ent/grenzen

Künstlerische und kulturwissenschaftliche Perspektiven auf Grenzräume, Migration und Ungleichheit

Die Grenze avancierte in jüngsten gesellschaftspolitischen Debatten zu einer virulenten Denkfigur. Wie verhandeln Kunst und Kulturwissenschaften dieses komplexe und mehrdeutige Phänomen? Welche kritischen Zugänge und widerständigen Praktiken werden im europäischen Kontext und vor dem Hintergrund internationaler Beziehungen starkgemacht?

Der Band führt Diskussionsstränge zusammen, die einer Naturalisierung und zunehmend polemischen Instrumentalisierung von Grenzen differenzierte Perspektiven entgegensetzen. Dabei steht die Befragung dichotomischer Konstruktionen eines »Wir« versus »die Anderen« sowie eines auf Abgrenzung und (globalen) Hierarchisierungen beruhenden Denkens im Vordergrund.

29,99 € *

2018-03-29, 218 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4126-4

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Marcel Bleuler

Marcel Bleuler, Zürcher Hochschule der Künste, Schweiz

Anita Moser

Anita Moser, Universität Salzburg und Mozarteum Salzburg, Österreich

... mit Marcel Bleuler und Anita Moser

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Konstruktionen sozialer Ungleichheit und Rhetoriken der Abgrenzung haben eine massive Neubelebung erfahren. Das Buch fragt nach dem Potenzial kritischer Kunst und Kulturproduktion, hier einen differenzierten, auch widerständigen Beitrag zu leisten. Bei Grenzen und Ungleichheit handelt es sich um mehrdeutige Phänomene, die gesellschaftlich bedingt und veränderbar sind, zugleich aber eine konkrete, diskriminierende Wirksamkeit haben. Die Diskussion dieser Ambivalenz ist aktuell von enormer Bedeutung.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Autor_innen des Sammelbandes haben sehr verschiedene Zugänge zu dem Fragenkomplex. Wir möchten damit einerseits einen aktuellen Überblick über Praktiken, ideengeschichtliche Bezugspunkte sowie empirische Erfahrungen aus der Kunst und Kulturproduktion ermöglichen. Zum anderen verdeutlicht der Band die Komplexität des Themas und kontrastiert damit die meist polemisch geführten Debatten zwischen den Polen einer Naturalisierung von Grenzen und einer zu einfach gedachten Forderung ihrer Auflösung.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Es lässt sich eine deutliche Zuwendung wissenschaftlicher und kuratorischer Projekte zu Fragestellungen beobachten, die mit sozialer Ungleichheit, mit internationalen Beziehungen und Migration zusammenhängen. Diese Aufmerksamkeit erfordert eine Konkretisierung, inwiefern aus künstlerischer oder kulturwissenschaftlicher Sicht eine Involvierung stattfindet, inwieweit diese gesellschaftliche Relevanz erhalten kann und welche Bedeutung dabei einer Repräsentationskritik zukommt.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit allen, die sich für Fragen künstlerischer und kultureller Kritik im Kontext einer von Ungleichheit und Ausgrenzungen geprägten Gesellschaft interessieren.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Wie verhandeln Kunst, Kulturproduktion und -wissenschaft Grenzen als vieldeutige Phänomene zwischen Bedingtheit, Wirksamkeit und Dekonstruktion?

Besprochen in:
www.ekm.ch, 5 (2018) www.centrum3.at (6/2018)
https://undogmatisch.net, 23.07.2018
Autor_in(nen)
Marcel Bleuler / Anita Moser (Hg.)
Buchtitel
ent/grenzen Künstlerische und kulturwissenschaftliche Perspektiven auf Grenzräume, Migration und Ungleichheit
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
218
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-4126-4
DOI
10.14361/9783839441268
Warengruppe
1510
BIC-Code
JFC AB JFFN
BISAC-Code
SOC022000 ART037000 SOC007000
THEMA-Code
JBCC AB JBFH
Erscheinungsdatum
2018-03-29
Auflage
1
Themen
Kultur, Postkolonialismus, Raum, Migration, Flucht
Adressaten
Kunst- und Kulturwissenschaft, Sozialwissenschaft sowie Praktiker_innen im Bereich Kulturvermittlung und internationale Zusammenarbeit
Schlagworte
Zeitgenössische Kunst, Grenze, Migration, Kunst und Politik, Transkulturalität, Abgrenzung, Globalisierung, Kultur, Raum, Kulturtheorie, Politische Kunst, Postcolonial Studies, Kulturwissenschaft

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