Demokratie als Gefahr für die Republik

Andrew Jackson und warum die USA Tyrannen (nicht) fürchten sollten

Mit der Präsidentschaft Donald Trumps ist die Frage, wie viel direkten Einfluss das »einfache Volk« im politischen Willensbildungsprozess haben sollte, auf beiden Seiten des Atlantiks präsent. Doch bereits der 7. US-Präsident Andrew Jackson polarisierte und wurde von seinen Anhängern als Kandidat des Volkes und Heilsbringer gefeiert, der gegen eine korrupte Elite vorgehen würde. Auf die Lehren antiker Autoren zurückgreifend und die Geschichte untergegangener Republiken als mahnendes Exempel vor Augen, warfen seine Gegner ihm jedoch vor, eine Gefahr für die Republik darzustellen. Jan Hildenhagen zeigt, dass diese politisch ambivalent diskutierte Frage damit nicht neu ist, sondern von Beginn an maßgeblich zur Demokratisierung der USA beitrug.

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2017-07-20, 268 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3997-1

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Jan Hildenhagen

Jan Hildenhagen, Ruhr-Universität Bochum, Deutschland

... mit Jan Hildenhagen

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Dieses Buch soll zu einem intensiveren Diskurs über die Zukunft von Republik und Demokratie anregen. Nur durch Kenntnis der Anfänge des amerikanischen Parteiensystems und der ideologischen Ursprünge, können auch heutige Entwicklungen, auf beiden Seiten des Atlantiks, nachvollzogen werden. Bislang gab es im deutschsprachigen Raum jedoch kein Werk, welches sich mit dieser prägenden Zeit der amerikanischen Geschichte, der Jacksonian Era (ca. 1815-1845), intensiv auseinandersetzt.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch bietet Einblicke in das ideologische Weltbild von Trumps politischem Vorbild Andrew Jackson und seiner Zeitgenossen. Durch einen neuen Blickwinkel auf historische Ereignisse wird aufgezeigt, dass aktuellen Entwicklungen in den USA keineswegs neu, sondern seit der Staatswerdung Teil eines Diskurses über Demokratisierung und Zukunft der Republik sind. Hierbei nehmen idealisierte Vorstellungen von antiken Theorien und Geschichte eine wichtige Rolle ein.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Forschung hat das Geschichtsbild politischer Akteure der Folgegeneration der Gründerväter bislang weitestgehend ignoriert und die Bedeutung antiker Theorien und der Geschichte auf diese Personen vernachlässigt. Politische Entscheidungen wurden jedoch durch den Rückbezug auf die Antike nicht nur legitimiert, sondern aufgrund dieses Geschichtsbilds und konfirmatorischer Kognition getroffen. Dies war daher mit ausschlaggebend für die Entstehung des Parteiensystems in den USA.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Andrew Jackson. Da dies jedoch schwierig scheint, wäre Donald Trump eine Option, obwohl für mich eine Diskussion aus mehr als 140 Zeichen besteht. Besser ist daher die Frage: Wer möchte mit mir über das Buch diskutieren?

5. Ihr Buch in einem Satz:

Demokratie funktioniert einfach nicht.

Autor_in(nen)
Jan Hildenhagen
Buchtitel
Demokratie als Gefahr für die Republik Andrew Jackson und warum die USA Tyrannen (nicht) fürchten sollten
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
268
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3997-1
DOI
Warengruppe
1558
BIC-Code
HBJK HBLL JPHV
BISAC-Code
HIS036000 HIS037060 POL007000
THEMA-Code
NHK JPHV
Erscheinungsdatum
2017-07-20
Auflage
1
Themen
Politik, Kulturgeschichte, Amerika
Adressaten
Geschichte, Politik, Philosophie sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Andrew Jackson, Demokratie, Demokratisierung, Republik, Polybius, USA, Politik, Donald Trump, Amerika, Kulturgeschichte, Amerikanische Geschichte, Geschichte des 19. Jahrhunderts, Geschichtswissenschaft

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