Das Problem moralischen Wissens

Ethischer Relationalismus in Anschluss an Hegel

Gibt es objektive Werte oder Wertüberzeugungen? Worin manifestieren sie sich? In diesen Fragen besteht das Problem moralischen Wissens. Die etablierten metaethischen Theorien beanspruchen zwar plausible Antworten geben zu können, halten dabei jedoch an zwei problematischen Voraussetzungen fest: Ihnen liegt explizit oder implizit ein propositionaler Wissensbegriff und eine Dichotomie von Fakten und Werten zugrunde.

In Anschluss an die Philosophie Hegels entwickelt Florian Heusinger von Waldegge ein alternatives Theorieangebot, das die Dogmen der Moralphilosophie hinter sich lässt, ohne eine relativistische oder nonkognitivistische Rückzugsposition einnehmen zu müssen.

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2017-07-27, 334 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4003-8

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Florian Heusinger von Waldegge

Florian Heusinger von Waldegge, Universität Tübingen, Deutschland

... mit Florian Heusinger von Waldegge

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Bei der Frage um den Status moralischen Wissens handelt es sich um das zentrale Problem der Metaethik. Diese bringt mittlerweile eine kaum zu überschauende Anzahl von -ismen hervor, die ihrerseits jedoch von problematischen Voraussetzungen ausgehen. Der ethische Relationalismus will dieses Sortiment der -ismen deshalb nicht einfach erweitern, sondern die etablierten Theorietypen auf eine gemeinsame Problemwurzel zurückführen, um darauf aufbauend einen alternativen Zugang zum Thema zu entwickeln.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Einerseits eröffnet es neue Perspektiven für die (meta-)ethische Forschung. Denn werden die Dogmen der Moralphilosophie erst fallen gelassen, steht das etablierte Verständnis von Metaethik, normativer Ethik und anwendungsbezogener Ethik auf dem Spiel. Andererseits eröffnet das Buch aber auch neue Perspektiven für die Hegelforschung. Denn durch eine aristotelische Interpretation einschlägiger Begriffe und Argumente Hegels ergeben sich neue Lösungsperspektiven für gegenwärtige Probleme.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

In der philosophischen Forschung werden die zweifelsohne wichtigen Unterscheidungen zwischen empirischem und moralischem Wissen, deskriptiven und normativen Urteilen, Sein und Sollen oder Fakten und Werten oft als dichotomische Gegensätze begriffen. Das Buch leistet einen Beitrag um die daraus resultierenden Probleme zu lösen, indem es eine Brücke zwischen der sprachanalytischen Philosophie und der klassischen kontinentaleuropäischen Philosophie baut.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Prinzipiell diskutiere ich gerne mit allen Studierenden und Forschenden, die sich mit systematischen Fragen der Ethik, mit dem Pragmatismus oder mit Hegel beschäftigen. Daneben würde es mich besonders freuen, mit benachbarten Fachdisziplinen, etwa der Soziologie, Pädagogik oder Geschichtswissenschaft, ins Gespräch zu kommen. Denn indem die Arbeit auf die Bedeutung individueller und kollektiver Lernprozesse hinweist, betont sie gleichzeitig den Zusammenhang von philosophischer und empirischer Forschung.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Es gibt moralisches Wissen und moralische Objektivität – aber in einem anderen Sinn, als die meisten Philosoph*innen und Nicht-Philosoph*innen bis heute denken.

Buchtitel
Das Problem moralischen Wissens Ethischer Relationalismus in Anschluss an Hegel
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
334
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-4003-8
DOI
Warengruppe
1521
BIC-Code
HPQ HPC HPCF
BISAC-Code
PHI005000 PHI016000 PHI020000
THEMA-Code
QDTQ QDH QDHR3
Erscheinungsdatum
2017-07-27
Auflage
1
Themen
Ethik
Adressaten
Philosophie, Ethik
Schlagworte
Ethik, Metaethik, Moral, Philosophie, Moralphilosophie, Pragmatismus, Idealismus, Hegel, Deutsche Philosophiegeschichte

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