Jim Jarmusch: Musik und Narration

Transnationalität und alternative filmische Erzählformen

Auf einem »Boot inmitten des Atlantik« sieht der amerikanische Independent-Regisseur Jim Jarmusch seine stilistische Position: in einem Meer transnationaler Einflüsse, deren Wellen seine Produktion und Filmerzählungen prägen. Doch das Boot bliebe ohne den Wind der Filmmusik mit schlaffem Segel liegen.

Benedikt Feiten nutzt Filmwissenschaft, Musikwissenschaft und transnational orientierte Amerikanistik, um deren narrative Funktionen zu ergründen. Er zeigt, wie die Musik ein Erzählsystem stützt, das nicht auf Entwicklung, sondern auf Wiederholung und Variationen aufbaut. Dies eröffnet über Jarmuschs Werk hinaus Ansätze, um alternative filmische Erzählformen aus einer neuen Perspektive zu betrachten.

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2017-12-04, 208 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4024-3

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Benedikt Feiten

Benedikt Feiten, München, Deutschland

... mit Benedikt Feiten

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Um sich auch mal Filmerzählungen zu nähern, die sich nicht hauptsächlich aus Entwicklung und Konfliktstrukturen speisen und um der Diskussion von Musik gerade in alternativen Narrationen Impulse zu geben.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Es zeigt allgemein, wie eine Poetologie, die auf Wiederholung und Variation fußt, Erzählungen durch motivische Rhythmen und nuancierte Abweichungen (musikalisch, visuell, zitierend) strukturiert – es zeigt aber auch speziell, wie Jarmusch-Filme aus diesen Verfahren ihre Spannung und ihre Reibungen ziehen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Es verknüpft Debatten über Grenzüberschreitungen ganz verschiedener Art und was sie in Gang setzen – mit (filmischen) Erzählformen, die aus solchen Übertretungen erwachsen. Dabei schafft das Thema auch Verbindungslinien zwischen Filmmusik und anderen filmnarrativen Diskursen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit allen, die an Wechselwirkungen von Musik, Ton, Bild, motivischen Rhythmen und erzählerischen Strukturen interessiert sind – ganz egal, ob sie als Musiker_innen, Regisseur_innen oder Autor_innen mit diesen Mitteln arbeiten, oder sich den daraus entstehenden Produkten wissenschaftlich oder kulturkritisch nähern.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Alles in allem ein ziemlich solider Track mit Samples von Edward Said, Marc Augé, Woody Allen, Harmony Korine und vielen anderen.

»Feitens Perspektive auf die gestalterischen Mittel in ihrer Funktion als intertextuelle Verweise verschiedener kultureller Provenienz liefert einen wichtigen Beitrag in der Wahrnehmung von Jarmuschs Werk.«
Hannes Wesselkämper, r:k:m, 07.06.2018
»Vielfältig und aufschlussreich.«
Hans Helmut Prinzler, www.hhprinzler.de, 29.01.2018
Autor_in(nen)
Benedikt Feiten
Buchtitel
Jim Jarmusch: Musik und Narration Transnationalität und alternative filmische Erzählformen
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
208
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-4024-3
DOI
Warengruppe
1744
BIC-Code
JFD APFA AVA DSB
BISAC-Code
PER004030 MUS020000 LIT004020
THEMA-Code
JBCT ATF AVA DSB
Erscheinungsdatum
2017-12-04
Auflage
1
Themen
Popkultur, Amerika, Film, Musik
Adressaten
Filmwissenschaft, Musikwissenschaft, Medienwissenschaft, Amerikanistik, Kultur- und Sozialwissenschaften
Schlagworte
Filmmusik, Film, Jim Jarmusch, Musik, Transnationalität, Narratologie, Transnationaler Film, Amerika, Erzählsystem, Erzähltheorie, Musikwissenschaft, Amerikanistik, Medienästhetik, Medienwissenschaft

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