»Verworfene Frauenzimmer«

Geschlecht als Kategorie des Wissens vor dem Strafgericht

Frauen begehen kaum Gewaltverbrechen – Mord ist ein vorwiegend von Männern verübtes Delikt. Am spektakulären Einzelfall bilden sich normative Vorstellungen zu Macht, Gewalt, Sexualität und Geschlecht anhand der Konstruktion eines abnormalen Anderen ex negativo ab: Er führt vor, was die normale Frau, der normale Mann nicht sein kann.

Melanie Grütter zeigt, dass die Definition von krimineller Abweichung in Wissensdiskursen ausgesprochen wirkmächtig in Bezug darauf ist, wie Geschlecht gedacht wird. Ihre historische Analyse stützt sich auf bisher kaum oder gar nicht erschlossene Primärquellen und eröffnet Einblicke auf die Permanenz und den Wandel von Geschlechterverhältnissen bis in die gegenwärtigen Diskurse.

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2017-11-29, 284 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4058-8

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Melanie Grütter

Melanie Grütter, Basel/Zürich, Schweiz

»Melanie Grütter gelingt es mit ihrer Studie, den Blick auf einen bisher wenig erforschten Aspekt der Kriminologie- und Kriminalitätsgeschichte zu öffnen. Damit legt sie – nicht zuletzt dank ihrer ausführlichen theoretischen Überlegungen – auch eine Basis für weitere Forschung zum Thema weiblicher Kriminalität und vor allem auch in Bezug darauf, wie Weiblichkeit innerhalb von Strafrechtssystemen verhandelt und definiert wird.«
Eva Keller, Schweizerische Zeitschrift für Geschichte, 69/3 (2019)
Besprochen in:
WeiberDiwan, Sommer 2018
DHIVA, 3-6 (2018), Ulrich Brömmling
Autor_in(nen)
Melanie Grütter
Buchtitel
»Verworfene Frauenzimmer« Geschlecht als Kategorie des Wissens vor dem Strafgericht
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
284
Ausstattung
kart., Klebebindung, 21 SW-Abbildungen
ISBN
978-3-8376-4058-8
DOI
Warengruppe
1726
BIC-Code
JFSJ JKV JPA
BISAC-Code
SOC032000 SOC004000 POL010000
THEMA-Code
JBSF JKV JPA
Erscheinungsdatum
2017-11-29
Auflage
1
Themen
Geschlecht, Gewalt
Adressaten
Geschlechterforschung, Kulturwissenschaft, Geschichtswissenschaft, Historische Kriminalitätsforschung, Soziologie sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Geschlechterforschung, Wissensgeschichte, Gewaltkriminalität, Mord, Abweichung und Gender, Delikt, Konstruktivismus, Gender, Gewalt, Gender Studies, Kriminalsoziologie, Biopolitik, Kulturwissenschaft

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