Lehrer_in, Migration und Differenz

Fragen der Zugehörigkeit bei Grundschullehrer_innen der zweiten Einwanderungsgeneration in der Schweiz

Lehrpersonen sind nicht nur herausgefordert, anerkennend mit sozialen Differenzen und Zugehörigkeiten ihrer Schülerinnen und Schüler umzugehen – sie sind auch selbst in soziale Grenzziehungsprozesse involviert und machen mitunter eigene Erfahrungen von Begrenzung oder prekarisierter Zugehörigkeit.

Carola Mantel rekonstruiert, inwiefern diese Erfahrungen lebens- und berufsgeschichtlich prägend sind und wie Lehrende daraus Orientierungsmuster für ihr pädagogisches Handeln ableiten. Sie identifiziert vier idealtypische Zusammenhangsstrukturen bei Primarlehrpersonen der zweiten Einwanderungsgeneration in der deutschsprachigen Schweiz.

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2017-12-18, 330 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4092-2

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Carola Mantel

Carola Mantel, Pädagogische Hochschule Zug, Schweiz

... mit Carola Mantel

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

›Wir brauchen mehr Lehrkräfte mit Migrationshintergrund‹ wird mitunter von bildungspolitischer Seite gefordert. Und ja: Lehrkräfte mit familiären Wanderungserfahrungen sind stark untervertreten. Gleichzeitig ist wenig darüber bekannt, inwiefern ein sogenannter Migrationshintergrund für Lehrkräfte und ihre pädagogischen Orientierungen bedeutsam ist und welche Fragen von Zugehörigkeit damit verbunden sind.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

›Belonging matters‹ – Das wird aus der Studie in vielfältiger Weise deutlich. Lebens- und Berufsgeschichten werden durch Fragen der Zugehörigkeit geprägt, überschattet, eingeschränkt, blockiert oder kreativ gewendet. Sie wirken sich auf pädagogische Orientierungen aus und spiegeln die gesellschaftlichen und schulisch-institutionellen Verhältnisse, durch die strukturiert wird, wer fraglose Anerkennung erfährt und wer sich für eine anerkannte Zugehörigkeit latent rechtfertigen muss.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Fragen um Zusammenhänge zwischen Lehrkraft, Migration, pädagogischem Potenzial, Zugehörigkeit und Anerkennung werden im deutschsprachigen Raum erst seit etwa zehn Jahren gestellt, und der Forschungsbedarf ist entsprechend groß. Vorliegend ist nun ein Beitrag mittels qualitativ-hermeneutischer Methodologie und sozialkonstruktivistischer Theorie, der zur Theoriebildung beiträgt und vier idealtypische Zusammenhangsstrukturen aufzeigt.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Es wäre wohl besonders spannend, das Buch mit denjenigen zu diskutieren, denen an einem diversitätsfreundlichen Schulklima gelegen ist und die bewirken möchten, dass alle an ihrer Schule Anerkennung erfahren, einschließlich der Lehrkräfte.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Was es heißt, Lehrkraft mit einem sogenannten Migrationshintergrund zu sein, lässt sich in vier idealtypischen Zusammenhangsstrukturen zeigen.

Besprochen in:
Überblick, 1 (2018)
https://www.ekm.admin.ch, 7 (2018)
Autor_in(nen)
Carola Mantel
Buchtitel
Lehrer_in, Migration und Differenz Fragen der Zugehörigkeit bei Grundschullehrer_innen der zweiten Einwanderungsgeneration in der Schweiz
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
330
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-4092-2
DOI
Warengruppe
1729
BIC-Code
JFFN JNA
BISAC-Code
SOC007000 EDU036000
THEMA-Code
JBFH JNA
Erscheinungsdatum
2017-12-18
Auflage
1
Themen
Bildung, Migration
Adressaten
Sozialanthropologie, Erziehungswissenschaften sowie Praktiker_innen im Bereich der Lehrer_innenbildung und Schulpraxis
Schlagworte
Lehrperson, Zweite Einwanderungsgeneration, Zugehörigkeit, Soziale Grenzziehungsprozesse, Biografie, Migration, Bildung, Differenz, Pädagogik, Soziologie, Bildungsforschung

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