Regine Heß (Hg.)

Architektur und Akteure

Praxis und Öffentlichkeit in der Nachkriegsgesellschaft

Der Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg war eine gesellschaftliche Aufgabe. Neben Architekten wie Walter Gropius, Frank Lloyd Wright oder Hans Scharoun waren Akteure aus Politik (Josip Tito) und Wirtschaft (Adriano Olivetti), aus der Wissenschaft (Martin Heidegger, Henri Lefebvre), aus Verwaltung, Vereinen und Gemeinden sowie aus dem Presse- und dem Ausstellungswesen beteiligt – teils in personeller Kontinuität mit den untergegangenen Regimen. Die Konflikte und Übereinkünfte zwischen Praxis und Öffentlichkeit sind das Thema dieses Buches. 16 Autorinnen und Autoren diskutieren die Bedeutung von Netzwerken und Ideologien in der Architektur in Ost- und Westdeutschland, in Holland, Jugoslawien, Italien und der Schweiz.

29,99 € *

2018-02-23, 254 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4094-6

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Regine Heß

Regine Heß, Technische Universität München / Pinakothek der Moderne, München, Deutschland

... mit Regine Heß

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die Architekturgeschichte kennt viele Zugänge zu ihren Erkenntnisgegenständen: die Erforschung der Architektur und ihrer Bauherren, von Stil, Technik und Material, Theorie und Rezeption. Doch die Architektur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wirft neue Fragen auf, denn ihre Netzwerke werden dichter und Aushandlungsprozesse komplexer. Die Aufsätze des Bandes reagieren darauf, in dem sie den bekannten Akteuren des Bauens neue zur Seite stellen und die Folgen ihres Zusammenwirkens auf das Bauen untersuchen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Autor_innen öffnen neue Untersuchungsfelder der Nachkriegszeit wie internationalen Wissenstransfer und Kooperationen und beleuchten die Architekturproduktion in Postfaschismus, Sozialismus und Kaltem Krieg. Sie aktualisieren die Architekturgeschichte der Nachkriegsgesellschaft unter dem Einfluss von Netzwerken der Architektur, die sich auf Kongressen und in Denkmalpflege, Bauschulen und Zeitschriftenredaktionen manifestieren. Methodisch bauen diese Ansätze auf Quellen-, Datenbank- und Diskursanalysen sowie Akteur-Netzwerk-Theorie und Architektursoziologie auf.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Im Fach ›Zeitgeschichte der Architektur‹ wird zunehmend bewusster, dass die Forschungsinstrumente Biographie, Werkmonographie und Stilgeschichte weniger greifen, ebenso wie die vergleichende ›Erzählung‹ von Tradition und Avantgarde. Zugleich verharrt die Erforschung des Großphänomens Wiederaufbau auf dem Stand der 1990er Jahre, während die Denkmalpflege neue Schutzkriterien für die Architektur nach 1945 entwickelt. Netzwerkanalysen und breit aufgestellte Akteursforschung sind eine Antwort auf diese Herausforderungen. Sie versammeln heterogenes Quellenmaterial um es einer verknüpften Analyse zu unterziehen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Bruno Latour, Heike Delitz, Hans-Georg Lippert, Irene Nierhaus.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Bauen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wird von vielen verschiedenen Akteuren der Nachkriegsgesellschaft getragen, worauf das Buch mit seinem breiten Spektrum von Netzwerkanalysen wegweisende Antworten bereithält.

Autor_in(nen)
Regine Heß (Hg.)
Buchtitel
Architektur und Akteure Praxis und Öffentlichkeit in der Nachkriegsgesellschaft
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
254
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-4094-6
DOI
10.14361/9783839440940
Warengruppe
1584
BIC-Code
AM HBTB RPC
BISAC-Code
ARC010000 HIS054000 POL002000
THEMA-Code
AM NHTB RPC
Erscheinungsdatum
2018-02-23
Auflage
1
Themen
Arbeit, Kulturgeschichte, Stadt, Architektur
Adressaten
Architekturgeschichte, Architektur, Städtebau, Kunstgeschichte, Geschichte, Soziologie
Schlagworte
Architektur, Akteure, Gesellschaft, Nachkriegszeit, Architekturgeschichte, Städtebau, Wohnen, Verkehr, Kulturgeschichte, Stadt, Stadtplanung, Arbeits- und Industriesoziologie

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