Neuer Nationalismus im östlichen Europa

Kulturwissenschaftliche Perspektiven

Im östlichen Europa leben in den letzten Jahrzehnten historische Mythen wieder auf: »Volkskultur« oder religiöse Traditionen tragen genauso zu einer nationalen Identitätspolitik bei wie jüngere Erinnerungsorte, beispielsweise aus dem Kontext Sport oder der Populärkultur. Mit Blick auf Polen, Tschechien, Russland, Bulgarien, Ungarn, Kroatien, die Slowakei sowie die Ukraine ethnografieren die Beiträge des Bandes diese Wiederentdeckung des Nationalen aus kulturwissenschaftlicher Perspektive. Sie beleuchten die Ursachen und Spezifika dieser aktuellen Entwicklungen in den postsozialistischen Ländern und gehen den Folgen für den europäischen Einigungsprozess nach.

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2017-11-09, 298 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3962-9

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Irene Götz

Irene Götz, LMU München, Deutschland

Klaus Roth

Klaus Roth, LMU München, Deutschland

Marketa Spiritova

Marketa Spiritova, LMU München, Deutschland

... mit den Herausgebern

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Das Thema ›neuer Nationalismus‹ ist seit einigen Jahren von höchster Aktualität und Brisanz. Dies gilt für das westliche Europa, in besonderem Maße jedoch für das östliche Europa, wo die Kombination von postsozialistischer Transformation, neo-kapitalistischer Globalisierung und forcierter EU-isierung in weitesten Schichten der Bevölkerung starke Gefühle von Verlust und Entfremdung und eine Sehnsucht nach dem ›Eigenen‹ erzeugt hat.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Der wichtige Unterschied zu anderen relevanten Publikationen liegt darin, dass die Beiträge des Bandes primär die auslösenden Faktoren und vor allem die Wirkungen des Nationalismus auf der Ebene der Alltagskultur und sozialen Praxis verschiedener Gesellschaften analysieren, daneben aber auch das politische Handeln der Eliten in den Blick nehmen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Wiederentdeckung des Nationalen in Europa verstärkt soziale und regionale Spaltungen und Ausgrenzungen und sie ist für die Zukunft der EU ein besonderes Problem. Gleichwohl bestehen gerade bezüglich des zunehmenden Alltagsnationalismus noch erhebliche Forschungsdefizite.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Kolleginnen und Kollegen aus den Sozial- und Kulturwissenschaften, insbesondere mit denjenigen, die lange Zeit vom postnationalen Zeitalter träumten und die Nationalismusforschung für obsolet hielten; aber auch mit politischen Entscheidungsträgern in den europäischen Ländern.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Der Band legt mit seinem ethnografischen Blick auf die Politiken, die Alltagspraktiken und kulturellen Formen des Nationalismus den Finger auf eines der wohl größten Probleme Europas, insbesondere der Europäischen Union.

»Der Band stellt mit seinen thematisch und methodisch vielseitigen Beiträgen einen aktuellen Einstieg in das Strukturphänomen des Neuen Nationalismus dar. Durch die Art der Forschungsbeiträge erhalten die Leser_innen ein vertiefendes Bild bzgl. aktueller Nationalismusforschungen sowie Einblicke in die jeweiligen Herausforderungen und alltägliche Situationen in den untersuchten Kontexten und Regionen.«
Andreas Schulz, https://soziologieblog.hypotheses.org, 19.03.2018
Besprochen in:
kv-Newsletter, 11 (2017)
Überblick, 1 (2018)
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.06.2018, Helmut Altrichter
Europäische Erziehung, 1 (2018)
www.pw-portal.de, 28.06.2018, Ana Luleva
https://www.pol-int.org, 13.11.2017, Katharina Kowalski
Autor_in(nen)
Irene Götz / Klaus Roth / Marketa Spiritova (Hg.)
Buchtitel
Neuer Nationalismus im östlichen Europa Kulturwissenschaftliche Perspektiven
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
298
Ausstattung
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-3962-9
DOI
Warengruppe
1733
BIC-Code
JPF JPFQ JPSN2
BISAC-Code
POL042000 POL042030 POL011000
THEMA-Code
JPF JPFQ JPSN
Erscheinungsdatum
2017-11-09
Auflage
1
Themen
Europa, Politik
Adressaten
Europäische Ethnologie, Kultur- und Sozialanthropologie, Kulturwissenschaften, Geschichtswissenschaften, Soziologie, Politikwissenschaften, Geschichtsdidaktik, Osteuropaforschung
Schlagworte
Nation-Building, Nationalismus, Östliches Europa, Ostmitteleuropa, Südosteuropa, Erinnerungskultur, Mythen, Heldenkult, Ethnografie, Populärkultur, Ethnische Minderheiten, Volkskultur, Postsozialistische Transformation, Politik, Europa, Politische Ideologien, Rechtsextremismus, Europäische Politik, Kulturanthropologie, Politikwissenschaft

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