Fiktive Werkgenesen

Autorschaft und Intermedialität im gegenwärtigen Spielfilm

»Shakespeare in Love«, »Finding Neverland« oder »Anonymous« – zwischen 1998 und 2011 lässt sich im Spielfilm die Entstehung eines neuen Subgenres beobachten: die Darstellung fiktiver Werkgenesen. Diese filmischen Narrationen der Entstehungsgeschichte eines oder mehrerer, meist kanonisierter Werke zeichnen sich durch einen hohen Anteil an medialen Verschachtelungen aus. Laura Zinn widmet sich diesen unter dem Aspekt der interdisziplinären Intermedialitätsdebatte und des neu auflebenden Interesses an der Figur des Autors. Sie zeigt: Vom Mainstream- bis zum Independent-Kino manifestiert sich ein neues Medienbewusstsein des Films, der sich im Zuge der Digitalisierung einmal mehr mit anderen Unterhaltungsmedien vernetzt.

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2017-09-06, 336 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4098-4

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Laura Zinn

Laura Zinn, Justus-Liebig-Unviersität Gießen, Deutschland

... mit Laura M. Zinn

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Zum besseren Verständnis der jüngeren Entwicklungen in Film (und Serie) erschien es mir ein Desiderat zu sein, Subgenres wie Autorenbiographien im Spielfilm, die sich als fiktive Werkgenesen von 1998 bis 2011 finden lassen, systematisch und umfassend zu betrachten. Nur so lassen sich weiterführend Entwicklungen innerhalb der Darstellung von Autorschaft in Film und Serie adäquat betrachten wie auch Rückschlüsse auf allgemeinere Entwicklungen wie die Digitalisierung des Films sinnvoll ziehen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Nach früheren Betrachtungen zur Darstellung von Autorschaft oder historischen Personen im Spielfilm schließt sich mein Buch mit neuen Erkenntnissen und einem neuen Subgenre innerhalb der Darstellungstradition von Autorschaft an. Hierbei wird ein neuer Zugang zu den hochgradig intermedial arbeitenden Filmen ermöglicht, indem ein theoretisches Grundgerüst aus Analysestrategien der Intermedialitätsforschung mit solchen zur Darstellung von historischen Personen im Film kombiniert werden.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Buch bildet eine Schnittstelle an zwei aktuell (wieder bzw. immer noch) diskutierten Konzepten: Autorschaft und der Bedeutung des Autors/der Autorin für die Wissenschaft einerseits und Intermedialitätsforschung andererseits. Die Kombination ermöglichte neue Erkenntnisse zur Analyse des seit der Jahrtausendwende aufgekommenen Subgenres und soll auch Perspektiven für weitere Forschungen in anderen Bereichen von Film und Serie eröffnen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Sigrid Nieberle und George F. Custen, die beide auf eine eigene Art zu früheren Subgenres und Teilbereichen in der nunmehr über hundertjährigen Tradition der Darstellung von historischen Autor_innen geforscht haben und damit wertvolle Anknüpfungspunkte für meine eigenen Forschungen geliefert haben.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Es wird ein Subgenre analysiert, das durch seine markant intermedialen Strukturen symptomatisch für die Neuorientierung des Spielfilms im Zuge der Digitalisierung steht.

Autor_in(nen)
Laura Zinn
Buchtitel
Fiktive Werkgenesen Autorschaft und Intermedialität im gegenwärtigen Spielfilm
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
336
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-4098-4
DOI
Warengruppe
1744
BIC-Code
JFD APFA
BISAC-Code
PER004030 SOC052000
THEMA-Code
JBCT ATF
Erscheinungsdatum
2017-09-06
Auflage
1
Themen
Medien, Film
Adressaten
Medienwissenschaft, Komparatistik, Filmwissenschaft, Literaturwissenschaft, Kunstwissenschaft, Musikwissenschaft
Schlagworte
Film, Autorschaft, Intermedialität, Kanon, Digitalisierung, Shakespeare In Love, Finding Neverland, The Libertine, Schiller, Molière, Anonymous, Medien, Medienästhetik, Analoge Medien, Allgemeine Literaturwissenschaft, Medienwissenschaft

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