Heteronome Subjektivität

Dekonstruktive und hermeneutische Anschlüsse an die Subjektkritik Heideggers

Die Kritik am autonomen, über sich verfügenden und sich selbst transparenten Subjekt, wie sie Martin Heidegger am entschiedensten ausgearbeitet hat, führte in der Mitte des 20. Jahrhunderts in der Philosophie zu einer Verabschiedung der Kategorie »Subjektivität«. Die Ironie dieser Situation liegt darin, dass gerade auf dem Boden einer solch umfassenden Kritik die Existenzweise von Subjekten und damit die Möglichkeit der Freiheit neu ausgelegt werden können.

Martin Eldrachers Studie zeigt, wie sich erst im Anschluss an die Freilegung einer anarchischen Abhängigkeit Handlungsfähigkeit, Verantwortung und Selbstverständnis als zentrale Komponenten von Subjektivität überzeugend denken lassen.

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2018-01-19, 404 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4121-9

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Martin Eldracher

Martin Eldracher, Universität Frankfurt/Main, Deutschland

... mit Martin Eldracher

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Unser gegenwärtiges Verständnis von uns als handelnde und verantwortliche Subjekte ist nach wie vor stark von der Idee der Autonomie geprägt. Das Buch versteht sich ein Stück weit als eine Gegengeschichte zu diesem Autonomieverständnis. Es handelt davon, dass wir auch die Möglichkeit haben, uns anders zu begreifen, nämlich als Wesen, die Abhängigkeiten eingegangen sind, die sie sich nicht ausgesucht haben und überhaupt nur aufgrund dieser nicht gewählten Abhängigkeiten existieren können.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Es versucht anhand des Subjektbegriffs einen philosophischen Diskurs aufzuspüren, der auf den ersten Blick höchst heterogene Theorieentwürfe zusammenführt. Gezeigt wird, dass die oft als Gegensätze gedeuteten Denkbewegungen der Dekonstruktion und der Hermeneutik in ein sehr fruchtbares Gespräch überführt werden können, wenn sie als Antworten auf eine bestimmte Problemstellung Martin Heideggers gelesen werden.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Bezüge zwischen der französischen Philosophie der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und der Subjektkritik Heideggers sind seit einiger Zeit verstärkt im Blickpunkt der Forschung. Die Studie versucht sich einerseits in diesen Kontext einzuschreiben, indem sie Lektüren von sechs Autoren liefert, und erprobt sich andererseits an der Systematisierung eines Verständnisses heteronomer Subjektivität.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit allen Philosoph_innen, die sich dafür begeistern können, die vermeintliche Unhintergehbarkeit unseres Selbstverständnisses infrage zu stellen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Wir sind keine Herrscher über unser Selbst, sondern existieren in einem bestimmten Sinne außer uns.

Autor_in(nen)
Martin Eldracher
Buchtitel
Heteronome Subjektivität Dekonstruktive und hermeneutische Anschlüsse an die Subjektkritik Heideggers
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
404
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-4121-9
DOI
10.14361/9783839441213
Warengruppe
1526
BIC-Code
HPC HBCF7 HPCF7
BISAC-Code
PHI016000 PHI043000 PHI027000
THEMA-Code
QDH QDHR7
Erscheinungsdatum
2018-01-19
Auflage
1
Themen
Sprache
Adressaten
Philosophie, Sozialwissenschaften, Literaturwissenschaft
Schlagworte
Französische Philosophie, 20. Jahrhundert, Dekonstruktion, Poststrukturalismus, Hermeneutik, Sprache, Französische Philosophiegeschichte, Philosophie

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