Vertrauen innerhalb von Organisationen

Ein soziologisches Modell

Was kennzeichnet Vertrauen innerhalb von Organisationen?

Vertrauen, so kann Caroline Richter auf Basis einer qualitativen Sekundäranalyse von Interviews mit Führungskräften zeigen, ist an bestimmte Praktiken geknüpft, mit denen eigene Interessen verfolgt werden: Es ist ein informationsgebundenes, strategisches und politisches Phänomen. Und es ist mindestens ebenso durch affektive Ansprüche wie durch rationale Abwägungen gekennzeichnet – ein Befund, der die in Theorie und Praxis etablierte utilitaristische Perspektive deutlich erweitert.

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2017-10-10, 286 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4116-5

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Caroline Richter

Caroline Richter, Ruhr-Universität Bochum, Deutschland

... mit Caroline Richter

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

In Debatten der allgemeinen Soziologie findet Forschung zum Vertrauen selten empirisch statt, und in Debatten der Arbeits- und Organisationssoziologie wird Vertrauen eher gestreift als de- oder rekonstruiert. Es war daher längst überfällig, beide Perspektiven zueinander in Bezug zu setzen. Zudem ist meine Untersuchung von grundlagenorientierten Methoden und Theorien flankiert, aber in erster Linie datenbasiert. Das Vorgehen und die nuancierten Befunde möchte ich Anderen zur Verfügung stellen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Mein Buch zeigt das Politische, Strategische und zugleich Persönliche an Vertrauen. In der Soziologie ist schon lange unstrittig, dass Vertrauen essenziell ist, dennoch gibt es kaum empirische Analysen. Für meine Untersuchung nutze ich Daten aus der Zeit kurz nach der Wirtschaftskrise 2009. Durch dieses historische Brennglas der Wandlung, Anpassung und Neuorientierung wird sowohl die Brisanz als auch die Kraft von Vertrauen deutlich.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Mein Buch diskutiert Vertrauen vor dem Hintergrund von Spannungsfeldern, die mit neuen Bedingungen von Organisation, Arbeit und Führung verbunden sind. Das Modell, das ich aus den Befunden ableite, ist zugegebenermaßen komplex. Es ist aber auch für vielfältige Debatten in Wissenschaft und Praxis anschlussfähig. Denn Vertrauen ist für den Umgang mit zunehmendem Bewusstsein für Heterogenität oder den Folgen der Digitalisierung ebenso aktuell wie relevant.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit all denen, die sich für das Soziale an der Arbeit und die Arbeit am Sozialen interessieren: Sehr gerne mit Interessierten aus Wissenschaft und Praxis, die ihre Erfahrung mit den verschiedensten Formen von Arbeit reflektieren möchten. Ebenso gerne mit Studierenden und Lehrenden, vor allem der sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Fächer. Am liebsten aber mit Dagobert Duck als idealtypischem Vertreter derer, die allein an der Mehrung des Kapitals interessiert sind.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Es lohnt, Forschung zum Phänomen Vertrauen neu zu denken und neu zu verzahnen – und hierfür auch vor sekundäranalytischen Forschungsdesigns nicht zurückzuschrecken.

»Eine spannende und erkenntnisreiche Studie zu einem zentralen soziologischen Thema. Verblüffend ist immer wieder der Reichtum an Erkenntnis, der vor dem Leser oder der Leserin ausgebreitet wird.«
Hans-Joachim Puch, www.socialnet.de, 12.01.2018
Besprochen in:
http://graphichole.com, 4 (2018)
Autor_in(nen)
Caroline Richter
Buchtitel
Vertrauen innerhalb von Organisationen Ein soziologisches Modell
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
286
Ausstattung
kart., Abb.
ISBN
978-3-8376-4116-5
DOI
10.14361/9783839441169
Warengruppe
1724
BIC-Code
KJU JHBL JHBC
BISAC-Code
BUS085000 SOC026000 SOC019000
THEMA-Code
KJU JHBL JHBC
Erscheinungsdatum
2017-10-10
Auflage
1
Themen
Gesellschaft
Adressaten
Soziologie, Sozialwissenschaften, Wirtschaftswissenschaft, Organisations- und Managementforschung sowie Praktiker_innen in der Organisationsberatung
Schlagworte
Vertrauen, Organisation, Soziologie, Qualitative Sekundäranalyse, Gesellschaft, Organisationssoziologie, Arbeits- und Industriesoziologie, Qualitative Sozialforschung

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