Hollywood und das Projekt Amerika

Essays zum kulturellen Imaginären einer Nation

Träume und Katastrophen haben das amerikanische Projekt von Anfang an begleitet. Das Kino ist der Ort, wo sie aufgegriffen, verhandelt und neu konzipiert wurden.

Die Essays dieses Bandes widmen sich den kulturellen Imaginationen Amerikas als einer Geschichte der Heimsuchungen.

Elisabeth Bronfen stellt dazu Crossmapping als ein Verfahren vor, welches Verbindungslinien zwischen Literatur, Film und anderen Medien aufzeigt, etwa das kulturelle Nachleben von Shakespeare und Wagner in Hollywood. Auch analysiert sie die ästhetische Verschränkung von Weiblichkeit und Tod, mit besonderem Fokus auf der Figur der Femme Fatale, und stellt die Praktiken und Strukturen der kinematischen Re-Imagination von Geschichte vor.

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2018-01-19, 300 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4025-0

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Elisabeth Bronfen

Elisabeth Bronfen, Universität Zürich, Schweiz

... mit Elisabeth Bronfen

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die Essays in diesem Band bringen theoretische, literarische und filmische Texte miteinander ins Gespräch und kreisen zugleich um ein gemeinsames Anliegen: Das kulturelle Imaginäre Amerikas aus transatlantischer Sicht zu ergründen, als ein utopisches Projekt, an dem auch Europa immer Anteil genommen hat. Dabei gilt es, das schillernde Verhältnis von Gender, Tod und Ästhetik zu erörtern, das produktive Gespräch zwischen Kino und Philosophie, wie auch die mediale Re-Imagination von Geschichte.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Essays führen das hermeneutische Verfahren des Crossmapping vor. Dieses versucht nicht ausschließlich in theoretischen, literarischen und filmischen Texten Anliegen zu isolieren, für die im Sinne der Intertextualität eine Bedeutung gefunden werden soll. Stattdessen gilt es, Texte unterschiedlicher Medien in Beziehung mit anderen zu setzen, die aufgrund gewisser Ähnlichkeiten als deren Umschrift verstanden werden können, um zugleich über die Differenzen nachzudenken, welche überhaupt erst im Prozess der Lektüre entstehen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Essays nutzen eine serielle Herangehensweise, um herauszuarbeiten, wie das Reale der Geschichte eine nachträgliche ästhetische Formalisierung gefunden hat, auf die anschließend immer wieder zurückgegriffen wird. Dabei gilt es, den Blick dafür zu schärfen, wie dieses Reale über die ästhetische Transformation Eingang findet ins kulturelle Imaginäre Amerikas. Dort abgespeichert kann es dem jeweiligen Zeitgeist entsprechend immer wieder neue Umschriften erfahren.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Errol Morris.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Hollywood stellt einen Denkraum, in dem Amerika über sich selber nachdenkt und das Unbehagen wie auch die Wunschträume der Nation verhandelt.

»Ein Denkbuch für Filmleser_innen.«
Johannes Binotto, Filmbulletin, 4 (2018)
O-Ton: »Der Ort, wo die amerikanische Kultur über sich nachdenkt« – Elisabeth Bronfen im Interview bei L.I.S.A. – Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung am 10.04.2018.
http://bit.ly/2GMmN0n
»Hervorragende Texte, die auch beim Wiederlesen Bestand haben.«
Hans Helmut Prinzler, www.hhprinzler.de, 23.02.2018
Autor_in(nen)
Elisabeth Bronfen
Buchtitel
Hollywood und das Projekt Amerika Essays zum kulturellen Imaginären einer Nation
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
300
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-4025-0
DOI
10.14361/9783839440254
Warengruppe
1510
BIC-Code
JFC JFD APFA DSB
BISAC-Code
SOC022000 PER004030 LIT004020
THEMA-Code
JBCC JBCT ATF DSB
Erscheinungsdatum
2018-01-19
Auflage
1
Themen
Amerika, Film, Kultur
Adressaten
Anglistik, Amerikanistik, Film und Medienwissenschaften, Kunstgeschichte, Amerikanische Geschichte
Schlagworte
Anglo-amerikanische Literatur, Film, Medien, Visuelle Kultur, Serialität, Gender Studies, Psychoanalyse, Re-Imagination der Geschichte, Crossmapping, Kulturelle Imagination, Hollywood, Femme Fatale, Kultur, Amerika, Cultural Studies, Amerikanistik, Kulturwissenschaft

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