»Kritik im Handgemenge«

Die Marx'sche Gesellschaftskritik als politischer Einsatz

Was ist das Spezifische der Marx'schen Kritik? Die zahlreichen Versuche, die eine Kritik bei Marx zu identifizieren, ließen bislang oft das verbindende Moment der unterschiedlichen Sprachen der Kritik in seinem Werk außer Acht: ihren politischen Einsatz. Man muss diesen Einsatz als konstitutiv für den Modus seiner Gesellschaftskritik begreifen, den Marx mit dem Bild einer »Kritik im Handgemenge« einfing.

Die Beiträge des Bandes binden auf neue Weise Marx' Kritik wieder stärker an deren konkrete politische Situierung und erörtern die Bedeutung des ›Handgemenges‹ für die Entwicklung seines Denkens – nicht zuletzt um hier auch ein Grundmerkmal moderner Gesellschaftskritik überhaupt auszuweisen.

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2018-05-23, 354 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4150-9

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Matthias Bohlender

Matthias Bohlender, Universität Osnabrück, Deutschland

Anna-Sophie Schönfelder

Anna-Sophie Schönfelder, Universität Osnabrück, Deutschland

Matthias Spekker

Matthias Spekker, Universität Osnabrück, Deutschland

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1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Bis heute ist das Werk von Karl Marx eine zentrale Quelle für die Analyse und Kritik unserer modernen kapitalistisch verfassten Gesellschaften. Einen neuen Blick auf die Gesellschaftskritik von Marx zu werfen und unter der Frage ihres politischen Einsatzes zu problematisieren, kann dazu beitragen, unser gegenwärtiges Verständnis von Kritik an gesellschaftlichen Herrschaftsverhältnissen zu erhellen und zu schärfen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Unser Blick auf die Marxsche Gesellschaftskritik ist genealogischer Natur, d.h. wir begreifen das ›Handgemenge‹, den politischen Einsatz von Marx als konstitutiv für den spezifischen Modus seiner Gesellschaftskritik. Die Kritik bei Marx wird demnach aus den Kämpfen, den Kräftekonstellationen und der theoretischen und politischen Stellung zum jeweiligen Gegner geboren. An diesen Entstehungsherd muss man heran, nicht zuletzt auch um die Marxsche Theorie vor einer bloß akademischen Archivierung zu schützen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Unser Versuch, die Marxsche Gesellschaftskritik vom ›Handgemenge‹ aus zu erfassen, seine Kritik als ein Ensemble von journalistischen, organisationsstrategischen und theoriepolitischen Einsätzen zu lesen, macht innerhalb der Forschung wieder den politischen, den militanten, ungehaltenen und auch rücksichtslosen Marx sichtbar. Diese radikale Stimme wurde bisher in der Forschung weitgehend zugunsten eines ›jungen‹ philosophischen Marx und eines ›gelehrten und reifen‹ wissenschaftlichen Marx überhört.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Natürlich gerne mit Marx und Engels; genauso lieb sind uns aber auch unsere gegenwärtigen Leser und Leserinnen!

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch bindet Marx' Gesellschaftskritik genealogisch an deren politische Situierung im ›Handgemenge‹ und macht so eine wichtige Stimme im polyphonen Marxschen Werk wieder hörbar.

Buchtitel
»Kritik im Handgemenge« Die Marx'sche Gesellschaftskritik als politischer Einsatz
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
354
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-4150-9
DOI
10.14361/9783839441503
Warengruppe
1521
BIC-Code
HPS HPC
BISAC-Code
PHI019000 PHI034000 PHI016000
THEMA-Code
QDTS QDH
Erscheinungsdatum
2018-05-23
Auflage
1
Themen
Gesellschaft, Politik
Adressaten
Politische Theorie, Ideengeschichte, Philosophie, Marx-Forschung, Sozialwissenschaften, Geschichtswissenschaft, Kulturwissenschaften, Wissenschaftstheorie, Wissenschaftsgeschichte
Schlagworte
Marx, Kritik, Gesellschaftskritik, Genealogie, Politisches Denken, Marxismus, Politik, Gesellschaft, Politische Philosophie, Sozialphilosophie, Deutsche Philosophiegeschichte, Politische Theorie, Philosophie

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