»nicht, weil wir es für schön halten«

Zur Rolle des Schönen in der Denkmalpflege

Das Schöne wird seit den Anfängen denkmaltheoretischer Überlegungen als wertstiftende Kategorie explizit ausgeklammert. Gleichzeitig wird es implizit ständig verhandelt, sei es im theoretischen Kontext oder in der Auseinandersetzung um das »schöne« Denkmal in der Praxis.

Ausgehend von dieser Diskrepanz untersucht Stephanie Herold die Rolle des Schönen in der Denkmalpflege von deren Anfängen im 19. Jahrhundert bis in die heutige Zeit. Dabei geht sie nicht nur möglichen historischen Gründen für das ambivalente Verhältnis der Denkmalpflege zum Schönen nach, sondern fragt zudem, ob ein anderer Umgang mit dem Thema möglich ist, um neue Potenziale zu erschließen.

44,99 € *

2018-01-19, 428 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3936-0

Sofort versandfertig,
Lieferzeit 3-5 Werktage innerhalb Deutschlands

Preise inkl. Mehrwertsteuer. Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands, für Ausnahmen siehe Details.

Mengenrabatt

Weiterempfehlen

Stephanie Herold

Stephanie Herold, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Deutschland

... mit Stephanie Herold

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die Auseinandersetzung mit dem Schönen ist in der Denkmalpflege unterrepräsentiert, obwohl im Grunde bekannt ist, dass die vermeintliche Schönheit oder nicht-Schönheit eines Objektes gerade in kontroversen Denkmaldebatten unterschwellig durchaus eine Rolle spielt. Ich halte es daher für wichtig, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und es nicht aus den fachlichen Diskursen zu verdrängen – auch um Kompetenzen für Diskussionen in der Praxis auszubilden.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Ich betrachte ›das Schöne‹ nicht als Wert an sich, sondern als (soziale) Konstruktion, die unter dem abstrakten Begriff des Schönen unterschiedliche positive Konnotationen zusammenführt. Dieses Verständnis ermöglicht die konstruktive und analytische Auseinandersetzung mit Schönheitsurteilen, die somit nicht als abschließendes ›Totschlagargument‹ verstanden werden können, sondern als Beginn einer Auseinandersetzung über Wertzuschreibungen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Schöne ist ein Randthema, auch in aktuellen Forschungsdebatten. Es wird zwar immer wieder angesprochen, vertiefende Forschungen zu dem Thema existieren in unserem Bereich jedoch nicht. Insofern kann man das Buch durchaus als Grundlagenwerk zu dem Thema verstehen, das Anstoß für weitere Diskussionen geben kann.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Ich fände es interessant, die Rolle des Schönen insgesamt in einem größeren fachlichen Rahmen mit Kolleginnen und Kollegen zu diskutieren. Mein Buch könnte dabei eine Grundlage für die Diskussion bilden, das Thema hätte es aber verdient, breiter diskutiert zu werden.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Obwohl keiner genau weiß, was ›das Schöne‹ eigentlich ist, spielt es doch immer irgendwie eine Rolle – und das zu jeder Zeit.

Besprochen in:
Stadt und Raum, 2 (2018)
Autor_in(nen)
Stephanie Herold
Buchtitel
»nicht, weil wir es für schön halten« Zur Rolle des Schönen in der Denkmalpflege
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
428
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3936-0
DOI
10.14361/9783839439364
Warengruppe
1582
BIC-Code
AC AM AB
BISAC-Code
ART015000 ARC010000 ART000000
THEMA-Code
AGA AM AB
Erscheinungsdatum
2018-01-19
Auflage
1
Themen
Kunst, Architektur
Adressaten
Kunstgeschichte, Architektur sowie Heimatvereine und Praktiker_innen im Bereich Denkmalpflege
Schlagworte
Denkmalpflege, Geschichte, Theorie, Schönheit, Kunst, Architektur, Kunstgeschichte, Kunstwissenschaft

Unsere Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen bereitzustellen.

Datenschutzerklärung