Niko Switek (Hg.)

Politik in Fernsehserien

Analysen und Fallstudien zu House of Cards, Borgen & Co.

House of Cards, Borgen und Co. – seit einiger Zeit boomen Fernsehserien, die explizit den politischen Betrieb fokussieren. Diese erreichen nicht nur ein akademisches Nischenpublikum, sondern erzielen insgesamt hohe Zuschauerquoten.

Die Beiträge des Bandes analysieren, wie der Gegenstand Politik in den Serien aufgegriffen und als Material für ihre auf Unterhaltung ausgerichteten Erzählungen aufgearbeitet wird. Über die Auseinandersetzung mit popkulturellen Produkten zeigen sie, wie politische Bilder in populären Filmen und Serien konstruiert und reproduziert werden und wie diese sich auf Wahrnehmungen und Vorstellungen von Politik auswirken. Das Interesse gilt dabei den konstruierten Bildern von Politik im Allgemeinen, aber auch den sich darin äußernden nationalen Besonderheiten.

Inhalt

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 8
  3. Spiegel, Daten, Narrative Politikwissenschaftliche Zugänge zu politischen Fernsehserien

    Seiten 11 - 32
  4. Polit-Serien im Fernsehen Gegenstandsbestimmung, Stand der Forschung und neue Perspektiven

    Seiten 33 - 52
  5. Politik in Serie(n) Die Politik, das Politische und die Tragödie

    Seiten 53 - 76
  6. Filme zwischen künstlerischer Freiheit und politischer Erkenntnis Zum Realitätsgehalt fiktionaler Medien

    Seiten 77 - 102
  7. Eichwald, MdB Überleben im Haifischbecken Berlin-Mitte

    Seiten 105 - 124
  8. Eurokrise, Sex und Klimawandel Krisenmanagement in der britischen Sitcom Yes, Prime Minister

    Seiten 125 - 152
  9. The Thick of It Macht, Medien und Marionetten

    Seiten 153 - 176
  10. Spiel der Kräfte Politik, Medien und Familie in Borgen

    Seiten 177 - 200
  11. Sex, Drugs and Politics Die Polit-Serie Marseille

    Seiten 201 - 224
  12. Gomorrha Mafia und Staat im Verhältnis

    Seiten 225 - 242
  13. House of Cards The American Machiavelli

    Seiten 243 - 270
  14. Fernsehserien und die Wahrnehmung der US-Präsidentschaft Einstellungen, politischer Zynismus und House of Cards

    Seiten 271 - 284
  15. Veep Das Amt des Vizepräsidenten der USA als institutionalisierte Bedeutungslosigkeit?

    Seiten 285 - 304
  16. "Whatever it takes" 24 und die Normalisierung des Ausnahmezustandes

    Seiten 305 - 326
  17. ????? (Im Namen des Volkes) versus House of Cards Polit-Serien als Legitimierungsinstrument aktueller chinesischer Reformpolitik

    Seiten 327 - 344
  18. Sind Drachen, Zombies und Aliens politisch?! Das Politische in der Phantastik am Beispiel der SF-Serie The Expanse

    Seiten 345 - 360
  19. Warum eigentlich nicht? Über die Unmöglichkeit, deutsches Politikmanagement im Fernsehen abzubilden

    Seiten 363 - 372
  20. Polit-Serien im Fachunterricht Empirische Befunde zum Medieneinsatz aus Schüler- und Lehrerperspektive

    Seiten 373 - 392
  21. Autorinnen- und Autorenverzeichnis

    Seiten 395 - 402
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39,99 € *

2018-06-20, 402 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4200-1

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Niko Switek

Niko Switek, University of Washington, USA

... mit Niko Switek

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Wir erleben einen Boom so genannter Polit-Serien. In dem Buch gehen wir der Frage nach, woher das kommt und inwieweit diese fiktionalen Erzählungen über Politik von der Sozial- und Politikwissenschaft sinnvoll als Untersuchungsgegenstand herangezogen werden können. Dabei zeigt sich schnell, dass diese Serien durchaus mehr als nur Unterhaltung bieten, indem sie etwa bei der Illustration von Theorien oder bei der Aufdeckung kultureller Werte helfen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Der Band startet mit einigen theoretischen Beiträgen zur analytischen Auseinandersetzung mit politischen Fernsehserien: Wie kann man diese systematisch und vergleichend wissenschaftlich betrachten? Aufbauend auf diesen grundsätzlichen Gedanken finden sich dann detaillierte Fallstudien zu einzelnen Serien aus den USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland. Abschließend wird mit einer didaktischen Perspektive nach dem Einsatz solcher Serien in der Lehre gefragt.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

