Die Welt als Klassenzimmer

Subjektive Theorien von Lehrkräften über außerschulisches Lernen

Der angestammte Ort des Unterrichts ist das Klassenzimmer. Bei Unterrichtsgängen wird diese vertraute Lernumgebung verlassen und Schule findet außerhalb der Schule statt. In einer qualitativen Studie rekonstruiert Katharina Kindermann die Subjektiven Theorien von Grundschullehrkräften über dieses pädagogische Konzept am Beispiel des Lernortes Kirchenraum. Sie zeigt dabei, welche Besonderheiten die befragten Lehrpersonen dem außerschulischen Lernen zuschreiben – aber auch, inwieweit sie dieses im Duktus eines regulären Schulunterrichts denken.

49,99 € *

2017-10-02, 394 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4020-5

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Katharina Kindermann

Katharina Kindermann, Universität Siegen, Deutschland

... mit Katharina Kindermann

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Schulpädagogisch betrachtet sind Unterrichtsgänge ein faszinierendes Thema. Lehrkräfte und Schüler_innen verlassen das Schulgelände, um Lerngegenständen in einer authentischen und originalen Umgebung zu begegnen. Auf der einen Seite unterscheidet sich außerschulisches Lernen damit vom alltäglichen Unterricht im Klassenzimmer, auf der anderen Seite ereignet es sich im schulischen Kontext und bleibt damit an den institutionellen Rahmen der Schule rückgebunden.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Es sind die Lehrkräfte, die entscheiden, ob überhaupt und wenn ja, wie außerschulisches Lernen umgesetzt wird. Die Rekonstruktion ihrer Subjektiven Theorien über Unterrichtsgänge ermöglicht einen Einblick, welche Schwerpunkte Lehrer_innen inhaltlich und methodisch-didaktisch beim Lernen außerhalb des Klassenzimmers setzen, welche pädagogischen Konzepte sie damit verbinden, aber auch, welche Problemfelder sie identifizieren oder wie sie den Einfluss ihrer eigenen Haltung gegenüber dem außerschulischen Lernort auf ihr unterrichtliches Handeln einschätzen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Außerschulisches Lernen ist aus der Perspektive der Schüler_innen bereits umfangreich erforscht. Die Perspektive der Lehrkräfte blieb bislang weitgehend unbeachtet. Vor allem ein qualitativer Zugang, der tiefe Einblicke in ihre Denkweisen ermöglicht, fehlte bislang. Hier möchte das Buch eine Forschungslücke schließen, zeigt aber gleichzeitig auch auf, dass weiterer Forschungsbedarf besteht. So beschränkt sich der vorliegende Band auf die Subjektiven Theorien der Lehrpersonen, untersucht aber nicht ihr unmittelbares Handeln in der Unterrichtspraxis.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Meine Arbeit ist aus der Schulpraxis inspiriert. Deshalb würde ich das Buch gerne mit Lehrkräften diskutieren, also mit denjenigen, die in der Praxis für die Umsetzung von Unterrichtsgängen verantwortlich sind.

5. Ihr Buch in einem Satz:

In der Theorie sind Unterrichtsgänge als Gegenentwurf zum alltäglichen Lernen in der Schule angelegt, in den Vorstellungen der Lehrkräfte aber in vielen Punkten dem Lernen im Klassenzimmer sehr ähnlich.

Besprochen in:
http://www.bvkirchenpaedagogik.de, 5 (2018)
Autor_in(nen)
Katharina Kindermann
Buchtitel
Die Welt als Klassenzimmer Subjektive Theorien von Lehrkräften über außerschulisches Lernen
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
394
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-4020-5
DOI
10.14361/9783839440209
Warengruppe
1572
BIC-Code
JNA
BISAC-Code
EDU036000
THEMA-Code
JNA
Erscheinungsdatum
2017-10-02
Auflage
1
Themen
Religion, Bildung
Adressaten
Empirische Bildungsforschung, Schulpädagogik, Grundschulpädagogik, Religionspädagogik
Schlagworte
Unterrichtsgänge, Außerschulisches Lernen, Grundschule, Subjektive Theorien, Kirchenraum, Klassenzimmer, Schulunterricht, Bildung, Bildungsforschung, Pädagogik

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