Das Immaterielle ausstellen

Zur Musealisierung von Literatur und performativer Kunst

Im Museum kommt den Dingen eine entscheidende Wirkung zu. Das erweist sich besonders dann als Herausforderung, wenn – wie im Falle der Literatur und der Performancekunst – das vermeintlich »Eigentliche« als immateriell gilt. Die Beiträge des Bandes widmen sich der Frage, inwiefern materielle Dinge als Überbleibsel, Reste oder Relikte Erinnerungsstücke und Zeugen für eine kulturhistorische Entwicklung sein können oder ob sie vielmehr ein ästhetisches Erlebnis ermöglichen. Diskutiert werden Differenzen zwischen kulturtheoretischen Ansätzen, wissenschaftlichen Ansprüchen und praktizierter Kulturvermittlung, die sich im Umgang mit Konzepten der Aura, der Authentizität und der Originalität herauskristallisieren.

29,99 € *

2017-11-29, 280 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4078-6

Sofort versandfertig,
Lieferzeit 3-5 Werktage innerhalb Deutschlands

Preise inkl. Mehrwertsteuer. Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands, für Ausnahmen siehe Details.

Mengenrabatt

Weiterempfehlen

Lis Hansen

Lis Hansen, WWU Münster, Deutschland

Janneke Schoene

Janneke Schoene, WWU Münster, Deutschland, Universität Lund, Schweden

Levke Teßmann

Levke Teßmann, WWU Münster, Deutschland

... mit Janneke Schoene

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Ausgangspunkt war eine AG der Graduate School Practices of Literature, die sich Literaturausstellungen und kuratorischen Fragen widmen sollte. Parallel dazu fand eine Beschäftigung mit der Frage nach dem Ausstellen performativer Kunst statt. Beides sind an sich keine neuen Fragen, aber es schien uns anregend, diese im interdisziplinären Austausch aus verschiedenen Perspektiven und im Museum – Ort des Geschehens – zu diskutieren und die Ergebnisse zu verschriftlichen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch eröffnet eine interdisziplinäre Perspektive. Probleme, die sich beim Ausstellen von Büchern ergeben - zum Beispiel die Frage nach dem Wert des Manuskripts, des Erstdrucks, des ›Originals‹ etc. – sind auch für performative Kunst relevant. Zentral ist dabei auch ein Zusammendenken von Theorie und Praxis, die sich in diesem Fall oftmals unvermittelt gegenüberstehen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Thematik ist überaus aktuell: Disziplinen öffnen sich, Museen vernetzen sich, es findet eine rege Diskussion um die Zukunft von Museen und ihre Beziehung zu BesucherInnen und zugleich eine Kritik an der Figur des Kurators/der Kuratorin statt. Aber auch die zunehmende Digitalisierung birgt neue Herausforderungen, die von einigen Beiträgen thematisiert wird. Die Beiträge sind nicht zuletzt Berichte über Ausstellungen, die wiederum weiter verwertet werden können.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Museumsbesucher_innen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch versucht einen Spagat zwischen konkret-praktischen Analysen bzw. Betrachtungen aktueller Ausstellungen und theoretischer Perspektivierung.

Autor_in(nen)
Lis Hansen / Janneke Schoene / Levke Teßmann (Hg.)
Buchtitel
Das Immaterielle ausstellen Zur Musealisierung von Literatur und performativer Kunst
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
280
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-4078-6
DOI
Warengruppe
1581
BIC-Code
GM AB
BISAC-Code
ART059000 ART009000
THEMA-Code
GLZ AB
Erscheinungsdatum
2017-11-29
Auflage
1
Themen
Kunst, Museum, Literatur
Adressaten
Literatur-, Kunst-, und Kulturwissenschaft, Museologie, Kultur- und Kunstvermittlung sowie Kurator_innen, Museumsbesucher_innen und Praktiker_innen im Bereich Kunst und Kultur
Schlagworte
Museum, Literatur, Kunst, Ausstellung, Performance, Performancekunst, Kultur, Ästhetik, Aura, Authentizität, Originalität, Museumswissenschaft, Kunstpädagogik, Tanz

Unsere Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen bereitzustellen.

Datenschutzerklärung