In den USA existiert bereits ein deutlich ausgeprägteres Forschungsfeld zur Frage vom Zusammenhang von Popkultur und Politik, aber auch in der Forschungsdebatte in Deutschland wird vermehrt danach gefragt, welche Rolle popkulturelle Erzeugnisse in der Politik spielen. Wir sind im Alltag von Filmen, Serien und Musik umgeben, diese prägen uns und unsere Einstellungen. Auch politische Akteure selbst bedienen sich aus diesem Repertoire und knüpfen in ihren Reden oder bei der Konzeption von Wahlkämpfen gezielt daran an. Von der Reflektion von Kriegsfilmen in den internationalen Beziehungen zum Vermittlungspotential in der politischen Bildung kommt diese Dimension in vielen Bereichen zum Tragen – die Debatte hierzu nimmt gerade erst Fahrt auf.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Einerseits ist sicherlich das Gespräch mit Praktikern aus der Politik interessant, wie diese die Serien einschätzen und mit ihrem tatsächlichen politischen Handeln kontrastieren. Jürgen Trittin hat beispielsweise einen klugen Artikel über House of Cards geschrieben. Auf der anderen Seite wäre der Dialog mit Regisseuren, Drehbuchautoren und Filmschaffenden lohnenswert, um mehr über deren Perspektive auf Politik als Stoff für das Unterhaltungsprogramm zu verstehen und sich mit den Mechanismen der Transformation des Politischen in fiktionale Geschichten zu beschäftigen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Unterhaltsam und zugleich lohnendes Untersuchungsobjekt – der wachsende Erfolg politischer Fernsehserien bildet eine produktive Brücke zwischen Popkultur und Politikwissenschaft.

O-Ton: »Wie real ist ›House of Cards‹ (ohne Kevin Spacey)?« – Niko Switek im Interview bei der Hannoverschen Allgemeinen am 31.10.2018.
http://bit.ly/2DC8Joe
»[Man] kann hier durchaus eine Menge über das Verhältnis von Faktum und Fiktion im TV erfahren.«
Hagen Bonn, neues deutschland, 10.10.2018
»Für Kenner der Serien unbedingt lesenswert.«
Hans Helmut Prinzler, www.prinzler.de, 12.09.2018
»Der Sammelband bietet einen breiten Einblick in politikwissenschaftliche Interpretationen von Popkultur. Er stellt eine ganze Reihe anregender Überlegungen im Hinblick auf Erzählweisen und politische Systeme an.«
Isabell Trommer, Süddeutsche Zeitung, 12.08.2018
»Es gibt einen Rückkopplungseffekt zwischen Popkultur und Politik«
Niko Switek im Interview mit sueddeutsche.de, https://bit.ly/2zYyn5V, 18-7-2018
Besprochen in:
https://faustkultur.de, 02.08.2018, Thomas Rothschild
H-Soz-Kult, 25.10.2018, Sandra Nuy
Lübecker Nachrichten, 31.10.2018
Deutsche Ostsee-Zeitung, 31.10.2018
Kieler Nachrichten, 31.10.2018
Leipziger Volkszeitung, 31.10.2018
www.maz-online.de, 31.10.2018
Autor_in(nen)
Niko Switek (Hg.)
Buchtitel
Politik in Fernsehserien Analysen und Fallstudien zu House of Cards, Borgen & Co.
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
402
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-4200-1
DOI
Warengruppe
1733
BIC-Code
JPA JFDT APT
BISAC-Code
POL010000 PER010030 SOC052000
THEMA-Code
JPA JBCT2
Erscheinungsdatum
2018-06-20
Auflage
1
Themen
Fernsehen, Politik
Adressaten
Politikwissenschaft, Internationale Beziehungen, Soziologie, Medienwissenschaften, Kommunikationswissenschaften, Filmwissenschaften
Schlagworte
Serie, Popkultur, Politik, Erzählung, Kultur, Vergleich, Didaktik, Fernsehen, Politische Theorie, Medienästhetik, Medienwissenschaft, Politikwissenschaft

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