Die Côte des Allemands

Eine Migrationsgeschichte im Louisiana des 18. Jahrhunderts

»Tüchtig, arbeitsam und diszipliniert«, so präsentierten die französischen und spanischen Kolonialbeamten die »deutschen« Siedler Louisianas in ihren frühen Briefen und Journalen. Andreas Hübner folgt den Spuren dieser »Mustermigranten« des 18. Jahrhunderts, die nur wenige Meilen flussaufwärts von New Orleans am Mississippi eine neue Heimat fanden – und bietet zugleich eine Einführung in die frühe Geschichte Louisianas. Basierend auf Ansätzen der historischen Migrationsforschung und der Kulturgeschichte erforscht er das Sprechen über die »Deutschen«, entschlüsselt die kolonialen Diskurse um das Deutschsein und liefert damit auch einen bemerkenswerten Beitrag zu aktuellen Debatten der Migrationspolitik.

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2017-12-04, 286 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4006-9

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Andreas Hübner

Andreas Hübner, Europa-Universität Flensburg, Deutschland

... mit Andreas Hübner

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Migration und Migrationspolitik sind derzeit in aller Munde. Die Diskussionen und Debatten werden dabei oftmals ahistorisch geführt. Die Studie zur ›Côte des Allemands‹ und zu den ›Deutschen von Louisiana‹ wirkt diesem Trend entgegen: Zum einen historisiert die Studie das Phänomenen Migration, zum anderen legt die Studie die Mechanismen offen, die dem Sprechen über Migration und Migrant_innen zugrunde liegen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Mit Hilfe von Ansätzen der Migrationsforschung und der Kulturgeschichte entschlüsselt die Studie das Sprechen über die ›Deutschen‹ sowie die kolonialen Diskurse um das ›Deutschsein‹ im Louisiana des 18. Jahrhunderts. Es entlarvt das ›Deutsche‹ und ›Deutschsein‹ als soziale und kulturelle Konstrukte, die mit Bedeutungen versetzt und zu Wirklichkeiten erhoben wurden. Die Studie vertieft somit unser Verständnis dafür, wie koloniale Akteure über Migration sprachen, warum einige Migrant_innen positiv und andere negativ bewertet, warum europäische Migrant_innen von afrikanischen Sklav_innen und indianischen Gruppen abgegrenzt wurden.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Zunächst leistet die Studie historische Grundlagenforschung und entflechtet das Wirrwarr von Mythen und Legenden um die Migrationsgeschichte des kolonialen Louisiana. Darüber hinaus nimmt die Studie eine Perspektivverschiebung vor: Anstatt allein die Bedingungen und Begebenheiten der Migration zu untersuchen, spürt die Studie konsequent dem Sprechen über Migration und Migrant_innen nach. Dieses Sprechen hatte freilich wenig mit den ›realen‹ Gegebenheiten zu tun, sondern verlief entlang der Grenzen des Sagbaren – und exakt diese Grenzen gilt es in aktuellen Forschungsdebatten zu erkunden!

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Wie konstatiert, die Themen Migration und Migrationspolitik sind derzeit in aller Munde. Entsprechend muss die Frage eher heißen: Mit wem muss ich meine Studie und deren Ergebnisse – wohl oder übel – diskutieren; und dabei fallen mir eine Reihe von Akteuren und Institutionen ein, denen die Dekonstruktion des Sprechens über Migration und Migrant_innen wenig gelegen kommt ...

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die Studie führt vor, dass Migrationsforschung abseits der Bedingungen und Begebenheiten des Migrationsprozesses immer auch das Sprechen über Migration hinterfragen und untersuchen sollte, ob im kolonialen Louisiana oder in anderen historischen Zeiten und Räumen.

Autor_in(nen)
Andreas Hübner
Buchtitel
Die Côte des Allemands Eine Migrationsgeschichte im Louisiana des 18. Jahrhunderts
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
286
Ausstattung
kart., farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-4006-9
DOI
10.14361/9783839440063
Warengruppe
1558
BIC-Code
HBJK HBTQ JFFN
BISAC-Code
HIS036000 HIS037000 SOC007000
THEMA-Code
NHK NHTQ JBFH
Erscheinungsdatum
2017-12-04
Auflage
1
Themen
Migration, Kulturgeschichte, Amerika
Adressaten
Geschichtswissenschaften, Kulturwissenschaften, Amerikanistik
Schlagworte
Nordamerikanische Geschichte, Migrationsgeschichte, Kulturgeschichte, Kolonialgeschichte, Kolonialismus, Louisiana, New Orleans, Mississippi, Deutsche Migration, 18. Jahrhundert, Amerika, Migration, Amerikanische Geschichte, Geschichte der Frühen Neuzeit, Geschichtswissenschaft

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