WISSEN FORMEN

Performative Akte zwischen Bildung, Wissenschaft und Kunst. Erkundungen mit dem Theater der Versammlung

Was passiert, wenn die Sprache der Wissenschaften auf die Sprache der performativen Künste trifft? Welche Formen der öffentlichen Inszenierung, Darstellung und Versammlung laden dazu ein, sich auf die Produktivität der Fremdheit im Umgang mit Themen und Situationen, mit Anderen und mit sich selbst einzulassen?

Jörg Holkenbrink und das Theater der Versammlung gelten als Pioniere solcher Verhandlungspraxen und performativen Forschungen, die sie seit 1992 an der Universität Bremen und darüber hinaus in den unterschiedlichsten regionalen, überregionalen und internationalen Kontexten praktizieren. Der Band zeigt, wie diese Prozesse etliche neue grenzüberschreitende Formate zu Tage gefördert und dadurch innovative Inhalte evoziert haben. Die Autor_innen widmen sich diesen Neuorientierungen vor dem Hintergrund von Bildung, Wissenschaft und Kunst und anhand einer Vielzahl sich ergänzender Darstellungsweisen.

Inhalt

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 6
  2. Inhalt

    Seiten 7 - 10
  3. Einleitung der Herausgeberinnen

    Seiten 11 - 20
  4. PROLOG

    Seiten 21 - 24
  5. Performance in Philosophy/ Philosophy in Performance:

    Seiten 27 - 37
  6. Eine Bildungswissenschaftlerin und Performerin wandert zwischen den Welten

    Seiten 37 - 50
  7. Klick im Kopf - Ein Performer und Dramaturg hört auf innere Stimmen und spricht in Zitaten seiner Rollen

    Seiten 51 - 54
  8. "Being in Uncertainties" Über eine Didaktik des unverfügbaren Wissens

    Seiten 55 - 66
  9. Performative Ereignisformen in der Kunstpädagogik

    Seiten 67 - 74
  10. Ein Tanz zwischen Stühlen und Tischen Betrachtung vor Informatik-Hintergrund

    Seiten 75 - 82
  11. Kopfsprünge

    Seiten 83 - 88
  12. Auf dem Spielfeld der Formate Zur Entwicklung ästhetischer Sensibilitäten in der Welt der Wissenschaft

    Seiten 91 - 102
  13. The Conference as Performance Manifesto for the 3rd Biennial Performance Philosophy Conference in Prague 2017: "How does Performance Philosophy act? - Ethos, Ethics, Ethnography"

    Seiten 103 - 106
  14. TSCHECHOW - Eine Landpartie Performance als Feldforschung/ Feldforschung als Performance

    Seiten 107 - 112
  15. Reflexive Subjektivität in vermarktlichten Arbeitsorganisationen

    Seiten 113 - 124
  16. Ereignishaftigkeit und transmediale Verflechtungen

    Seiten 125 - 138
  17. Vom Potenzial des Performativen für die Transnationale Literaturwissenschaft

    Seiten 139 - 150
  18. Pas de trois Ein Sich-Bewegen im Möglichkeitsraum

    Seiten 151 - 170
  19. Am seidenen Faden Inszenieren im Bestattungsinstitut

    Seiten 173 - 178
  20. Schicksal spielen - Die Parzen zu Gast im Trauerraum

    Seiten 179 - 190
  21. Performance, Rituale, Wissenschaft und Sinne - Notizen zum Sehen anlässlich der Performance-Abende des Theaters der Versammlung im Rahmen der Sonderausstellung "Sie. Selbst. Nackt. - Paula Modersohn-Becker und andere Künstlerinnen im Selbstakt"

    Seiten 191 - 200
  22. Tanz der Erinnerung - Performative Nach(t)gespräche des Theaters der Versammlung als Schlüssel zum leiblichen Verstehen im Tanz

    Seiten 201 - 208
  23. speisen mit dem menschenfeind - erinnerung an eine produktion

    Seiten 209 - 212
  24. Theater-Produktion als modellhafte Konstitution von Gesellschaft

    Seiten 213 - 224
  25. Blockflötenorchester und Nagelstudios

    Seiten 225 - 234
  26. Das MO(B)BILE

    Seiten 235 - 238
  27. Herausgeberinnen, Jubilare, Autor*innen

    Seiten 239 - 248
  28. Bildnachweise

    Seiten 249 - 252
Mehr
29,99 € *

2018-04-30, 252 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3964-3

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Alice Lagaay

Alice Lagaay, Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Hamburg, Deutschland

Anna Seitz

Anna Seitz, Universität Bremen, Deutschland

... mit den Herausgeberinnen

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Im Prozess der Globalisierung treffen unterschiedliche Wissensformen auf oft ungewohnte Weise aufeinander. Insbesondere das Verhältnis von wissenschaftlichem Wissen, künstlerischem Wissen und dem sog. Alltagswissen gerät in immer neuen Konstellationen in Bewegung. Von daher ist es relevant, Voraussetzungen, Möglichkeiten und Wirkungen solcher differenzbewussten Grenzüberschreitungen zu erkunden.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Es ist zeitgemäß, wenn Protagonist_innen der darstellenden Künste die Theaterhäuser immer wieder verlassen und ihre performativen Strategien, Inszenierungen und Versuchsanordnungen in völlig neue Zusammenhänge einbetten, die auf andere Weise aktuelle Themen und Fragestellungen durchspielen. Performer_innen und ihr Publikum teilen so verstärkt die Verantwortung für die Qualität ihrer Begegnung. Die Arbeiten von Jörg Holkenbrink und dem ›Theater der Versammlung‹ zeigen Perspektiven dieser Kontext-Orientierung auf.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Nachdenken über und das Experimentieren mit performativen Strategien zwischen Bildung, Wissenschaft und Kunst leisten einen wichtigen Beitrag zu der Debatte über performative Forschung, Performanz in der Forschung, Wissenskulturen im Dialog sowie Wissenskulturen und ihre Aufführungen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Praktiker_innen und Theoretiker_innen der performativen bzw. darstellenden Künste, Kultur- und Bildungspolitiker_innen, Wissenschaftsjournalist_innen,

Wissenschaftler_innen und Studierende aller Fachrichtungen, Philosoph_innen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Souveränität riskieren: Transdisziplinäre Forschung, Kontext-orientierte Aufführungspraxen und die Arbeit des Theaters der Versammlung.

Autor_in(nen)
Alice Lagaay / Anna Seitz (Hg.)
Buchtitel
WISSEN FORMEN Performative Akte zwischen Bildung, Wissenschaft und Kunst. Erkundungen mit dem Theater der Versammlung
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
252
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3964-3
DOI
Warengruppe
1586
BIC-Code
AN PDR
BISAC-Code
PER011020 SCI075000
THEMA-Code
ATD PDR
Erscheinungsdatum
2018-04-30
Auflage
1
Themen
Theater, Wissenschaft, Kunst
Adressaten
Performance Studies, Theaterwissenschaften, Kulturwissenschaften, Erziehungs- und Bildungswissenschaften, Philosophie
Schlagworte
Künstlerische Forschung, Performativität, Wissenschaft und Kunst, Bildung, Forschendes Lernen, Performance Studies, Theater, Wissenschaft, Kunst, Theaterwissenschaft, Wissenschaftssoziologie, Kunstwissenschaft

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