Feministische Theorie und Kritische Medienkulturanalyse

Ausgangspunkte und Perspektiven

Welches Potenzial hat feministische Wissensproduktion für die kritische Medienforschung? In gegenwärtigen Medienkulturen sind die gesellschaftlich stets umkämpften Prozesse der Herstellung, Legitimierung, aber auch Transformation von Macht- und Herrschaftsverhältnissen unübersehbar mit medialen Repräsentationen, Technologien und Praktiken des Medienhandelns verwoben.

Der Band stellt wegweisende Beiträge feministischer Theoriebildung (u.a. von Adrienne Rich, bell hooks, Donna Haraway und Judith Butler) vor, die von ausgewiesenen Autor_innen in ihrer Bedeutung für eine gesellschaftstheoretisch fundierte Medienforschung gewürdigt werden.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seite 1
  2. Editorial

    Seiten 2 - 4
  3. Inhalt

    Seiten 5 - 10
  4. Einleitung: Feministische Theorie und Kritische Medienkulturanalyse – Verortungen in sozialer Bewegung, Gesellschaftskritik, reflexiver Wissenschaft und Emanzipationsvision

    Seiten 11 - 22
  5. Feministische Herrschafts- und Gesellschaftskritik

    Einleitung

    Seiten 25 - 38
  6. Die Revolte der Frauen gegen die Hausarbeit und die feministische Neubestimmung der Arbeit, des Klassenkampfes und der kapitalistischen Krise

    Seiten 39 - 46
  7. Subsistenzproduktion, Hausfrauisierung, Kolonisierung

    Seiten 47 - 58
  8. Kontroversen über Unterdrückungsverhältnisse: Race, Class und Gender in der feministischen Debatte

    Einleitung

    Seiten 59 - 74
  9. Du kannst nicht das Haus des Herren mit dem Handwerkszeug des Herren abreißen

    Seiten 75 - 84
  10. Feminism and Class Power

    Seiten 85 - 90
  11. »Oppositioneller Blick« und »Speaking Nearby«: Schwarze und postkoloniale Interventionen im Feld von Gender und Medien

    Einleitung

    Seiten 91 - 106
  12. Der oppositionelle Blick. Schwarze Frauen als Zuschauerinnen

    Seiten 107 - 116
  13. Speaking Nearby – Interview von Nancy N. Chen mit Trin T. Min-ha

    Seiten 117 - 126
  14. Queer (Media) Studies

    Einleitung

    Seiten 127 - 140
  15. Zwangsheterosexualität und lesbische Existenz

    Seiten 141 - 152
  16. Identität, anatomisches Geschlecht und die Metaphysik der Substanz

    Seiten 153 - 162
  17. Intersektionalität und Kommunikationsforschung: Impulse für kritische Medienanalysen

    Einleitung

    Seiten 163 - 178
  18. Die Intersektion von »Rasse« und Geschlecht demarginalisieren

    Seiten 179 - 188
  19. Intersektionalität. Zur Analyse sozialer Ungleichheiten

    Seiten 189 - 200
  20. Gleichheit, Differenz, Konstruktion und Dekonstruktion: Ansätze feministischer Forschung revisited

    Einleitung

    Seiten 201 - 216
  21. Wir werden nicht als Mädchen geboren, wir werden dazu gemacht

    Seiten 217 - 226
  22. Unterschiede machen: Zur Sozialpsychologie der Hierarchisierung im Geschlechterverhältnis

    Seiten 227 - 240
  23. Privatheit und Öffentlichkeit in feministischer Theorie

    Einleitung

    Seiten 243 - 258
  24. Theorie der Sexualpolitik

    Seiten 259 - 262
  25. Öffentlichkeit und Privatheit. Gesellschaftspolitische Konstruktionen und die Geschichte der Geschlechterbeziehungen

    Seiten 263 - 268
  26. Rede des »Aktionsrates zur Befreiung der Frauen«

    Seiten 269 - 274
  27. Sexismus: (Re-)Aktualisierungen und Konjunkturen in Frauenbewegung, Geschlechterforschung und medialen Öffentlichkeiten

    Einleitung

    Seiten 275 - 292
  28. The Politics of Reality: Sexism

    Seiten 293 - 304
  29. Feminismus — unsere Vergangenheit, unsere Zukunft

    Seiten 305 - 314
  30. Grenzziehungen und Grenzauflösungen – Digitale Medien und Geschlecht

    Einleitung

    Seiten 315 - 328
  31. Cyborgs – Ein Mythos politischer Identität

    Seiten 329 - 336
  32. On the Matrix: Cyberfeminist simulations

    Seiten 337 - 346
  33. Körper und Performativität

    Einleitung

    Seiten 349 - 362
  34. Beauty (re)discovers the male body

    Seiten 363 - 372
  35. Leibliche Einschreibungen, performative Subversionen

    Seiten 373 - 382
  36. Erinnerungsarbeit – Feministische und queere Interventionen in Medienkulturen

    Einleitung

    Seiten 383 - 398
  37. Zur Politik von Erinnerung

    Seiten 399 - 408
  38. Making memory work for feminist theory

    Seiten 409 - 422
  39. (Queer-)Feministische Subjekte: Theoretische Interventionen und politischer Widerstand

