Dynamiken der Wissensproduktion

Räume, Zeiten und Akteure im 19. und 20. Jahrhundert

Versteht man Wissen als das Ergebnis des menschlichen Bedürfnisses, Ordnung in die Welt zu bringen, so ist es sinnvoll, bei der Frage nach der Produktion dieses Wissens die grundlegenden Dimensionen menschlicher Aktivität als essentielle Analysekategorien zu wählen.

Der Band tut dies, indem er der räumlichen, zeitlichen und sozialen Dimension der Wissensproduktion besondere Aufmerksamkeit schenkt. Seine Beiträge machen dabei auf die Dynamiken aufmerksam, die auf individueller und institutioneller Ebene wirken und die Produktion von Wissen begünstigen oder aber auch behindern.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 6
  3. Vorwort

    Seiten 7 - 8
  4. Dynamiken der Wissensproduktion Einleitung

    Seiten 9 - 22
  5. RÄUMLICHE DYNAMIKEN: ZENTRUM UND PERIPHERIE

    Quarantines and Geoepidemiology The Protracted Sanitary Relationship between the Habsburg and Ottoman Empires

    Seiten 23 - 56
  6. Triangulation politischer Einflusssphären Die Vermessung Südosteuropas im Spiegel der österreichisch-ungarischen Balkanpolitik

    Seiten 57 - 90
  7. On the Implications of Creating Knowledge in Imperial Russia The Ethnographic Conceptualization of the Caucasus in the Mid-Nineteenth Century

    Seiten 91 - 122
  8. ZEITLICHE DYNAMIKEN: KONTINUITÄTEN UND BRÜCHE

    Heimat und Welt in konzentrischen Kreisen Wissenskanon und Vorstellungswelten in slowenischen Volksschullesebüchern um 1900

    Seiten 123 - 148
  9. Experten im Profil Museumsbedienstete als Wissensressource und Distinktionsmerkmal

    Seiten 149 - 174
  10. Das Wissen des modernen Staates Standardisierung und Internationalisierung als externe Einflussfaktoren in der staatlichen Wissenserzeugung

    Seiten 175 - 206
  11. DYNAMIKEN ZWISCHEN AKTEUREN: INSTITUTIONEN UND EXPERTINNEN

    Wege des Wissens Aspekte einer Wissensgeschichte der Sprachforschung am Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert am Beispiel Hugo Schuchardts

    Seiten 207 - 238
  12. The Expert as Messenger Media Philosophy and the Epistemology of the Inexact Sciences

    Seiten 239 - 258
  13. Zwischen Interpretation und Gestaltung Translation in den Sozial- und Geisteswissenschaften

    Seiten 259 - 292
  14. AutorInnen

    Seiten 293 - 298
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39,99 € *

2018-07-27, 298 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4041-0

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Wolfgang Göderle

Wolfgang Göderle, Universität Graz, Österreich

Manfred Pfaffenthaler

Manfred Pfaffenthaler, Universität Konstanz, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass Wissen als zentrale Ressource in historischen Prozessen gut als analytischer Ansatzpunkt geeignet ist, von dem aus sich Probleme aus einer neuen Perspektive bearbeiten, ausbreiten und auch zusammenhalten lassen. Ausgehend von verschiedenen Projekten und Forschungsdiziplinen haben wir uns über zwei Jahre getroffen um fundamentale Texte – von Foucault über Burke bis Latour – zu diskutieren. Dieses Buch ist das Ergebnis dieser langen und tiefen Auseinandersetzung einer Gruppe junger Kolleg_innen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Unser Buch lotet den Common Ground zwischen unterschiedlichen geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen aus, wenn es darum geht, wie man zu einer übergreifenden Verwendung eines transdisziplinären, analytischen Wissensbegriffes kommen könnte.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Wissen steht am Beginn einer Konjunktur, das steht außer Frage, und das Thema kommt – auch durch die Digitalisierung bedingt, immer stärker bei den Menschen an, bei Kolleg_innen, aber auch in öffentlichen Auseinandersetzungen. Wissen könnte einer der großen Begriffe des 21. Jahrhunderts sein, weil ihm ein implizites Ordnungsangebot innewohnt.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Sicher mit Bruno Latour, auf dessen (insbesondere ältere) Arbeiten von vielen Kolleg_innen hier zurückgegriffen wurde. Er ist ein sehr wandlungsfähiger Denker, und es wäre spannend zu sehen, wie er teilweise sehr alte Beobachtungen, über die er geschrieben hat, heute einschätzt.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Wie kann ein spezifisches Wissen in einer historischen Perspektive rekonstruiert und analysiert werden? Neun Annäherungen dazu finden Sie in diesem Band.

Besprochen in:
Operninfo Berlin, 02.09.2018, Peter Dahms
Buchtitel
Dynamiken der Wissensproduktion Räume, Zeiten und Akteure im 19. und 20. Jahrhundert
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
298
Ausstattung
kart., Klebebindung, 8 SW-Abbildungen, 1 Farbabbildung
ISBN
978-3-8376-4041-0
DOI
Warengruppe
1510
BIC-Code
PDX HBLL HBLW
BISAC-Code
SCI034000 HIS037060 HIS037070
THEMA-Code
PDX
Erscheinungsdatum
2018-07-27
Auflage
1
Themen
Wissenschaft, Kulturgeschichte
Adressaten
Geschichte, Soziologie, Translationswissenschaft, Science Studies
Schlagworte
Neuere Geschichte, Historische Soziologie, Wissen, Wissenschaftsgeschichte, Europa, Wissenschaftstheorie, Wissenschaftsphilosophie, Wissenschaftsökonomie, Wissenschaft, Kulturgeschichte, Geschichte des 19. Jahrhunderts, Geschichte des 20. Jahrhunderts, Geschichtswissenschaft

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