Der Joker im Schauspiel

Zur Reproduktion und Transgression von Typen im deutschen Ensembletheater am Beispiel des Theaterduos Vontobel/Schulz

Der Joker im Schauspiel birgt das Potential zur Überschreitung von Kategorien wie Geschlecht, Alter und Behinderung – weit über die Grenzen des Theaters hinaus.

Welche ästhetische und soziale Kraft der Joker-Figur innewohnt, zeigt Ellen Koban in ihrer ethnografischen Feldstudie, indem sie dem ›Herz‹ des deutschen Stadttheaters auf den Grund geht. Im Nachvollzug seiner historischen Genese und anhand von qualitativen Interviews mit Theaterpraktiker_innen beleuchtet sie die institutionalisierten Voraussetzungen des Ensemblesystems am Beispiel der 2016 mit dem Gertrud-Eysoldt-Ring ausgezeichneten Schauspielerin Jana Schulz, die gemeinsam mit Regisseur Roger Vontobel seit Jahren mit und an diesen – teils auch gegen diese – strukturellen Bedingungen des Ensembletheaters arbeitet.

39,99 € *

2018-05-23, 334 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4191-2

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Ellen Koban

Ellen Koban, Kultur- und Kreativwirtschaft Heidelberg, Heidelberg, Deutschland

... mit Ellen Koban

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Weil es bislang weder eine historiografische Studie über die (Ensemble-)Traditionen des deutschen Stadttheaters im heutigen Repertoire- und Ensemblesystem gibt, noch empirische Analysen zur ästhetischen wie sozialen Kategorisierung von Schauspieler_innen im zeitgenössischen Ensemblebetrieb und erst recht keine ethnografische ›Innensicht‹ auf die Proben- und Theaterarbeit(en) von Regisseur Roger Vontobel und Schauspielerin Jana Schulz. Als ›Joker‹ bringt letztere paradigmatisch eine Wende ins (Schau-)Spiel und Buch.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die dreigliedrige Struktur des Buches ermöglicht eine Zoombewegung hinein in das soziale Feld des Theaters: von der Makro- über die Meso- bis hin zur Mikroebene des Theatermachens im deutschen Stadttheatersystem.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Besondere des Buches ist, dass es nicht nur eine theater- bzw. schauspieltheoretische Relevanz für das zeitgenössische Theater besitzt, sondern theaterpraktische Hintergründe aufzeigt und Konsequenzen zeitigt. So bietet etwa der ›Joker‹ im Schauspiel jene Möglichkeit zur Überschreitung von standardisierten Figurenschemata sowie Kategorisierungen nach Geschlecht, Alter oder (Nicht-)Behinderung.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Keine Frage: in einer ruhigen Minute mit den Protagonisten dieses Buches, Jana Schulz und Roger Vontobel. Gerne auch mit Vertreterinnen und Vertretern des Ensemble-Netzwerks.

5. Ihr Buch in einem Satz:

»Der Joker im Schauspiel« legt offen, welche (Geschlechter-)Normen im Ensembletheater bis heute fortbestehen und wie diesen – produktiv und provokativ – beizukommen ist.

Autor_in(nen)
Ellen Koban
Buchtitel
Der Joker im Schauspiel Zur Reproduktion und Transgression von Typen im deutschen Ensembletheater am Beispiel des Theaterduos Vontobel/Schulz
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
334
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-4191-2
DOI
Warengruppe
1586
BIC-Code
AN
BISAC-Code
PER011020
THEMA-Code
ATD
Erscheinungsdatum
2018-05-23
Auflage
1
Themen
Geschlecht, Körper, Alter, Theater
Adressaten
Theaterwissenschaft, Kulturwissenschaft, Kultursoziologie, Ethnografie, Differenzforschung, Gender Studies, Theatertheorie, Theaterpraxis, Theaterkritik
Schlagworte
Theaterensemble, Theater, Gegenwartstheater, Jana Schulz, Roger Vontobel, Institution Bourdieu, Gender, Geschlecht, Alter, Behinderung, Theaterwissenschaft, Theaterpädagogik, Körper

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