind heterogen und fluide, Aufführungen in höherem Maße als im Repertoirebetrieb vergänglich, einmalig und auf die Ko-Autorschaft des Publikums angewiesen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Sowohl in der Musik- als auch der Theaterwissenschaft nimmt das Musiktheater einen eher untergeordneten Stellenwert ein – was auch an den methodischen Schwierigkeiten liegt, die seine Analyse mit sich bringt. Dem zeitgenössischen Musiktheater kommt dabei wiederum nur ein Bruchteil der Beachtung zu. Dieser Band ist somit ein weiterer Beitrag, um die nach wie vor erheblichen Forschungslücken zu schließen. Bestehende Ansätze der letzten zwei Jahrzehnte werden dabei aufgegriffen und weitergedacht. Außerdem soll der Band neue Anstöße in Bezug auf die Themen und Untersuchungsmethoden liefern und den Austausch zwischen den Fachkulturen stärken.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren? Mit aufgeweckten Studierenden und diskutierfreudigen Musiktheaterschaffenden.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch ist eine Standortbestimmung des gegenwärtigen Musiktheaters in seinem Facettenreichtum und untersucht dieses aus einer Vielzahl von Perspektiven und Disziplinen.

»Das Buch gibt in informativer und auch in teils polemischer Argumentation einen Überblick über die Funktion und die Aufgaben des Musiktheaters in der heutigen Kulturlandschaft mit einer aussagekräftigen Beschreibung von durchgeführten Projekten und mit der Darstellung von Perspektiven für eine Weiterentwicklung, von dem was man heute als neues Musiktheater benennen will.«
Peter Dahms, Operninfo Berlin, 23.04.2018
Autor_in(nen)
Jörn Peter Hiekel / David Roesner (Hg.)
Buchtitel
Gegenwart und Zukunft des Musiktheaters Theorien, Analysen, Positionen
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
238
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-3933-9
DOI
10.14361/9783839439333
Warengruppe
1591
BIC-Code
AVA AN
BISAC-Code
MUS020000 PER011020
THEMA-Code
AVA ATD
Erscheinungsdatum
2018-03-29
Auflage
1
Themen
Theater, Musik
Adressaten
Musikwissenschaft, Theaterwissenschaft, Philosophie, Creative Industries, Tanzwissenschaft, Literaturwissenschaft sowie Komponist_innen, Regisseur_innen und Dramaturg_innen,
Schlagworte
Musiktheater, Experiment, Komposition, Inszenierung, Festival, Musikwissenschaft, Theaterwissenschaft, Literaturwissenschaft, Tanzwissenschaft, Philosophie, Musik, Theater, Theatergeschichte, Musikgeschichte

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