Die Wahrnehmung des Neuen in der Literatur des 16. Jahrhunderts

Novitätsdiskurse bei Francois Rabelais, Johann Fischart, Michael Lindener und im »Finckenritter«

Die Entdeckung der »Neuen Welt«, technische Innovationen und humanistische Wiederentdeckungen haben auch in der fiktionalen Literatur ihre Spuren hinterlassen. Begriffe wie »das Neue«, »Erfinden« und »Innovation« werden in der Literatur des 16. Jahrhunderts verhandelt. Besonders bei Rabelais` »Gargantua« und seiner deutschsprachigen Bearbeitung bei Fischart in der »Geschichtklitterung«, aber auch bei Autoren wie Michael Lindener oder dem 1560 anonym erschienenen »Finckenritter« wird das Neue thematisiert.

Anhand einer interdisziplinären Lektüre der Texte, welche in diesem Band zum ersten Mal in einem größeren Kontext zusammen betrachtet werden, zeigt Ronny F. Schulz, dass das Neue, zu dem man eine ablehnende oder bejahende Haltung einnehmen kann, in erster Linie auch eine Frage der Perspektive ist.

34,99 € *

2017-12-18, 224 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4188-2

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Ronny F. Schulz

Ronny F. Schulz, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Deutschland

... mit Ronny F. Schulz

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Für eine ganze Reihe Autor_innen des 16. Jahrhunderts liegen kaum Untersuchungen vor. Lindeners Schwanksammlungen und der anonyme »Finckenritter« zählen zu diesen unbekannteren Texten, die jedoch interessante literarische Einblicke in diese Epoche des Umbruchs geben können. Auf diese Texte einen neuen Blick zu werfen und sie nicht als bloße komische Werke zu etikettieren, bietet aufschlussreiche Erkenntnisse für den Umgang mit Medienwandel und neuen Entdeckungen, die uns noch heute beschäftigen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die behandelten Texte werden hier zum ersten Mal zusammen diskutiert und auf ihre möglichen Abhängigkeiten untereinander untersucht. Bei der Zusammenschau zeigt sich, dass das Neue schon im 16. Jahrhundert als Perspektivphänomen aufgefasst werden kann, was sich auch auf einer Metaebene widerspiegelt, wenn verschiedene Blickwinkel (z.B. auf alltägliche Gegenstände) geworfen werden oder tatsächlich auf die im 16. Jahrhundert intensiv thematisierte Kunst der Perspektive angespielt wird.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

In der Literaturwissenschaft führt die Frage nach dem Neuen häufig zu Kontroversen. Diese Kontroversen wurden auch schon im 16. Jh. geführt und führten dort zu literarischen Experimenten. Welche Auswirkungen wissenschaftliche und technische Entdeckungen auf die literarische Kreativität haben können, bietet Denkanstöße für weitergehende Untersuchungen, welche vielleicht auch helfen könnten, das bisher nur rudimentär erforschte 16. Jh. und seine Bedeutung für die Neuzeit besser zu verstehen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit interessierten Leser_innen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch untersucht und verortet Auseinandersetzungen mit dem Thema des Neuen in der erzählenden Literatur des 16. Jahrhunderts.

Autor_in(nen)
Ronny F. Schulz
Buchtitel
Die Wahrnehmung des Neuen in der Literatur des 16. Jahrhunderts Novitätsdiskurse bei Francois Rabelais, Johann Fischart, Michael Lindener und im »Finckenritter«
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
224
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-4188-2
DOI
10.14361/9783839441886
Warengruppe
1562
BIC-Code
DSB HBTB
BISAC-Code
LIT000000 LIT004170 HIS054000
THEMA-Code
DSB NHTB
Erscheinungsdatum
2017-12-18
Auflage
1
Themen
Sprache, Kulturgeschichte, Literatur
Adressaten
Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft, Kunstgeschichte, Philosophie
Schlagworte
Das Neue, Novitätsdiskurse, Frühe Neuzeit, Rabelais, Fischart, Finckenritter, Literatur, Kulturgeschichte, Sprache, Allgemeine Literaturwissenschaft, Germanistik, Kulturwissenschaft, Literaturwissenschaft

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