Provokante Kommunikation

Strategien im politischen Umgang mit transnationalem Terrorismus

Die militärische Terrorismusbekämpfung der letzten eineinhalb Jahrzehnte gilt heute als kontraproduktiv. Hat der »War on Terror« die dschihadistischen Bewegungen tatsächlich gestärkt und ist er der Grund für ihre wachsende Anhängerzahl? Sebastian Langes kommunikations- und organisationstheoretischen Analysen gehen den Eskalationsmechanismen im Verhältnis von transnationalem Terrorismus und staatlicher Terrorismusbekämpfung nach. Die Studie zeigt: Der Identitätskonflikt zwischen modernen Gesellschaften und fundamentalistischer Weltanschauung lässt sich nur dann entschärfen, wenn sicherheitspolitische Überreaktionen vermieden werden.

29,99 € *

2019-11-29, 240 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4082-3

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Sebastian Lange

Sebastian Lange, Humboldt-Universität zu Berlin, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Seit dem 11. September 2001 rangiert das Thema Terrorismusbekämpfung weit oben auf der sicherheitspolitischen Agenda. Staaten haben im Innern Bürgerrechte eingeschränkt und militärische Einsätze im Ausland mit den Notwendigkeiten des ›Krieges gegen den Terror‹ begründet. Die Zahl der Anhänger eines dschihadistischen Weltbildes hat sich in diesem Zeitraum vervielfacht. Wie gelingt es terroristischen Provokationen, Staaten zu solch drastischen und wenig erfolgreichen Maßnahmen zu veranlassen? Warum fällt es Staaten so schwer, den (Miss-)Erfolg ihres Handelns zu evaluieren und ihre Strategie anzupassen?

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Dynamik der Eskalation zwischen globalem Dschihad und dem ›War on Terror‹ lässt sich mittels einer kommunikationstheoretischen Konfliktanalyse erklären. Die wechselseitige Negation von Identitäten erhöhte die gesellschaftliche Relevanz des Themas über objektivierbare Maßstäbe hinaus. Während dschihadistische Fundamentalisten die Moderne ablehnen, organisieren sich diese Gruppen auf eine sehr moderne, nämlich rational-bürokratische Weise. Sie entwickeln dadurch ihre Resilienz und Beständigkeit gegenüber Maßnahmen militärischer Bekämpfung. Auch der Ansatz der Tötung von Führungspersonal ist deshalb nicht erfolgreich.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Diskussion von Erklärungen für verschiedene Ausprägungen politischer Gewalt ist nach wie vor von höchster Relevanz. Diese Untersuchung beleuchtet insbesondere die konfliktverschärfenden Risiken identitätspolitischer Kommunikation, die unterbelichtete Rolle der Organisationsstrukturen von Gewaltgruppen und die Gelegenheiten schwacher Staatlichkeit.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Neben dem Austausch auf wissenschaftlichen Fachtagungen und dem Dialog in der Hochschullehre schätze ich insbesondere Begegnungen mit ›Praktikern‹ sowohl der inneren und äußeren Sicherheit als auch aus der Präventionsarbeit.

5. Ihr Buch in einem Satz:

»Don't do stupid things!« (Barack Obama)

Autor_in(nen)
Sebastian Lange
Buchtitel
Provokante Kommunikation Strategien im politischen Umgang mit transnationalem Terrorismus
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
240
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung
ISBN
978-3-8376-4082-3
DOI
Warengruppe
1737
BIC-Code
JPWL JPQB JFFS
BISAC-Code
POL037000 POL028000 POL033000 SOC026000
THEMA-Code
JPWL JPQB GTQ
Erscheinungsdatum
2019-11-29
Auflage
1
Themen
Globalisierung, Politik, Gewalt
Adressaten
Politikwissenschaft, Soziologie, Kommunikationswissenschaft
Schlagworte
Terrorismus, War on Terror, Terrorismusbekämpfung, Dschihadismus, Fundamentalismus, Al-Qaida, Islamischer Staat, Sicherheitspolitik, Kommunikation, Systemtheorie, Konstruktivismus, Politik, Gewalt, Globalisierung, Policy, Politische Theorie, Politikwissenschaft
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