Radio als Hör-Spiel-Raum

Medienreflexion – Störung – Künstlerische Intervention

Künstlerisch-spielerische und medienreflexiv-operierende Interventionen im Radiophonen sind so alt wie das Radio selbst. Die in diesem Buch besprochenen Hörstücke der Radiogeschichte sind von einer intensiven Auseinandersetzung auf den Möglichkeitsraum zwischen dem Radio-Dispositiv und künstlerischen Darstellungs- und Inszenierungsformen geprägt. Gemeinsam ist ihnen eine medienreflexive Anlage sowie eine Ästhetik der Störung, die auf unterschiedlichen Ebenen operiert.

Im Zentrum von Bettina Wodiankas Studie steht eine interdisziplinär ausgerichtete Analyse, die medientheoretische wie medienhistorische, ästhetische und technische Überlegungen verschränkt.

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2018-07-13, 432 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4046-5

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Bettina Wodianka

Bettina Wodianka, Universität Basel, Schweiz

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Das Buch resultiert aus meiner anhaltenden Faszination für Erzählkulturen, ihre Inszenierungs- und Wirkungsweisen sowie damit verbundenen Wahrnehmungsprozesse. Bereits in der Frühzeit des Radio-Dispositivs entstehen variantenreiche Vermittlungsformen sowie medien- und materialästhetische Experimente, die auf inhaltlicher, formaler, medien- wie kunstkritischer Ebene mit verschiedenen Modi der Störung operieren. Das Buch stellt den Versuch einer ersten umfassenderen Annäherung dar.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die medienreflexiven Spielformen sind Resultat komplexer Auseinandersetzungen und Austauschprozesse mit Erzählformen und Inszenierungsmitteln unterschiedlicher Kontexte. Ich diskutiere diese über die Verschränkung medientheoretischer wie medienhistorischer, literarisch-ästhetischer und technischer Überlegungen. Zudem beziehe ich die einzelnen Poetologien mit ein, die sich im Produktionsakt ebenso auf die Radiokunst auswirken wie die medialen Technologien, auf die die Künstler_innen zurückgreifen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Der auditive Gestaltungsbereich erfährt zunehmend an Aufmerksamkeit, was sich m.E. dem wachsenden Dialog zwischen den Disziplinen verdankt. Dennoch stellen sowohl die Erforschung der Dynamiken wie Wirkungsweisen als auch ein Instrumentarium an Analysewerkzeugen nach wie vor ein Forschungsdesiderat dar. So werden radiokünstlerische Produktionen von Künstler_innen wie Rolf Dieter Brinkmann in breit angelegten Forschungsarbeiten etwa lediglich am Rande mit einbezogen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Ich diskutiere das Thema am liebsten mit all jenen, die Interesse an mitunter unkonventionellen Erzählweisen durch verschiedenste Hör- und Seherfahrungen haben, die sich für eine intermediale wie genuin interdisziplinäre Perspektive oder für den Zusammenhang von Ästhetik und Politik interessieren.

5. Ihr Buch in einem Satz:

»Radio als Hör-Spiel-Raum« ist eine Erkundung radiophoner Spiel-Räume als ästhetischer wie gesellschaftspolitischer Diskursraum.

Autor_in(nen)
Bettina Wodianka
Buchtitel
Radio als Hör-Spiel-Raum Medienreflexion – Störung – Künstlerische Intervention
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
432
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-4046-5
DOI
Warengruppe
1744
BIC-Code
JFD
BISAC-Code
SOC052000
THEMA-Code
JBCT
Erscheinungsdatum
2018-07-13
Auflage
1
Themen
Medien
Adressaten
Medienwissenschaft, Theaterwissenschaft, Kulturwissenschaft, Musikwissenschaft, Literaturwissenschaft
Schlagworte
Hörspiel, Radio, Medien, Kultur, Intermedialität, Intervention, Mediendispositiv, Darstellungsform, Inszenierung, Ästhetik der Störung, Produktionstechnik, Medienästhetik, Analoge Medien, Mediengeschichte, Medienwissenschaft

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