Performative Künste in Äthiopien

Internationale Kulturbeziehungen und postkoloniale Artikulationen

Dynamik und stetige Transformationsprozesse prägen die aktuellen Kunstszenen von Addis Abeba. Aus strategischen Gründen gehen performative Künstler_innen Äthiopiens temporär auch Allianzen mit europäischen Kulturinstitutionen vor Ort ein.

Durch eine Betrachtung der Geschichte und Ästhetik des äthiopischen Theaters und einer Analyse der strukturellen Bedingungen des Kunstfeldes macht Grit Köppen deutlich, dass der transkulturelle Austausch in der Kunst maßgeblich durch ein Gefüge politischer, ökonomischer, struktureller, materieller und diskursiver Machtrelationen gekennzeichnet ist. Gleichzeitig wird auf die ästhetischen Strategien performativer Künstler_innen verwiesen, in diesem Rahmen dennoch kritische, selbstreflexive und postkoloniale Artikulationen vorzunehmen.

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2017-12-19, 378 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4140-0

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Grit Köppen

Grit Köppen, Berlin, Deutschland

... mit Grit Köppen

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Das Buch behandelt künstlerische Koproduktionsprozesse, die zwischen Kunst- und Kulturschaffenden des globalen Südens und des globalen Nordens im Rahmen internationaler Kulturbeziehungen stattfinden. Es hinterfragt die komplexen Herausforderungen und inhärenten Potentiale inter- und transkultureller Theaterarbeit, die im Kontext kolonialer Vergangenheit und postkolonialer Gegenwarten als hochgradig politisch zu verstehen ist. Das ist für die kuratorische Praxis und für kulturpolitische Programme des Künstleraustauschs von Relevanz.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Diese Forschung bezieht neben den transkulturellen Austauschprozessen auf Mikroebene, die institutionelle und kulturpolitische Ebene für ein Verständnis von künstlerischen Koproduktionen mit ein. Indem ich eine Perspektivierung theaterwissenschaftlicher Fragestellungen durch postkolonialtheoretische Zugänge vornehme, den Fokus auf die Produktionsästhetik verlagere und kunstsoziologische Aspekte einbeziehe, versuche ich einen neuen Forschungsansatz zu erproben.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Es stellt einen Beitrag zu aktuellen Debatten um die transkulturelle Theater- und Probenarbeit, Koproduktionen und postkolonialer Ästhetiken im aktuellen Kunstbetrieb sowie um die sukzessive Dekonstruktion des westlichen Kunstkanons dar. Die detaillierte Beschäftigung mit zeitgenössischen Kunstströmungen in Äthiopien stellt außerdem einen aktuellen Beitrag zur Forschungsdebatte um performativen Künste in afrikanischen Ländern dar.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Theatermacher_innen, Bühnenautor_innen, Choreograph_innen, Regisseur_innen, Kurator_innen, Kunsthistoriker_innen, Theater-, Kultur-, Politikwissenschaftler_innen, Kunstsoziolog_innen und Kulturpolitiker_innen des globalen Südens sowie denjenigen des globalen Nordens. Am liebsten gemeinsam basierend auf der Akzeptanz des möglichen Dissens.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Koproduktionen im inter- und transkulturellen Theater finden im Kontext politischer, ökonomischer und struktureller Asymmetrien statt.

Autor_in(nen)
Grit Köppen
Buchtitel
Performative Künste in Äthiopien Internationale Kulturbeziehungen und postkoloniale Artikulationen
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
378
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-4140-0
DOI
Warengruppe
1586
BIC-Code
AN ASD
BISAC-Code
PER011020 PER003000
THEMA-Code
ATD ATQ
Erscheinungsdatum
2017-12-19
Auflage
1
Themen
Postkolonialismus, Theater, Tanz
Adressaten
Theaterwissenschaft, Kulturwissenschaft, Soziologie, Politikwissenschaft
Schlagworte
Äthiopien, Afrika, Theater, Postkoloniale Theorie, Kulturpolitik, Postkolonialismus, Tanz, Theaterwissenschaft, Postcolonial Studies

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