WISSEN FORMEN

Performative Akte zwischen Bildung, Wissenschaft und Kunst. Erkundungen mit dem Theater der Versammlung

Was passiert, wenn die Sprache der Wissenschaften auf die Sprache der performativen Künste trifft? Welche Formen der öffentlichen Inszenierung, Darstellung und Versammlung laden dazu ein, sich auf die Produktivität der Fremdheit im Umgang mit Themen und Situationen, mit Anderen und mit sich selbst einzulassen?

Jörg Holkenbrink und das Theater der Versammlung gelten als Pioniere solcher Verhandlungspraxen und performativen Forschungen, die sie seit 1992 an der Universität Bremen und darüber hinaus in den unterschiedlichsten regionalen, überregionalen und internationalen Kontexten praktizieren. Der Band zeigt, wie diese Prozesse etliche neue grenzüberschreitende Formate zu Tage gefördert und dadurch innovative Inhalte evoziert haben. Die Autor_innen widmen sich diesen Neuorientierungen vor dem Hintergrund von Bildung, Wissenschaft und Kunst und anhand einer Vielzahl sich ergänzender Darstellungsweisen.

29,99 € *

2018-04-30, 252 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3964-3

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Alice Lagaay

Alice Lagaay, Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Hamburg, Deutschland

Anna Seitz

Anna Seitz, Universität Bremen, Deutschland

... mit den Herausgeberinnen

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Im Prozess der Globalisierung treffen unterschiedliche Wissensformen auf oft ungewohnte Weise aufeinander. Insbesondere das Verhältnis von wissenschaftlichem Wissen, künstlerischem Wissen und dem sog. Alltagswissen gerät in immer neuen Konstellationen in Bewegung. Von daher ist es relevant, Voraussetzungen, Möglichkeiten und Wirkungen solcher differenzbewussten Grenzüberschreitungen zu erkunden.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Es ist zeitgemäß, wenn Protagonist_innen der darstellenden Künste die Theaterhäuser immer wieder verlassen und ihre performativen Strategien, Inszenierungen und Versuchsanordnungen in völlig neue Zusammenhänge einbetten, die auf andere Weise aktuelle Themen und Fragestellungen durchspielen. Performer_innen und ihr Publikum teilen so verstärkt die Verantwortung für die Qualität ihrer Begegnung. Die Arbeiten von Jörg Holkenbrink und dem ›Theater der Versammlung‹ zeigen Perspektiven dieser Kontext-Orientierung auf.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Nachdenken über und das Experimentieren mit performativen Strategien zwischen Bildung, Wissenschaft und Kunst leisten einen wichtigen Beitrag zu der Debatte über performative Forschung, Performanz in der Forschung, Wissenskulturen im Dialog sowie Wissenskulturen und ihre Aufführungen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Praktiker_innen und Theoretiker_innen der performativen bzw. darstellenden Künste, Kultur- und Bildungspolitiker_innen, Wissenschaftsjournalist_innen,

Wissenschaftler_innen und Studierende aller Fachrichtungen, Philosoph_innen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Souveränität riskieren: Transdisziplinäre Forschung, Kontext-orientierte Aufführungspraxen und die Arbeit des Theaters der Versammlung.

Autor_in(nen)
Alice Lagaay / Anna Seitz (Hg.)
Buchtitel
WISSEN FORMEN Performative Akte zwischen Bildung, Wissenschaft und Kunst. Erkundungen mit dem Theater der Versammlung
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
252
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3964-3
DOI
10.14361/9783839439647
Warengruppe
1586
BIC-Code
AN PDR
BISAC-Code
PER011020 SCI075000
THEMA-Code
ATD PDR
Erscheinungsdatum
2018-04-30
Auflage
1
Themen
Theater, Wissenschaft, Kunst
Adressaten
Performance Studies, Theaterwissenschaften, Kulturwissenschaften, Erziehungs- und Bildungswissenschaften, Philosophie
Schlagworte
Künstlerische Forschung, Performativität, Wissenschaft und Kunst, Bildung, Forschendes Lernen, Performance Studies, Theater, Wissenschaft, Kunst, Theaterwissenschaft, Wissenschaftssoziologie, Kunstwissenschaft

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