Kunst und Gender

Zur Bedeutung von Geschlecht für die Einnahme von Spitzenpositionen im Kunstfeld

Quantitative Perspektiven spielen in dem seit den 1970er Jahren intensivierten Diskurs um Kunst und Gender eine marginale Rolle. In besonderem Maße trifft dies für Positionen im Spitzensegment des internationalen Felds zu.

Katrin Hassler greift diese Leerstelle auf und liefert konkrete Zahlen zur Einnahme professioneller Positionen in diesem oft als feminisiert deklarierten Universum. Verschränkungen von Geschlecht, geografischer Herkunft und Bildungskapital sowie diachrone Entwicklungen stehen im Fokus und werden mittels des Ansatzes einer Gender-Kunstfeld-Theorie feldspezifisch analysiert, ohne dabei gesellschaftliche Machtverhältnisse aus dem Blick zu verlieren.

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2017-09-13, 310 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3990-2

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Katrin Hassler

Katrin Hassler, Leuphana Universität Lüneburg, Deutschland, Nuova Accademia di Belle Arti, Mailand, Italien

... mit Katrin Hassler

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Im weitgehend als feminisiert deklarierten Kunstfeld werden existente Ungleichheiten in der Einnahme professioneller Positionen häufig verkannt; zudem verlaufen Debatten im Diskurs um »Kunst und Gender« aufgrund mangelnder Bezugsdaten oft abseits der Fakten. Hier setzt das Buch an, indem es mittels einer internationalen Perspektive Analysen zu Künstler_innen, Galerist_innen sowie Museumsdirektor_innen liefert und das Thema anhand einer breiten Datenbasis und theoretischen Fundierung neu diskutiert.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Mit dem Buch liegt erstmals eine breite Datenbasis zu geschlechtlichen Ungleichheiten im internationalen Spitzenfeld der Kunst vor. Eine überfällige Perspektive insofern, als die Spitzen des Feldes heute in hohem Maße global zu denken sind. Zudem eröffnet die machtanalytische Herangehensweise einen differenzierten Blick auf Geschlechterungleichheiten im Kunstfeld in Relation zu anderen sozialen Feldern. Dies erlangt besondere Relevanz, wenn das Kunstfeld als Exempel der erzielten Gleichstellung dient – hier sollte immer die relative Distanz zu den Zentren der Macht mitgedacht werden.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Wir erleben gegenwärtig eine weitreichende Diskussion zu Geschlechterungleichheiten in nahezu allen Forschungsfeldern, was die Aktualität des Themas – aber auch den dringenden Bedarf an Veränderungen – verdeutlicht. Während der Diskurs um Kunst und Gender in der Kunstgeschichte längst zum festen Repertoire zählt, besteht von Seiten der Kunstsoziologie Nachholbedarf. Gerade die Integration kunsthistorischer und kunstsoziologischer Perspektiven halte ich für besonders fruchtbar, weshalb ich für eine Öffnung der primär idiographisch geführten Debatten um Kunst und Gender plädiere.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Linda Nochlin. Sie etablierte die Debatte bereits in den 1970er Jahren und trug maßgeblich zu deren Akzeptanz und Integration in den wissenschaftlichen Diskurs bei. Und natürlich mit Akteur_innen des Feldes, mit Cindy Sherman oder den Guerrilla Girls, mit Sheikha Hoor Al Qasimi oder auch Carolyn Christov-Bakargiev. Die Diskussion zu nicht existierenden »schwarzen Schwäninnen« im Kunstfeld würde ich gerne mit dem Philosoph und Mathematiker Nassim N. Taleb, Autor von »Der schwarze Schwan«, vertiefen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch bietet Daten und theoretische Reflexionen zu Geschlechterasymmetrien im internationalen Spitzenfeld der Kunst.

»Nicht nur spannende Empirie, sondern auch [eine] profunde Auseinandersetzung mit feministischer Theorie.«
KUPFZeitung, 165 (2018)
»Das Buch liefert [...] beachtliche Daten hinsichtlich Fragen wie inwieweit Geschlecht als Ungleichheitsdimension mit anderen Faktoren wie Generationenzugehörigkeit, geografischer Herkunft und ökonomischem Kapital verschränkt ist. Nach dem Lesen hofft man, dass Hasslers Daten aufgegriffen werden, dass der Forschung diesem spannenden Segment zukünftig eine größere Bedeutung zugedacht wird.«
Anabel Roque Rodrguez, www.kulturmanagement.net, 20.02.2018
Besprochen in:
Vier Viertel Kult, Winter 2017
www.chancengleichheit-in-sachsen.de, 10 (2017)
Das Argument, 325 (2018), Jens Kastner
Autor_in(nen)
Katrin Hassler
Buchtitel
Kunst und Gender Zur Bedeutung von Geschlecht für die Einnahme von Spitzenpositionen im Kunstfeld
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
310
Ausstattung
kart., z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-3990-2
DOI
Warengruppe
1729
BIC-Code
JHB ABA JFSJ ACX
BISAC-Code
SOC026000 ART009000 SOC032000 ART015110
THEMA-Code
JHB ABA JBSF AGA
Erscheinungsdatum
2017-09-13
Auflage
1
Themen
Kunst, Geschlecht
Adressaten
Kunstwissenschaft, Kunstgeschichte, Kunstsoziologie, Geschlechterforschung, Gender Studies, Soziologie, Kunstvermittlung, Bildende Kunst sowie Praktiker_innen aus Kunst, Kultur und Kulturpolitik
Schlagworte
Kunstsoziologie, Zeitgenössische Kunst, Geschlechterforschung, Gender Studies, Quantitative Analyse, Kunst und Gender, Gender-Kunstfeld-Theorie, Kunst, Gender, Kunstgeschichte des 21. Jahrhunderts, Kunstwissenschaft, Soziologie

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