Grenzfall Krieg

Zur Darstellung der neuen Kriege nach 9/11 in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur

Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 und der zunehmenden Beteiligung der Bundeswehr an internationalen Kampfeinsätzen werden Kriege und Terrorismus vermehrt in der Gegenwartsliteratur reflektiert. Ein wesentlicher Bestandteil dabei sind Grenzkonstruktionen wie Freund vs. Feind und Eigenes vs. Fremdes, die hinterfragt und neu ausgelotet werden.

Stephanie Willeke stellt verschiedene Kriegsakteure in den Mittelpunkt der Untersuchung und eröffnet so ein multiperspektivisches Bild der literarischen Verarbeitung gegenwärtiger Kriege in deutschsprachigen Romanen. Die Studie bietet sowohl neue Sichtweisen auf das Kriegsgeschehen als auch auf den gesellschaftlichen Diskurs zum Thema.

44,99 € *

2018-04-11, 454 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4035-9

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Stephanie Willeke

Stephanie Willeke, Universität Paderborn, Paderborn, Deutschland

... mit Stephanie Willeke

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die Themen Krieg und Terrorismus sind spätestens seit den Anschlägen vom 11. September 2001 nicht nur zentrale Bestandteile des politischen und medialen Diskurses, sondern sie haben auch langfristige Auswirkungen auf die Kultur und die Gesellschaft. Zudem benötigen sie neue Erklärungsmuster, weil etablierte Theorien, wie zu den klassischen Staatenkriegen, kaum mehr greifen können. Darauf aufbauend analysiere ich, wie die deutschsprachige Literatur an dem Deutungsrahmen von diesen Phänomenen mitarbeitet.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Meine Überlegungen werden von der Denkfigur der Grenze geleitet, die überschreitbar oder unüberwindbar ist und sich als Linie oder als Raum formieren kann, womit ich ein zentrales Moment für das Kriegsgeschehen aufgreife. Dabei geht es mir vor allem darum zu zeigen, wie die neuen Kriege in den Romanen aus der Perspektive von drei unterschiedlichen Kriegsakteuren zur Anschauung gebracht werden: aus Sicht der Bundeswehrsoldatinnen und -soldaten, der Kriegsreporter und der Terroristen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Gerade in der kulturwissenschaftlichen Forschung werden die gegenwärtigen Kriegsgeschehen und der islamistisch motivierte Terrorismus mit besonderer Intensität untersucht, um diese sehr heterogenen Phänomene in ihrer Komplexität zu erforschen und vereinfachenden Lösungsansätzen, wie sie zum Beispiel in der populistischen Rhetorik verstärkt auftreten, entgegenzuwirken.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Fachleuten aus den Disziplinen der Politologie, Soziologie und Islamwissenschaft, aber auch gerne mit Angehörigen der Bundeswehr sowie Akteuren aus den Bereichen der Medien und Politik und grundsätzlich mit jedem Menschen, der ein Interesse an diesem Thema hat.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch behandelt Grenzkonstruktionen, die sich in deutschsprachigen Romanen über den Themenkomplex der neuen Kriege auf verschiedenen Ebenen formieren.

Autor_in(nen)
Stephanie Willeke
Buchtitel
Grenzfall Krieg Zur Darstellung der neuen Kriege nach 9/11 in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
454
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-4035-9
DOI
Warengruppe
1563
BIC-Code
DSB
BISAC-Code
LIT004170 LIT000000
THEMA-Code
DSB
Erscheinungsdatum
2018-04-11
Auflage
1
Themen
Gewalt, Literatur
Adressaten
Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft, Politikwissenschaft, Sozialwissenschaft, Soziologie, Gender Studies
Schlagworte
Krieg, Neue Kriege, Terrorismus, Grenze, Grenzkonstruktionen, Gegenwartsliteratur, Kultur, 9/11, Auslandseinsatz der Bundeswehr, Bundeswehr, Kampfeinsätze, Kriegsdarstellungen, Kriegsberichterstattung, Literatur, Konflikt, Diskurs, Literatur, Gewalt, Germanistik, Allgemeine Literaturwissenschaft, Konfliktforschung, Literaturwissenschaft

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