Verhaltensdesign

Technologische und ästhetische Programme der 1960er und 1970er Jahre

Ob Neokybernetik, Computer-, Sprach- oder Sound-Experiment, ob Brainstorming, Lernumgebung oder Konferenz, Gruppendynamik oder Umweltschutz – zahlreiche populäre Verfahren der 1960er und 1970er Jahre erzählen von medialer und humaner Transformation. Der Band geht der ästhetischen und politischen Genealogie dieser Bildungs-, Erziehungs- und Regierungsprogramme nach, indem er Verhaltenslehren der europäischen Literaturgeschichte mit medien- und designtheoretischen Diskursen konfrontiert. Dabei erlaubt er auch einen Blick hinter den ›eisernen Vorhang‹ aktueller Programme, die unter dem Diktum von Kreativität, Katastrophe oder Komplexität weiterhin bilden, erziehen und regieren.

Mit Beiträgen aus Designtheorie, Literatur-, Medien-, Kultur- und Bildwissenschaft.

29,99 € *

2018-08-16, 232 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4206-3

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Jeannie Moser

Jeannie Moser, Technische Universität Berlin, Deutschland

Christina Vagt

Christina Vagt, University of California Santa Barbara, USA

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die 1960er und 1970er Jahre sind eine energetisch ungeheuer aufgeladene Zeit, voller technischer und sozialer Experimente und Abenteuer des Denkens. Vor dem Hintergrund von Kaltem Krieg und Summer of Love soll die Welt neu erfunden werden. Die Programme dieser Zeit rahmen bis heute unsere Handlungs- und Affekträume.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Moderne Technologien erscheinen oft als Black Box. Wir wissen nicht genau, wie sie operieren, geschweige denn, wie sie sich auf individuelle, soziale oder politische Prozesse auswirken. Unser Buch versammelt Texte aus Medien-, Bild- und Literaturwissenschaft, die darüber nachdenken, wie Ästhetik und Technologie interagieren. So lässt sich dann zum Beispiel ein Bezug zwischen barocken Höflingen und heutigen Usern herstellen – beide wissen nämlich nicht, mit wem und mit was genau sie es zu tun haben.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Der Begriff des Verhaltensdesigns taucht bisher in deutschen Debatten etwa über das quantifizierte Selbst, künstliche Intelligenz, machine learning oder soziale Netzwerktechnologien nicht auf. Wir hoffen, dass er hilft, die kurrenten Debatten mit historischem, politischem und ästhetischem Wissen anzureichern. Denn diese Systeme wurden zwar entworfen, gleichermaßen bedeutet das nicht, dass wir sie durchschauen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Ada Lovelace, Margaret Mead, Donna Haraway und Jacques Rancière, mit Digital Natives und gerne auch mit Programmierer_innen, die gerade dabei sind, unsere zukünftigen Handlungs- und Affekträume zu gestalten.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die Programme der 1960er und 1970er Jahre erzählen von (computer-)technischer und humaner Transformation – der Band befragt ihre Genealogie und Gegenwart.

Autor_in(nen)
Jeannie Moser / Christina Vagt (Hg.)
Buchtitel
Verhaltensdesign Technologische und ästhetische Programme der 1960er und 1970er Jahre
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
232
Ausstattung
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-4206-3
DOI
Warengruppe
1744
BIC-Code
JFD PDR AK
BISAC-Code
SOC052000 TEC052000 DES008000
THEMA-Code
JBCT PDR AK
Erscheinungsdatum
2018-08-16
Auflage
1
Themen
Design, Medien, Literatur, Politik, Technik, Bildung
Adressaten
Kulturwissenschaft, Medienwissenschaft, Literaturwissenschaft, Bildwissenschaft, Designgeschichte, Politische Theorie, Soziologie
Schlagworte
Verhaltensdesign, Kybernetik, Designtheorie, 1960er Jahre, 1970er Jahre, Medien, Literatur, Bildung, Computer, Technik, Medientheorie, Techniksoziologie, Design, Allgemeine Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft

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