Solidarität bilden

Sozialistische Pädagogik im langen 19. Jahrhundert

Während sozialistische Pädagogik lange Zeit vergessen schien, wird in jüngster Zeit vor dem Hintergrund der globalen Krise des Kapitalismus ihre Wiederentdeckung diskutiert. Robert Pfützner leistet mit seiner systematischen Rekonstruktion sozialistischen Nachdenkens über Solidarität und Pädagogik zwischen 1789 und 1918 einen Beitrag dazu und entwickelt die Idee einer aktuellen Pädagogik der Solidarität. Er stellt frühsozialistische, marxistische und sozialdemokratische Konzepte vor und legt dabei die erziehungs- und bildungstheoretischen Potenziale sozialistischer Traditionen jenseits der offiziellen Sowjet- und DDR-Rhetorik offen.

44,99 € *

2017-06-06, 340 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3966-7

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Robert Pfützner

Robert Pfützner, Potsdam, Deutschland

... mit Robert Pfützner

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Solidarität ist einer der politischen Schlagwörter, die so beliebt wie austauschbar sind. Ich fragte mich ob es möglich ist, diesen Begriff konkreter zu fassen, und für pädagogische Theorie fruchtbar zu machen. Denn gerade in den aktuellen gesellschaftlichen Auseinandersetzungen und Transformationsprozessen scheint mir die Frage danach, wie Lernen, Bildung und Zusammenleben solidarisch gestaltet werden kann, essentiell.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Für mich besonders überraschend war die Vielfalt sozialistischer Solidaritätsvorstellungen, die im 19. Jahrhundert diskutiert wurden. Viele dieser Theorien wurden vergessen oder verdrängt. In dieser Hinsicht öffnet das Buch die Perspektive auf die Unterschiedlichkeit sozialistischer Pädagogiken. Zum zweiten macht es deutlich, dass Kollektivpädagogik nicht zwangsläufig mit der Entwertung des Individuums einhergeht, sondern sich beides bedingt und eine gelingende Pädagogik der Solidarität diese Dialektik reflektieren muss.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

In den letzten Jahren werden Fragen von Solidarität als normativer Kategorie in der Pädagogik wieder stärker diskutiert, jedoch meist ohne Bezüge zur sozialistische Þ-U+201E-ÞTraditionÞ-U+201C-Þ herzustellen. Ich hoffe, mein Buch verdeutlicht, dass die kritische Auseinandersetzung mit sozialistischen Bildungstheorien viel analytisches und theoretisches Potential für diese aktuellen Diskussionen bietet.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Menschen, die Lust darauf haben, die Geschichte sozialistischer Pädagogik und der Arbeiter*innenbildung wieder zu entdecken, und an deren Weiterentwicklung und Aktualisierung zu arbeiten.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Wie kann die Dialektik solidarischer Gemeinschaftlichkeit und individueller Entfaltung pädagogisch zusammengedacht werden.

Besprochen in:
Allgemeine Deutsche Zeitung, 09.12.2017, Markus Fischer
Autor_in(nen)
Robert Pfützner
Buchtitel
Solidarität bilden Sozialistische Pädagogik im langen 19. Jahrhundert
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
340
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3966-7
DOI
10.14361/9783839439661
Warengruppe
1571
BIC-Code
JNA
BISAC-Code
EDU016000 EDU040000
THEMA-Code
JNB JNA
Erscheinungsdatum
2017-06-06
Auflage
1
Themen
Bildung
Adressaten
Pädagogik, Erziehungswissenschaft, Geschichte
Schlagworte
Pädagogik, Bildung, Solidarität, Arbeiterbewegung, Sozialismus, Marxismus, Bildungsgeschichte, Bildungstheorie

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