    Einleitung

    Seiten 423 - 438
  40. La conciencia de la mestiza. Towards a New Consciousness

    Seiten 439 - 448
  41. Introduction: By Way of Nomadism

    Seiten 449 - 460
  42. Avantgarde, Subjektivität, Koalition? Politikentwürfe in feministischen Manifesten seit den 1960ern

    Einleitung

    Seiten 463 - 477
  43. Manifest der Gesellschaft zur Vernichtung der Männer

    Seite 478
  44. REDSTOCKINGS MANIFESTO

    Seiten 479 - 480
  45. Manifest der vierten Welt

    Seiten 481 - 484
  46. Womanist

    Seite 485
  47. Kontrasexuelles Manifest

    Seiten 486 - 490
  48. CYBERFEMINIST MANIFESTO FOR THE 21ST CENTURY

    Seite 491
  49. Riot Grrrl Manifest

    Seiten 492 - 494
  50. Kritik, Handlungsfähigkeit und Widerständigkeit: Popfeminismus

    Einleitung I

    Seiten 495 - 508
  51. Einleitung II: Hot Topic

    Seiten 509 - 512
  52. Riot Grrrls, Bitchsm, and Pussy Power: interview with Reyhan Şahin/Lady Bitch Ray

    Seiten 513 - 522
  53. Feministische Netzpolitik und Netzaktivismus

    Einleitung

    Seiten 523 - 538
  54. New Sciences: Cyborg Feminism And The Methodology Of The Oppressed

    Seiten 539 - 546
  55. Gender, Identity, and (the Limits of) Play on the Internet

    Seiten 547 - 556
  56. Quellenverzeichnis

    Seiten 557 - 560
  57. Autor*innenverzeichnis

    Seiten 561 - 566
Mehr
38,99 € *

3. September 2020, 566 Seiten
ISBN: 978-3-8394-4084-1
Dateigröße: 4.01 MB

als Sofortdownload verfügbar

* = Preise inkl. Mehrwertsteuer.

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Tanja Thomas

Tanja Thomas, Eberhard Karls Universität Tübingen, Deutschland

Ulla Wischermann

Ulla Wischermann, Goethe Universität Frankfurt a.M., Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Reprints feministischer Texte werden aktualisierend zum Ausgangspunkt der Diskussion von Herausforderungen in gegenwärtigen Medienkulturen: Der Band befördert das kollektive Gedächtnis über feministische Gesellschaftstheorie und -kritik, er zeigt feministische Theorien als Teil kritischer Medienforschung und die emanzipatorischen Potenziale von feministischer Forschung – im Fokus stehen die politische Relevanz feministischer Theorien und deren Nutzen für Critical Media Studies.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Zwei Quellen, die aus der Erfahrung feministischer Politik und Kämpfe erkenntnistheoretische wie (wissenschafts-)politische Interventionen formuliert und eine machtkritische Infragestellung sozialer Positionierungen, Prozesse und Verhältnisse inspiriert haben, sind jedem Beitrag zugeordnet. Ausgewiesene Autor*innen diskutieren diese Quellen – organisiert in den Kapiteln: Ausgangspunkte feministischen Denkens, Öffentlichkeit und Privatheit, Erfahrung und Subjektivität und Feministische Politiken.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Feministische Theorie und kritische Medienkulturanalyse im Kontext reflexiver Wissenschaft und Emanzipationsvision zusammenzubringen, ist neu und aktuell. Deutlich wird, wie Interventionen im Feld der Analyse medienkultureller Praktiken, Phänomene und Prozesse aussehen können. Dies ermöglicht einen Blick auf kommunikations- und medienwissenschaftliche male- und mainstream-Forschung, in der genderorientierte und queere intersektionale, postkoloniale, Aspekte und Erkenntnisse deutlich zu kurz kommen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Als Lektüre- und Diskussionsstoff mit Studierenden und Doktorand*innen der Medien- und Kommunikationswissenschaft. Und mit wissenschaftspolitisch interessierten Journalistinnen und Journalisten sowie Medienexpert*innen – denn da das Buch einen explizit gesellschaftskritischen Ansatz verfolgt, für den feministische Theorie und Aktivismus gemeinsame Ausgangspunkte sind, ist es besonders geeignet für produktive Kontroversen in der scientific community und einer an Medien interessierten Öffentlichkeit.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Unser Buch bietet würdigende wie reflektierende Relektüren feministischer Texte als Ausgangspunkt für gegenwärtige Medienkulturanalyse und Gesellschaftskritik.

Autor_in(nen)
Tanja Thomas / Ulla Wischermann (Hg.)
Buchtitel
Feministische Theorie und Kritische Medienkulturanalyse Ausgangspunkte und Perspektiven
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
566
ISBN
978-3-8394-4084-1
DOI
10.14361/9783839440841
Warengruppe
1744
BIC-Code
JFD JFSJ
BISAC-Code
SOC052000 SOC032000
THEMA-Code
JBCT JBSF
Erscheinungsdatum
3. September 2020
Themen
Geschlecht, Medien
Adressaten
Medienwissenschaft, Kommunikationswissenschaft, Kulturwissenschaft, Soziologie, Gender Studies
Schlagworte
Gender Media Studies, Feministische Theorie, Kritische Medienforschung, Medienkultur, Macht, Herrschaft, Repräsentation, Medien, Gender, Medientheorie, Gender Studies, Medienästhetik, Medienwissenschaft, Geschlecht

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