ent/grenzen

Künstlerische und kulturwissenschaftliche Perspektiven auf Grenzräume, Migration und Ungleichheit

Die Grenze avancierte in jüngsten gesellschaftspolitischen Debatten zu einer virulenten Denkfigur. Wie verhandeln Kunst und Kulturwissenschaften dieses komplexe und mehrdeutige Phänomen? Welche kritischen Zugänge und widerständigen Praktiken werden im europäischen Kontext und vor dem Hintergrund internationaler Beziehungen starkgemacht?

Der Band führt Diskussionsstränge zusammen, die einer Naturalisierung und zunehmend polemischen Instrumentalisierung von Grenzen differenzierte Perspektiven entgegensetzen. Dabei steht die Befragung dichotomischer Konstruktionen eines »Wir« versus »die Anderen« sowie eines auf Abgrenzung und (globalen) Hierarchisierungen beruhenden Denkens im Vordergrund.

Inhalt

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 6
  3. Einführung

    Seiten 7 - 16
  4. Was bedeutet »Grenze« heute?

    Seiten 17 - 22
  5. Grenzen dekonstruieren - Mobilität imaginieren

    Seiten 23 - 34
  6. Entgrenzungsoperationen U.F.O. als Mittel des Grenzüber tritts bei Július Koller

    Seiten 35 - 52
  7. Was macht Kunst in der Konfliktzone? Empirische Beobachtungen zu einer »dialogischen Ästhetik«

    Seiten 53 - 78
  8. Verhandlung von Zugehörigkeitsordnungen in Fluchtkontexten Wir/Andere-(De-)Konstruktionen im Umfeld der Schutzbefohlenen

    Seiten 79 - 102
  9. Grenzerfahrungen als Computerspiel

    Seiten 103 - 116
  10. Wild Ein künstlerischer Blick auf Wanderungspolitiken

    Seiten 117 - 130
  11. Green, Green Grass of Home Zur Auflösung der Grenzen privater und öf fentlicher Räume im Kontext von Flucht und Migration

    Seiten 131 - 142
  12. »Radikalität findet dort statt, wo ich meine eigenen Regeln breche« Can Gülcü im Gespräch über politische Kulturarbeit und Grenzüberschreitungen in einer von Ungleichheit geprägten Gesellschaft

    Seiten 143 - 156
  13. Die Kluft zwischen diskursiver Behauptung und Umsetzung Renzo Martens Institute for Human Activities und dessen Zusammenarbeit mit dem Cercle d'Ar t des Travailleurs de Plantation Congolaise

    Seiten 157 - 170
  14. Raum der unüberwindbaren Differenz? Christoph Schlingensiefs Arbeit in Afrika und das Operndor f-Residency 2016

    Seiten 171 - 194
  15. An der Grenze zur Andersartigkeit Möglichkeiten einer speziesübergreifenden Kommunikation

    Seiten 195 - 206
  16. Angaben zu den Autor_innen

    Seiten 207 - 212
  17. Abbildungsverzeichnis

    Seiten 213 - 218
Mehr
29,99 € *

2018-03-29, 218 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4126-4

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Marcel Bleuler

Marcel Bleuler, Zürcher Hochschule der Künste, Schweiz

Anita Moser

Anita Moser, Universität Salzburg/Mozarteum Salzburg, Österreich

... mit Marcel Bleuler und Anita Moser

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Konstruktionen sozialer Ungleichheit und Rhetoriken der Abgrenzung haben eine massive Neubelebung erfahren. Das Buch fragt nach dem Potenzial kritischer Kunst und Kulturproduktion, hier einen differenzierten, auch widerständigen Beitrag zu leisten. Bei Grenzen und Ungleichheit handelt es sich um mehrdeutige Phänomene, die gesellschaftlich bedingt und veränderbar sind, zugleich aber eine konkrete, diskriminierende Wirksamkeit haben. Die Diskussion dieser Ambivalenz ist aktuell von enormer Bedeutung.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Autor_innen des Sammelbandes haben sehr verschiedene Zugänge zu dem Fragenkomplex. Wir möchten damit einerseits einen aktuellen Überblick über Praktiken, ideengeschichtliche Bezugspunkte sowie empirische Erfahrungen aus der Kunst und Kulturproduktion ermöglichen. Zum anderen verdeutlicht der Band die Komplexität des Themas und kontrastiert damit die meist polemisch geführten Debatten zwischen den Polen einer Naturalisierung von Grenzen und einer zu einfach gedachten Forderung ihrer Auflösung.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Es lässt sich eine deutliche Zuwendung wissenschaftlicher und kuratorischer Projekte zu Fragestellungen beobachten, die mit sozialer Ungleichheit, mit internationalen Beziehungen und Migration zusammenhängen. Diese Aufmerksamkeit erfordert eine Konkretisierung, inwiefern aus künstlerischer oder kulturwissenschaftlicher Sicht eine Involvierung stattfindet, inwieweit diese gesellschaftliche Relevanz erhalten kann und welche Bedeutung dabei einer Repräsentationskritik zukommt.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit allen, die sich für Fragen künstlerischer und kultureller Kritik im Kontext einer von Ungleichheit und Ausgrenzungen geprägten Gesellschaft interessieren.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Wie verhandeln Kunst, Kulturproduktion und -wissenschaft Grenzen als vieldeutige Phänomene zwischen Bedingtheit, Wirksamkeit und Dekonstruktion?

Besprochen in:
www.ekm.ch, 5 (2018) www.centrum3.at (6/2018)
https://undogmatisch.net, 23.07.2018
InfoDienst Migration, 3 (2018)
Autor_in(nen)
Marcel Bleuler / Anita Moser (Hg.)
Buchtitel
ent/grenzen Künstlerische und kulturwissenschaftliche Perspektiven auf Grenzräume, Migration und Ungleichheit
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
218
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-4126-4
DOI
Warengruppe
1510
BIC-Code
JFC AB JFFN
BISAC-Code
SOC022000 ART037000 SOC007000
THEMA-Code
JBCC AB JBFH
Erscheinungsdatum
2018-03-29
Auflage
1
Themen
Postkolonialismus, Kultur, Flucht, Migration, Raum
Adressaten
Kunst- und Kulturwissenschaft, Sozialwissenschaft sowie Praktiker_innen im Bereich Kulturvermittlung und internationale Zusammenarbeit
Schlagworte
Zeitgenössische Kunst, Grenze, Migration, Kunst und Politik, Transkulturalität, Abgrenzung, Globalisierung, Kultur, Raum, Kulturtheorie, Politische Kunst, Postcolonial Studies, Kulturwissenschaft

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